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TOS-1 Buratino ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); „Schweres Flammenwerfersystem“) ist ein gepanzerter Mehrfachraketenwerfer, der Raketen mit thermobarischen Sprengköpfen abfeuert. Weitere Bezeichnungen sind TOS-1-4 und HFS-1. Der Raketenwerfer wird von Omsktransmasch hergestellt.<ref name="otvaga2004.ru">Виктор Кораблин: Огнем из тридцати стволов или 42-тонный «Буратино». In: otvaga2004.ru. Военно-патриотический сайт «Отвага», abgerufen am 6. Oktober 2015.</ref> Der Name stammt vom russischen Buch Burattino, welches eine Adaption der Geschichte von Pinocchio ist.
Geschichte
Das Raketenwerfersystem wurde in den frühen 1980er-Jahren entwickelt.<ref name="military-today tos1">TOS-1 Heavy Flamethrower System. In: military-today.com. Abgerufen am 6. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Über dieses System war im Westen lange Zeit nichts bekannt.
Das System besteht aus der Wanne eines T-72 und einem Werferbehälter für 30 oder 24 (TOS-1A) Raketen.<ref name="otvaga2004.ru" /> Das gesamte Fahrzeug wird als Objekt 634 bezeichnet und wiegt im feuerbereiten Zustand 46 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 60 km/h und die Reichweite mit einer Tankfüllung bei 550 km. Das System benötigt eine Besatzung von drei Mann.<ref name="army-guide" /> Es wird eine minimale Reaktionszeit aus voller Fahrt bis zum Raketenstart von drei Minuten erreicht. Die MO.1.01.04-Raketen haben eine maximale Bekämpfungsreichweite von 3,5 km. Die minimale Bekämpfungsreichweite liegt bei 400 m.<ref name="armyrecognition"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />armyrecognition.com (Memento vom 19. November 2014 im Internet Archive), abgerufen am 5. August 2014.</ref> Die Rakete hat ein Kaliber von 220 mm, eine Länge von 3,3 m und wiegt 173 kg. Die schnellstmögliche Feuerfolge liegt bei 7,5 Sekunden für alle 30 Raketen. Im praktischen Einsatz wird aber eine Feuerfolge von 15 Sekunden für alle 30 Raketen angewendet.<ref name="rbase">rbase.new-factoria.ru, abgerufen am 5. August 2014.</ref> Die Raketen sind mit einer Brandladung oder einem thermobarischen Sprengkopf ausgerüstet.<ref name="armyrecognition" /> Letzterer enthält neben der Zerlegeladung eine Wirkladung aus einer Mischung von Isopropylnitrat und Magnesiumpulver. Dieser Sprengkopf erzeugt bei seiner Detonation eine große Druck- und Hitzewirkung. Ein einzelnes Fahrzeug deckt mit einer Raketensalve eine Zielfläche von 200 Metern × 400 Metern ein.<ref name="rbase" /> Durch die große Flächen- und Druckwirkung eignet sich das System aber auch zum Räumen von großen Minenfeldern. Daneben existiert auch ein zweiter Raketentyp mit einem konventionellen Brandgefechtskopf mit einer Füllung von Triethylaluminium.
Varianten
Im Jahr 2001 wurde die Version TOS-1A „Solnzepjok“ (Sonnenhitze)<ref>Russland entwickelt schweres Flammenwerfer-System – Holding Techmasch. In: Sputnik News. de.sputniknews.com, 21. August 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. Oktober 2015.</ref> bei den russischen Streitkräften eingeführt. Das auf der Wanne des T-90 aufgebaute Werferfahrzeug trägt die Bezeichnung BM-1 und hat einen 24 Raketen fassenden Werferbehälter. Zusätzlich existiert unter der Bezeichnung TSM-T ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ein Versorgungs- und Nachladefahrzeug. Die verbesserten MO.1.01.04M-Raketen haben eine Länge von 3,7 Metern und wiegen 217 kg. Die maximale Bekämpfungsreichweite liegt bei 6 km.<ref name="military-today tos1a">TOS-1A Heavy Flamethrower System. In: military-today.com. Abgerufen am 6. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="APA">Russia to deliver another batch of TOS-1A heavy flamethrowers to Azerbaijan in the near future. In: en.apa.az. APA, 26. Mai 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Oktober 2015; abgerufen am 6. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die seit 2020 verwendeten MO.1.01.04M2-Raketen haben eine maximale Reichweite von 10–12 km.<ref>Christopher F. Foss: Russia develops improved-range 220 mm rocket for TOS-1A system. In: Janes.com. IHS Jane’s 360, 6. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Dezember 2016; abgerufen am 6. Dezember 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2014/2015 exportierte Russland TOS-1E in den Irak. Der Irak befand sich im Kampf mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), dessen Kämpfer eroberten auf irakischen Militärstützpunkten Waffen und Militärtechnik. Irakische Soldaten wurden drei Monate ausgebildet, um den TOS-1A „Solnzepjok“ bedienen zu können.<ref>Kampf gegen IS: Russland versorgt Irak mit Waffen. de.sputniknews.com, 17. Oktober 2014.</ref> Erstmals wurde damit das Waffensystem in ein Land außerhalb der früheren Sowjetunion geliefert.<ref name="spiegel" />
Im weiteren Kriegsverlauf setzten die Streitkräfte Russlands wiederholt den TOS-1 ein. Bis zum Januar 2026 gelang es den ukrainischen Streitkräften, mindestens 25 TOS-1 zu zerstören und weitere drei zu erbeuten, wozu noch fünf zerstörte und vier erbeutete Transportfahrzeuge TSM-T kommen.<ref name="oryxspioenkop">Attack On Europe: Documenting Equipment Losses During The 2022 Russian Invasion Of Ukraine. In: oryxspioenkop.com. Abgerufen am 6. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
KasachstanDatei:Flag of Kazakhstan.svgKasachstan: 4 (3)<ref name="bubblews">TOS-1 multiple rocket launcher. In: bubblews.com. 8. August 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Oktober 2015; abgerufen am 6. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> TOS-1A<ref name="army-technology">army-technology.com, abgerufen am 5. August 2014.</ref><ref name="APA" />