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UB40

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UB40
Datei:UB40 feat. Ali Campbell, Astro & Mickey Virtue - 2018174195016 2018-06-23 Rock the Ring - 1D X MK II - 1586 - B70I2747.jpg
UB40 bei Rock the Ring 2018

UB40 bei Rock the Ring 2018

Allgemeine Informationen
Herkunft
Genre(s) Reggae, Pop
Aktive Jahre ab 1978
Auflösung
Website www.ub40.global
Aktuelle Besetzung
James „Jim“ Brown
Duncan Campbell
Gitarre, Gesang
Robin Campbell
Bass, Gesang
Earl Falconer
Norman Lamount Hassan
Tony Mullins
Ehemalige Mitglieder
Gitarre, Gesang
Alistair „Ali“ Campbell
Keyboard
Michael Virtue
Percussion, Trompete
Terence „Astro“ Wilson († 2021)
Brian Travers († 2021)

UB40 ist eine Reggae- und Popband aus Großbritannien. Die Band hatte in den 1980er Jahren eine Reihe von Hits, darunter Red Red Wine, I Got You Babe, Can’t Help Falling in Love und Kingston Town. In ihren Texten schneiden UB40 häufig soziale Themen wie Rassismus oder Arbeitslosigkeit an.

Geschichte

Die Band wurde 1978 in Birmingham von den Brüdern Robin und Alistair „Ali“ Ian Campbell gegründet und kaufte ihre ersten Instrumente von dem Schmerzensgeld, das Sänger Ali Campbell nach einer Schlägerei in einer Bar zugesprochen bekam. Der Bandname steht für ein in Großbritannien damals gebräuchliches Formular zur Anmeldung der Arbeitslosigkeit; Unemployment Benefit, Form 40, kurz UB40.<ref name=":0">Terence »Astro« Wilson ist tot. In: Spiegel.de. Der Spiegel GmbH & Co. KG, 7. November 2021, abgerufen am 7. November 2021.</ref> Nach einem halben Jahr im Proberaum nahmen sie ein Demotape auf, das im Radio gespielt und dort von dem bekannten DJ John Peel gehört wurde. Der war so beeindruckt, dass er UB40 zu einer Session ins Radiostudio einlud.

Chrissie Hynde, die Sängerin der Pretenders, sah die Band bei einem Clubkonzert und bot ihnen an, bei der Pretenders-Tour 1980 als Vorgruppe mitzufahren. Die Band willigte ein und bekam den ersten Plattenvertrag mit einem Indie-Label. Noch während der Tour veröffentlichten sie ihre erste Single Food for Thought, die bis auf Platz 4 in den englischen Charts kam. Food for Thought war die erste Single, die es ohne Vertrag bei einem Major-Label in die Top Ten schaffte.

Im gleichen Jahr erschien das Debüt-Album Signing Off, welches sich in England sehr gut verkaufte und Platz 2 der Charts erreichte. Mit Signing Off schufen UB40 einen auf Reggae basierenden Indie-Underground-Sound, zu dem es bis zu diesem Zeitpunkt nichts Vergleichbares gab. Obwohl es kein Major-Label war, waren UB40 auch mit der Politik ihres Indie-Labels unzufrieden und gründeten ihr eigenes Label DEP International, um mehr Unabhängigkeit zu erlangen.

Im Jahre 1983 veröffentlichten UB40 Labour of Love. Dieses Album enthält ausschließlich Cover-Versionen. Mit der Single Red Red Wine, einem Cover von Neil Diamond, erreichten sie in der britischen Hitparade Platz 1, und mit einem Platz 12 waren sie erstmals auch in Deutschland in den Charts.

Nach diesem Erfolg veröffentlichten UB40 in der darauffolgenden knapp fünf Jahren sechs Alben, darunter zwei Live-Mitschnitte, erreichten mit ihren selbst komponierten Songs aber nur in ihrem Heimatland Erfolge.

Die Band hatte 1988 bei einem Konzert zu Ehren von Nelson Mandela ihren größten Hit Red Red Wine auf der Setlist und dafür euphorischen Applaus geerntet. Als Radioproduzent Guy Zapoleon aus Phoenix, Arizona kurz darauf die Vorabsingle für das Album Labour of Love II erhielt, war er im Vergleich wenig beeindruckt und begann, stattdessen Red Red Wine in die Senderrotation zu nehmen, diesmal in der Version mit Astros Toast.<ref></ref> Der Erfolg dieser Maßnahme veranlasste das Label, Labour of Love II zu verschieben und stattdessen den früheren Hit erneut zu veröffentlichen. Am 15. Oktober 1988 erreichte der Titel für eine Woche Platz 1 der Billboard Hot 100.<ref>Reshma B: 35 Years After 'Red Red Wine,' UB40's 'Labour of Love' Continues. In: Billboard.com. Billboard Media, LLC, 24. August 2018, abgerufen am 7. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach vier Jahren erschien 1993 das nächste Album Promises and Lies. Die Single Can’t Help Falling in Love, das Cover eines Liedes von Elvis Presley war sieben Wochen Nummer 1 in den USA und zwei Wochen an der Spitze der UK-Charts und sorgte mit für den Erfolg auch dieses Albums. Es erreichte Platz 2 und Platz 6 der US-amerikanischen Top 10. Dass der Song im Soundtrack des Films Sliver mit Sharon Stone enthalten war, kurbelte den Verkauf noch weiter an.

Nach Can’t Help Falling in Love spielten UB40 in den internationalen Charts kaum noch eine Rolle. Mit dem 2001 erschienenen Album Cover Up erreichten sie Platz 29 in England, das 2005 veröffentlichte Album Who You Fighting For? erreichte maximal Platz 20.

Gemeinsam mit dem britischen Sänger Hunterz schrieben UB40 2005 den Song Reasons, den sie im Zuge der weltweiten Live8-Konzerte gemeinsam mit Hunterz und The Dhol Blasters am 2. Juli 2005 im Londoner Hyde Park spielten.

Am 25. Januar 2008 gab Sänger Ali Campbell bekannt, dass er die Band nach den Konzerten im Februar 2008 verlassen wird und sich zukünftig auf seine Solokarriere konzentrieren will. Als weiteren Grund gab er Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen der Band an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UB40 PRESS STATEMENT (Memento vom 3. März 2009 im Internet Archive)</ref> Am 19. März 2008 verließ Keyboarder Michael Virtue wegen derselben finanziellen Unregelmäßigkeiten die Band.<ref>UB40 In Chaos After Second Departure. In: contactmusic.com. 19. März 2008, abgerufen am 20. September 2015 (englisch).</ref>

Auf der Twentyfourseven-Tour 2008 trat UB40 mit Duncan Campbell als Sänger (Robins und Alistairs Bruder) sowie Tony Mullins am Keyboard auf.

Ein Richter am Birmingham County Court bestätigte im Oktober 2011 für Brian Travers, Jimmy Brown, Terence Oswald und Norman Hassan die persönliche Insolvenz, nachdem ihr Plattenlabel Dep International ebenfalls pleitegegangen war.

Saxophonist Brian Travers starb am 22. August 2021 in seinem Zuhause im Birminghamer Stadtteil Moseley im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.<ref>UB40-Star Brian Travers ist tot. In: t-online.de. 23. August 2021. Abgerufen am 23. August 2021.</ref> Im November 2021 starb das Gründungsmitglied Terence „Astro“ Wilson.<ref name=":0" />

Diskografie

Vorlage:Eingebundene Diskografie

Weblinks

Commons: UB40 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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