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Fuji (Apfel)

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Fuji
Datei:Fuji 20101209.jpg
Fuji
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Herkunft Morioka, Japan
Züchtungsjahr 1939
Markteinführung 1962
Abstammung

Kreuzung aus
Ralls Janet’ × ‘Red Delicious

Liste von Apfelsorten
Datei:Fuji (Apfel) jm26712.jpg
Ansicht der Frucht

Fuji (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Sorte des Kulturapfels (Malus domestica). Fuji wurde 1939 in Japan aus Ralls Janet und Red Delicious gekreuzt und erstmals 1962 in den Handel gebracht. Er ist sehr süß und der weltweit am häufigsten angebaute Apfel. Dies liegt insbesondere daran, dass der weltgrößte Apfelproduzent China fast ausschließlich Fuji-Äpfel anpflanzt.

Beschreibung

Die Frucht ist mittelgroß, meistens groß. Die Form ist rund-konisch, dabei sind Rippen zu erkennen.<ref name="ham67" /> Das Aussehen der Schale ist in ihrer Grundfarbe blass grünlich bis gelblich grün und in der Deckfarbe, je nach Art des Apfels, rosa bis bräunlich-rot oder dunkelrot-violett gestreift sowie leicht duftend. In der Standardvariante ist der Apfel oft nicht kräftig ausgefärbt. Mittlerweile sind aber zahlreiche Mutanten im Handel, die kräftiger gefärbt sind. Die Schale fühlt sich glatt an, ist dick, glänzt nicht und kann berostet sein.<ref name="ham67" />

Die Stielgrube ist weit und flach. Sie kann teilweise berostet sein. Der Stiel selbst ist lang und breit. Die Kelchgrube ist weit und mitteltief, und deutlich gerippt. Die Lentizellen sind auffällig weiß und vergleichsweise groß.<ref name="ham67" />

Der Geschmack ist sehr süß mit nur wenig Säure, die im Laufe der Lagerung sogar fast vollständig abgebaut wird. Er ist sehr knackig und saftig.<ref name="bay" /> Das cremefarbene Fruchtfleisch ist feinzellig und vergleichsweise fest und saftig.<ref name="ham67" />

Der Baum ist stark wüchsig<ref name="bay" /> und breitet sich nach allen Seiten aus. Die Äste neigen dabei zum Herunterhängen.<ref name="ham67" /> Es bilden sich ausreichend Verzweigungen und Fruchtholz. Der Baum baut sich in einer Rundkrone mit guter Leitastbildung auf. Die Früchte entstehen am ein- und zweijährigen Fruchtholz.<ref name="ham67" />

Geschichte

Fuji entstand 1939 durch die Züchtung von Ralls Janet mit Red Delicious in Fujisaki, Aomori, Japan. Seinen Namen bekam er 1962 von der Forschungsstation in Morioka, Japan, die Fuji nach seinem Züchtungsort benannte.<ref name="ham66">Cheryl R. Hampson, Henk Kemp: Characteristics of Important Commercial Apple Cultivars. In: D. C. Ferree, I. J. Warrington (Hrsg.): Apples. Botany, Production and Uses. CABI Publishing, 2003, ISBN 0-85199-592-6, S. 66</ref>

Fuji ist die wichtigste Apfelsorte in China, dem weltgrößten Apfelproduzenten, und Japan. Eine wichtige Rolle im Anbau spielt die Sorte in Korea, Brasilien, Argentinien, Chile und Australien. In geringerem Maßstab wird Fuji mittlerweile weltweit angebaut.<ref name="ham66" /> In Deutschland wächst der Baum nur in sehr warmen Gegenden. In Südtirol allerdings gehört Fuji zu den wichtigsten Sorten im Anbau.<ref name="fis">Robert Fischer: Südtirol, HB Bildatlas, 2009 ISBN 3-616-06587-9</ref>

Anbau

Datei:Rosaceae Malus pumila Malus pumila Var domestica Apples Fuji.jpg
Fuji am Baum

Fuji liebt Wärme. Damit er in Deutschland überhaupt ausreifen kann, benötigt er Südhang-Lagen oder Lagen mit langer Sonneneinstrahlung. Der Baum erzeugt früh im Leben Früchte, in den ersten Jahren blüht und reift er jedoch erst ziemlich spät und produziert auch Wasserschosse. Der Baum ist winterhart, die Blüten jedoch anfälliger für Spätfröste als beispielsweise Red Delicious oder Jonagold.<ref name="ham67" />

Fuji blüht in der Mitte der Saison. Die Sorte hat keinen Vorerntefall der Früchte.<ref name="ham67" /> Geerntet werden kann die Sorte Fuji in Mitteleuropa von Mitte bis Ende Oktober,<ref name="bay">Bayerische Landesanstalt für den Gartenbau und Weinbau: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> in Japan Mitte November. Geerntet wird meist in mehreren Durchgängen. Indikatoren für den Beginn der Ernte sind aufhellende Grundfarbe, sich ausprägende Deckfarbe und der abnehmdende Stärkegehalt, nicht jedoch die Schalenfestigkeit.<ref name="ham67" />

In Japan und China versuchen die Obstbauern Verschiedenes, um die an sich schwache Färbung zu verstärken. Darunter das Einpacken einzelner Früchte in Beutel, das Entfernen der Blätter, reflektierender Mulch und das Drehen der Äpfel am Baum.<ref name="ham67" />

Lagerung

Genussreif ist der Apfel etwa einen Monat nach der Ernte. Er ist im CA-Lager bis Juli lagerfähig. Verglichen mit anderen Sorten verliert Fuji auch außerhalb des Lagers nur wenig an Festigkeit und kann so im Laden lange seine Frische halten. Bei kurzer Lagerung verbessert ein CA-Lager gegenüber einem Kühllager das gleichbleibende Aroma des Apfels, hat aber keinen Einfluss auf die Festigkeit. Bei langer CA-Lagerung neigt Fuji zu Fruchtbräune, daher keinen zu hohen CO2-Gehalt der Lageratmosphäre halten.<ref name="ham67">Cheryl R. Hampson, Henk Kemp: Characteristics of Important Commercial Apple Cultivars. In: D. C. Ferree, I. J. Warrington (Hrsg.): Apples. Botany, Production and Uses. CABI Publishing, 2003, ISBN 0-85199-592-6, S. 67</ref>

Anfälligkeiten und Resistenzen

Fuji neigt zu Alternanz,<ref name="bay" /> und reagiert nicht gut auf chemische Ausdünnung an. Einige der üblichen chemischen Ausdünnungsmittel ergeben bei Fuji Schalenberostung und sollen deshalb nicht eingesetzt werden.<ref name="ham67" /> Die Sorte neigt zu Glasigkeit, einem Saftüberschuss des Fruchtfleisches mit folgendem Qualitätsmangel.<ref name="bay" />

Fuji ist sehr anfällig für Schorf und Feuerbrand. Gegen Mehltau ist er mäßig resistent.<ref name="ham68" />

Der Baum ist diploid und als Befruchter geeignet. Wie alle Äpfel ist er selbststeril.<ref name="ham67" />

Mutanten

Es existieren zahlreiche Mutanten dieser Sorte. Alleine in Japan sind 128 mit einem Namen versehene Mutanten bekannt. Diese sind meist stärker rot gefärbt als die Grundform, es gibt aber auch Mutanten für andere Klimabedingungen, die Form der Farbgebung, Geschmack oder Erntezeit. In Japan sind gestreifte Varianten besonders beliebt.<ref name="ham68">Cheryl R. Hampson, Henk Kemp: Characteristics of Important Commercial Apple Cultivars. In: D. C. Ferree, I. J. Warrington (Hrsg.): Apples. Botany, Production and Uses. CABI Publishing, 2003, ISBN 0-85199-592-6, S. 68</ref> Verbreitete Mutanten sind etwa Nagafu, Red Sport, Aki Fu, Beni Shogun, Fubrax, Fuji Jubilé, Azufu, Aztec, Seirin Spur, Myra Red Fuji, Tensei, Yataka, Takano Wase oder die Clubsorten SuN Fuji oder Kiku Brak, auch nur Kiku genannt.<ref name="bay" />

In der Zucht

Fuji ist insbesondere wegen seiner Fruchtgröße, des Geschmacks und seinen hervorragenden Lagereigenschaften in der Zucht beliebt. Insbesondere in den Anrainerstaaten des Pazifiks wird die Sorte umfangreich zur Zucht benutzt. Cultivare, die von Fuji abstammen, sind Himekami, Hokuto, Huaguan, Huashuai, Senshu und Catarina.<ref name="ham68" />

Anmerkungen

<references />

Literatur

  • Willi Votteler: Verzeichnis der Apfel- und Birnensorten, Obst- und Gartenbauverlag, München 1993, S. 53, ISBN 3-87596-086-6.

Weblinks

Commons: Fuji – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Fuji – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Fuji bei der Obstbauberatung Baden-Württemberg (VBOGL, Verband der Bediensteten für Obstbau, Gartenbau und Landespflege e. V.)