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Anuta

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Anuta Island (Cherry Island)

Datei:Map of the Santa Cruz Islands (Solomon Islands).png
Übersichtskarte Santa-Cruz-Inseln
Gewässer Pazifischer Ozean
Inselgruppe Santa-Cruz-Inseln
Geographische Lage 11° 36′ 39″ S, 169° 51′ 1″ OKoordinaten: 11° 36′ 39″ S, 169° 51′ 1″ O
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Länge 876 m
Breite 576 m
Fläche 37 ha
Höchste Erhebung Te Maunga
65 m
Einwohner 223 (2009)
603 Einw./km²
Hauptort Lotoapi (Ortsteil Mua)
Datei:Anuta 169.85030E 11.61124S.png
NASA-Satellitenbild Geocover 2000
NASA-Satellitenbild Geocover 2000

Anuta, auch Anuda, früher Cherry Island, ist eine kleine Insel im südöstlichen Teil der Santa-Cruz-Inseln, die zum Inselstaat Salomonen gehören. Für Europa entdeckt wurde Anuta von dem britischen Kapitän Edward Edwards, den die Admiralität ausgesandt hatte, um nach den Meuterern der Bounty zu suchen. Er erreichte am 12. August 1791 mit seiner Fregatte Pandora die Insel, ohne dort an Land zu gehen, und nannte sie Cherry.<ref>John Dunmore: Who’s Who in Pacific navigation. University of Hawaii Press, Honolulu HI 1991, ISBN 0-8248-1350-2, S. 95–96.</ref>

Geographie

Geographisch gehört Anuta zum melanesischen Teil Ozeaniens. Die Insel liegt ungefähr 500 km Ost-Südost von Nendo, der wichtigsten Insel der Santa-Cruz-Gruppe, in der Provinz Temotu der Salomonen. Anuta ist vulkanischen Ursprungs, wird aber von einem Korallenriff umgeben. An ihrem höchsten Punkt ragt sie ca. 65 m über den Meeresspiegel empor und hat lediglich einen Durchmesser von ca. 750 m.

Anuta hat zwei sehr kleine Nebeninseln: Te Fatu mit einer Fläche von 0,1 Hektar liegt 665 Meter nordöstlich, und die rund 0,5 Hektar große Insel Fatuʻomanga etwa 1,3 Kilometer südöstlich und damit deutlich außerhalb des die Hauptinsel umgebenden Korallenriffs. Beide weisen keine nennenswerte Vegetation auf.

Bevölkerung

Die Insel wird von ungefähr 300 Menschen bewohnt. Diese haben, ähnlich wie die Bewohner des relativ nahe (132 km südwestlich) gelegenen Tikopia, historisch gesehen polynesische Wurzeln. Das von ihnen gesprochene Anutisch gehört zu den polynesischen Sprachen. Anuta zählt daher zu den außerhalb des polynesischen Dreiecks liegenden Exklaven Polynesiens.

Ursprünglich wurden die zwei Dörfer Mua (Hauptort, weiter östlich, Wortbedeutung „vorne“) und Muri (Wortbedeutung „hinten“) im Südosten unterschieden.<ref>Anuta - Settlements</ref> Heute werden diese zum Hauptort Lotoapi (auch Rotoapi) zusammengefasst. Das zweite Dorf, Vatiana (Vaisana), liegt 200 Meter westlich von Rotoapi.<ref>Raymond Firth: Anuta and Tikopia: symbiotic elements in social organization. In: The Journal of the Polynesian Society, Volume 63 No. 2, 1954, Seite 87–132, Karte auf Seite 90 (online)</ref>

Ressourcen

Anuta ist nicht übermäßig fruchtbar. Deshalb besitzt der Fischfang eine große Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung mit Proteinen. Früher nutzten die Einwohner auch die rund 50 km südöstlich gelegene Insel Fatutaka für die Landwirtschaft, um ihre Lebensgrundlagen zu erweitern. Fatutaka, ebenfalls vulkanischen Ursprungs, ist die am weitesten östlich gelegene Insel des Inselstaats Salomonen.

Literatur

  • Richard Feinberg: The „Anuta Problem“: Local Sovereignty and National Integration in the Solomon Islands. In: Man. New Series 21, 3, 1986, ISSN 0025-1496, S. 438–452 (doi:10.2307/2803095).
  • Richard Feinberg: Christian Polynesians and Pagan Spirits: Anuta, Solomon Islands, The Journal of the Polynesian Society, Volume 104, No. 3, 1995, S. 267–302.(online).
  • Richard Feinberg: Anuta: Polynesian Lifeways for the Twenty-First Century, Second edition. Waveland Press, Long Grove 2004 (online).

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein