Prallethrin
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Struktur von Prallethrin | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Prallethrin | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C19H24O3 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelbe bis braune Flüssigkeit<ref name="WHO"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WHO specification and evaluation for public health pesticides - Prallethrin ( vom 23. August 2021 im Internet Archive; PDF)</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 300,39 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig<ref name="WHO" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,03 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−25 °C<ref name="PPDB">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of HertfordshireVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
313,5 °C<ref name="WHO" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
< 1,33·10−5 Pa bei 23,1 °C<ref name="WHO" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
nahezu unlöslich in Wasser (8 mg·l−1 bei 25 °C, pH 5,5–5,6)<ref name="WHO" /> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Prallethrin ist ein synthetisches Insektizid aus der Gruppe der Pyrethroide. Es wurde 1961 erstmals beschrieben<ref>P. G. Piquett, W. A. Gersdorff: The Relative Effectiveness of Two Synthetic Pyrethroids More Toxic to House Flies than Pyrethrins in Kerosene Sprays. In: Journal of Economic Entomology. Band 54, Nr. 6, 1. Dezember 1961, S. 1250–1252, doi:10.1093/jee/54.6.1250 (oup.com [abgerufen am 26. Juni 2019]).</ref> und 1988 von der Firma Sumitomo Chemical auf den Markt gebracht.<ref name="PPDB" /><ref>Matsuo, Noritada., Mori, Tatsuya., Campbell, P. J.: Pyrethroids : from chrysanthemum to modern industrial insecticide. Springer, Berlin 2012, ISBN 978-3-642-27346-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 25. Juni 2019]).</ref>
Darstellung und Struktur
Das Chlorid der Chrysanthemumsäure kann mit 4-Hydroxy-3-methyl-2-(2-propargyl)-cyclopent-2-en-1-on zum Prallethrin umgesetzt werden.<ref name="Unger">Thomas A. Unger: Pesticide synthesis handbook. Noyes Publications, 1996, ISBN 0-8155-1401-8, S. 955 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Prallethrin ist dem Allethrin sehr ähnlich. Es unterscheidet sich nur in der Sättigung der Propargyl-Seitenkette. Der ISO-Name Prallethrin und die CAS-Nummer beziehen sich auf ein racemisches Gemisch aus acht Stereoisomeren. Die WHO-Spezifikation der Substanz gibt ein bestimmtes, davon abweichendes, Isomeren-Verhältnis vor, wobei das trans-cis-Verhältnis bei etwa 4:1 liegt.<ref name="WHO" />
Eigenschaften und Wirkungsweise
Prallethrin ist eine gelbliche bis braune, ölige Flüssigkeit. Es hat einen leicht phenolischen Geruch und ist nahezu unlöslich in Wasser.<ref name="WHO" /><ref name="HSDB" /> Die Substanz ist instabil gegenüber UV-Licht, sodass von keiner hohen Persistenz in der Umwelt auszugehen ist.<ref name="roberts">Terry R. Roberts, David H. Hutson, Philip W. Lee, Peter H. Nicholls, Jack R. Plimmer: Metabolic Pathways of Agrochemicals. Teil 2: Insecticides and Fungicides. Royal Society of Chemistry, 1999, ISBN 0-85404-499-X, S. 690 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Prallethrin wirkt wie andere Pyrethroide als Kontaktgift auf Insekten. Es blockiert die Natriumkanäle des Nervensystems irreversibel, sodass diese konstant offen bleiben. Dies hat Lähmungen zur Folge, die zum Atemstillstand und schließlich zum Tod führen.<ref name="HSDB">Eintrag zu Prallethrin in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem)Vorlage:Abrufdatum</ref> Prallethrin kann Insekten innerhalb sehr kurzer Zeit nach Kontakt bewegungsunfähig machen (Knock-down-Effekt).<ref name="WHO" />
Verwendung
Prallethrin wird gegen Stechmücken, Stubenfliegen und Schaben im Haushalt eingesetzt. Daneben wird es in einigen Ländern in der Veterinärmedizin zur Behandlung von Haustieren verwendet.
Im Handel ist Prallethrin in Form von Verdunsterplättchen für Elektroverdampfer, als Spray oder Räucherwerk wie Mückenspiralen erhältlich.
Toxizität
Bei oraler Aufnahme oder beim Einatmen als Aerosol ist Prallethrin mäßig giftig. Die LD50 bei oraler Aufnahme wurde für männliche Ratten mit 640, für weibliche Ratten mit 460 mg/kg Körpergewicht ermittelt. Die tödliche Konzentration in der Atemluft (LC50) beträgt 855 bei männlichen und 658 mg/m³ (Expositionszeit 4 Stunden) bei weiblichen Ratten. Im Tierversuch ist Prallethrin nicht hautreizend, nicht hautsensibilisierend und minimal augenreizend. Es ist nicht mutagen, es gibt keine Hinweise auf eine kanzerogene oder reproduktionstoxische Wirkung. Prallethrin ist für Wasserorganismen und Bienen sehr giftig, für Vögel dagegen nur gering giftig.<ref name="WHO" />
Zulassung
In der Europäischen Union und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die Prallethrin enthalten.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Repellent
- Insektizid
- Alkin
- Dien
- Cyclopentenon
- Cyclopropancarbonsäureester
- Pyrethroid
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Dimethylvinylcyclopropancarbonsäureverbindung