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Hotel F1

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hotelF1

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Rechtsform SA, Aktiengesellschaft (Accor SA)
Gründung 21. Juni 1985
Sitz Évry-Courcouronnes
Branche Hotellerie
Website hotelf1.accor.com

Hotel F1 (Eigenschreibweise hotelF1) ist eine Low-Cost-Hotelkette des französischen Konzerns Accor.<ref name=":4">Hotel F1. Accor, abgerufen am 20. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie wurde 1984 ins Leben gerufen<ref></ref> und ist heute mit etwa 150 Hotels nur noch in Frankreich vertreten.<ref name=standorte>hotelf1.accor.com (Englisch) abgerufen am 5. Oktober 2022</ref>

Geschichte

Datei:Formule1Zimmer211.JPG
Ein älteres Zimmer mit der typischen Einrichtung der Hotels F1.
Datei:Hotel, Ferney-Voltaire (EB190322) (cropped).jpg
Ein Hotel der Kette in Ferney-Voltaire.

In den 1980er Jahren etablierten sich rentable Budget-Hotels in Frankreich.<ref name=":0">Franzosen entdeckten Marktlücke rentabler Billighotels. In: Handelsblatt. 23. Januar 1987, S. 6.</ref> Daher gründete Accor (damals noch unter der Firma SIEH) im Jahr 1984 die Hotelkette Formule 1.<ref></ref><ref name=":3">Ralf Klingsieck: Aus Formule 1 wird F1. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 2. August 2008, S. 2.</ref> Das Unternehmen war mit Ibis, Mercure und Novotel bereits Marktführer in Europa.<ref>Petra Porzelt: Standortplanung von Hotelunternehmungen. Diplomica Verlag, Hamburg 1999, ISBN 3-8386-1748-7, S. 52.</ref> Das erste Haus eröffnete Formule 1 in Évry bei Paris, 1985 folgte ein zweites an der Autoroute A6 bei La Salle im Arrondissement Mâcon.<ref name=":0" /> Formule 1 verzichtete von Beginn an auf zahlreiche Zusatzleistungen, wodurch der Übernachtungspreis auf ein Minimum gesenkt werden konnte.<ref>Harry Weiland: Billige Betten. In: Die Zeit. 15. November 1996 (zeit.de [abgerufen am 20. November 2017]).</ref> Darüber hinaus begann man beispielsweise schon Ende der 1980er Jahre, Automaten für den Check-in aufzustellen und so zusätzliche Kosten zu sparen.<ref>Hotels von morgen: Computer übernehmen die Arbeit. Sesam-öffne-dich für den Gast: die Kreditkarte. In: WirtschaftsWoche. 2. Dezember 1988, S. 7.</ref><ref>Susanne Balthasar: Um Mitternacht allein im Automatenhotel. In: Der Tagesspiegel. 6. Januar 2002, S. 15.</ref>

Die Zeit beschrieb das Konzept von Formule 1 als „schlicht aber billig“,<ref>Kerstin Schweizer: Die Schlafwabe. In: Die Zeit. 5. März 1998 (zeit.de [abgerufen am 20. November 2017]).</ref> die WirtschaftsWoche erkannte in der „Formule-1-Formel“ eine Innovation im Markt.<ref>Rüdiger Kiani-Kress: Hotelbetriebe: Formule-1-Formel. In: WirtschaftsWoche. 13. April 1995, S. 84.</ref> Bis in die 1990er Jahre kam Formule 1 bereits auf 240 Hotels.<ref name=":1">Accor: Gesellschaft will 1993 aus Talsohle heraus – Expansion in Deutschland. Bis zu 15 neue Billig-Hotels Formule 1. In: Handelsblatt. 11. Dezember 1992, S. 26.</ref> Der Erfolg in Frankreich veranlasste Accor, mit der Hotelkette in Deutschland zu experimentieren.<ref>Andre Kau: Nächte für Monteure. In: Horizont. 24. April 1992, S. 87.</ref> Das mit drei Standorten gestartete Pilotprojekt erreichte eine überdurchschnittliche Auslastung,<ref name=":1" /> woraufhin die Formule 1 bundesweit eingeführt wurde.<ref name=":2">Rainer Schauer: Hotellerie Sterne sterben. Luxushäusern laufen die Gäste weg. Jetzt setzen die Hoteliers auf einfachere Quartiere. In: WirtschaftsWoche. 9. Oktober 1992, S. 98.</ref> In den nächsten Jahren sollten von 1000 neuen Hotels in Europa rund 100 in Deutschland entstehen.<ref name=":2" /> 1995 startete Formule 1 mit einem Hotel in Magdeburg eine größere Offensive auf dem deutschen Markt.<ref>Offensive bei Formule 1. In: Immobilien Zeitung. 26. Januar 1995, S. 10.</ref>

Die Hotelkette spielte eine entscheidende Rolle beim Umbau von Accor in den 1990er Jahren.<ref>Accor startet Formule 1. Billig-Hotels bald auch in Deutschland. In: Frankfurter Rundschau. 8. November 1996, S. 12.</ref><ref>Hans-Jürgen Klesse: „Marken sind das neue Kapital“. In: WirtschaftsWoche. 21. Mai 2012, S. 56.</ref> Auf internationaler Ebene wurde Formule 1 mit den Etap- und Ibis-Hotels in der Tochtergesellschaft Sphere International zusammengefasst.<ref>Accor startet mit Billig-Hotels. Formule-1-Häuser stellen Neuland in deutscher Hotellerie dar. In: Horizont. 15. November 1996, S. 29.</ref> 2008 gaben die Betreiber eine umfassende Modernisierung der Hotelkette bekannt, die auch die Einführung von Hotel F1 als neue Marke umfasste.<ref name=":3" /> Investitionen in Technik und Ausstattung der Häuser wurden mit dem Verkauf von rund 100 Budget-Hotels finanziert.<ref name=":3" /> Ein Jahr später veräußerte Accor weitere Hotels von Hotel F1 und mietete sie zurück,<ref>Accor trennt sich von Formule-1-Immobilien. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 22. September 2009, abgerufen am 20. November 2017.</ref> um die Verschuldung zu reduzieren.<ref>Hotelkonzern Accor verkauft 158 Billighäuser. Europas Branchenführer will Schulden abbauen. In: Börsen-Zeitung. 23. September 2009, S. 12.</ref><ref>Accor verkauft Billig-Hotels. In: Handelsblatt. 23. September 2009, S. 11.</ref> Dies wiederholte sich im Jahr 2017.<ref>AccorHotels announces a relaunch plan for the Hotel F1 brand. In: Hospitality Net. 9. März 2017, abgerufen am 20. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2016 zählten die Häuser der Kette sieben Millionen Gäste.<ref name=":4" />

Standorte

In den letzten Jahren wurde die internationale Präsenz von Hotel F1 schrittweise zurückgebaut. Viele Hotels der Kette kamen unter das Dach anderer Marken von Accor, beispielsweise Ibis budget. Heute ist Hotel F1 nur noch in Frankreich anzutreffen. Dort betreibt die Kette mit Stand 2022 etwa 150 Häuser.<ref name=standorte/> Zu den Standorten zählen sowohl touristische als auch städtische Destinationen. Hotel F1 ist unter anderem in allen zehn größten Städten Frankreichs vertreten.

Weblinks

Einzelnachweise

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