Metinaro
| Metinaro | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Koordinaten | 8° 32′ S, 125° 45′ O
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dim=20000 | globe= | name=Metinaro | region=TL-DI | type=city
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| Der Ort Metinaro im gleichnamigen Verwaltungsamt | ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat | Osttimor | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Dili | |||||
| Verwaltungsamt | Metinaro | |||||
| ISO 3166-2 | TL-DI | |||||
| Suco | Sabuli, Wenunuc | |||||
| Höhe | 12 m | |||||
| Einwohner | 4316 (2010) | |||||
Sitz des Verwaltungsamtes Metinaro
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Metinaro ist der Hauptort des osttimoresischen Verwaltungsamts Metinaro (Gemeinde Dili). „Metinaru“ bedeutet auf Nanaek „langes Riff“.<ref name="placenames">Geoffrey Hull: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7 ( vom 14. Februar 2017 im Internet Archive), abgerufen am 28. September 2014.</ref>
Geographie
Der Ort Metinaro liegt in Luftlinie etwa 18 km östlich von der Landeshauptstadt Dili, auf einer Meereshöhe von 12 m. Sein Zentrum liegt im Suco Sabuli, die Siedlung dehnt sich aber bis in den Nachbarsuco Wenunuc aus. In der gesamten Siedlung gibt es drei Grundschulen, eine Sekundärschule, eine Polizeistation und ein kommunales Gesundheitszentrum.<ref name="UNMIT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 ( vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 448 kB)</ref><ref name="Atlas Dili">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlas der Gemeinde Dili ( vom 17. November 2020 im Internet Archive).</ref>
Einwohner
Im Ort leben 4316 Menschen (2006).
Geschichte
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Das Gebiet Metinaros und Heras gehörte bis an die heutige Grenze zum Verwaltungsamt Cristo Rei, mit dem Bergmassiv des Cacusa, ursprünglich zum Reich von Laclo. Erst mit der Gründung des Ortes Metinaro in den 1960er-Jahren wurde das Land von der Einflusssphäre des Liurai von Laclo abgetrennt.<ref name="Tatoli2023-06-02">Tatoli: Foho CACUSA nakfilak sai monumentu “Jesus Sa’e Ba Lalehan”, 2. Juni 2023, abgerufen am 5. Juni 2023.</ref>
Im Ort Metinaro gab es 1978 ein Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den indonesischen Besatzern umgesiedelt werden sollten. Bis Mitte 1979 wurden hier 40.000 Menschen festgehalten.<ref name="CAVR7.3"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ ( vom 28. November 2015 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>
Zwischen Juli und August 1999, früher als im Rest Osttimors, hatten die meisten Einwohner Metinaros aufgrund der Gewaltwelle den Ort verlassen. Pro-indonesische Milizen (Wanra) hatten die Bevölkerung terrorisiert, 70 % des Ortes wurden zerstört.
Infolge der Parlamentswahlen am 30. Juni 2007 und der anschließenden Beauftragung von Xanana Gusmão zur Regierungsbildung kam es in vielen Teilen des Landes zu gewaltsamen Ausschreitungen und Kämpfen zwischen Anhängern der neuen Regierung und Sympathisanten der FRETILIN. Am 22. August kämpften hundert bis dreihundert mit Macheten, Stahlpfeilen und Bögen gegeneinander. Die Polizei brachte die Situation wieder unter ihre Kontrolle, doch der Markt wurde komplett niedergebrannt. Drei Personen wurden verhaftet. Am Tag darauf kam es erneut zu Kämpfen, bei denen zehn Häuser in Flammen aufgingen.
Einzelnachweise
<references />