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Alix (Comic)

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Autor Jacques Martin
François Maingoval
Patrick Weber
Marco Venanzi
Michel Lafon
François Corteggiani
Géraldine Ranouil
Mathieu Breda
Pierre Valmour
David B.
Valérie Mangin
Roger Seiter
Zeichner Jacques Martin
Rafael Morales
Cédric Hervan
Christophe Simon
Ferry
Marco Venanzi
Marc Jailloux
Giorgio Albertini
Chrys Millien
Erstpublikation 1956 –
Ausgaben 44

Alix (Originaltitel: Alix) ist der Titelheld der gleichnamigen frankobelgischen Comicserie, die Jacques Martin 1948 im belgischen Comicmagazin Tintin begann. Als eine der wenigen Serien aus dieser Zeit wird sie bis heute fortgesetzt. Seit 1956 wurden mehr als sieben Millionen Alben verkauft.

Handlung

Alix Graccus ist der Sohn eines gallischen Häuptlings, der als Sklave über den Orient nach Rom kommt, wo er aufgrund seiner Tapferkeit von Honorus Galla Graccus adoptiert wird. In der Gunst von Cäsar stehend, wird er für Missionen auserwählt, die ihn bis an die Grenzen der damals bekannten Welt führen. Auf seinen Reisen wird er vom jungen Ägypter Enak begleitet. Mehrfach bekämpft er die Intrigen des verschlagenen Arbaces und dessen Bruders Adrocles.

Hintergrund

Jacques Martin schrieb und zeichnete die Abenteuerreihe. Seine Nachfolger als Zeichner waren Rafael Morales, Cédric Hervan, Christophe Simon, Ferry, Marco Venanzi und Marc Jailloux. Für den Text waren nacheinander François Maingoval, Patrick Weber, Marco Venanzi, Michel Lafon, François Corteggiani und Géraldine Ranouil zuständig.

Die Serie erschien zwischen 1948 und 1980 in der belgischen<ref>Alix (1948–1980) in Tintin (Belgien) auf bdoubliees.com (französisch)</ref> und von 1948 bis 1985 in der französischen<ref>Alix (1948–1985) in Tintin (Frankreich) auf bdoubliees.com (französisch)</ref> Ausgabe von Tintin. Le Lombard begann 1956 mit der Albenausgabe, die 1965 von Casterman weitergeführt wurde.<ref>Alix auf bedetheque.com (französisch)</ref> Carlsen und Feest veröffentlichten einen Teil der Alben im deutschen Sprachraum.<ref>Alix (1974–1989) auf comicguide.de</ref> Die ersten zwei Episoden lieferte Feest in der Reihe Abenteuer Classics nach.<ref>Alix (1988–1989) in Abenteuer Classics (2–3) bei Feest auf comicguide.de</ref> Casterman und Kult gaben eine Neuauflage heraus.<ref>Alix (1998–) auf comicguide.de</ref> Von 2017 bis 2019 erschien beim Egmont Ehapa Verlag eine sechsbändige Gesamtausgabe der Reihe, die die ersten 20 Alben umfasst.<ref>Comic Guide: Alix Gesamtausgabe. Abgerufen am 11. Juli 2025.</ref> Kult Comics bringt seit 2021 eine neue Gesamtausgabe, die allen Alben enthalten soll, heraus.<ref>Alix. Abgerufen am 11. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit 2013 erscheint beim Splitter Verlag die Sequelserie Alix Senator.<ref>Alix Senator Bd. 1: Die blutigen Flügel. Abgerufen am 22. April 2017.</ref>

Alben

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  • Alix, der Kühne (1/1956)
  • Die goldene Sphinx (2/1956)
  • Die verfluchte Insel (3/1957)
  • Die Tiara des Oribal (4/1958)
  • Die schwarze Kralle (5/1959)
  • Die verlorenen Legionen (6/1965)
  • Der letzte Spartaner (7/1967)
  • Das Etruskergrab (8/1968)
  • Der zornige Gott (9/1970)
  • Iorix, der Große (10/1972)
  • Der Prinz vom Nil (11/1974)
  • Der Sohn von Spartacus (12/1975)
  • Der Geist von Karthago (13/1977)
  • Im Rachen des Vulkans (14/1978)
  • Der Griechenjunge (15/1980)
  • Der Turm zu Babel (16/1981)
  • Der Kaiser von China (17/1983)
  • Vercingetorix (18/1985)
  • Das trojanische Pferd (19/1988)
  • O Alexandria (20/1996)
  • Die Barbaren (21/1998)
  • Der Fall des Ikarus (22/2001)
  • Der Jadefluss (23/2003)
  • Roma, Roma … (24/2005)
  • Es war in Khorsabad (25/2006)
  • Der Iberer (26/2007)
  • Der Dämon von Pharos (27/2008)
  • Die versunkene Stadt (28/2009)
  • Das Testament Cäsars (29/2010)
  • Die Baal-Verschwörung (30/2011)
  • Der Schatten des Serapis (31/2012)
  • Die letzte Eroberung (32/2013)
  • Britannia (33/2014)
  • Par-delà le Styx (34/2015)
  • L’Or de Saturne (35/2016)
  • Le Serment du gladiateur (36/2017)
  • Veni Vidi Vici (37/2018)
  • Les Helvètes (38/2019)
  • Le Dieu sans nom (39/2020)
  • L’Œil du Minotaure (40/2021)
  • La Reine des Amazones (41/2023)
  • Le Bouclier d’Achille (42/2023)
  • Le Gardien du Nil (43/2024)
  • Le Royaume interdit (44/2025)

Rezeption

Für Marcel Feige ist Alix trotz „der immensen Textlastigkeit [...] ein Meilenstein französisch-belgischer Comic-Geschichte“.<ref>Marcel Feige: Das kleine Comic-Lexikon. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2005, ISBN 3-89602-544-9, S. 43.</ref> Laut Franco Fossati sei es „dem Autor nicht nur hervorragend gelungen, die politischen und militärischen Gegebenheiten jener Epoche heraufzubeschwören“, er gäbe „auch das Alltagsleben ebenso detailgetreu wie anschaulich wieder“.<ref>Franco Fossati: Das grosse illustrierte Ehapa-Comic-Lexikon. Ehapa Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-7704-0865-9, S. 12.</ref> Andreas C. Knigge hebt einerseits die Detailgenauigkeit und Martins Bemühung um größtmögliche historische Authentizität hervor.<ref>Andreas C. Knigge: Comics. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1996, ISBN 3-499-16519-8, S. 191.</ref> Andererseits führt Knigge in seinem Buch Sex im Comic aufgrund des mädchenhaften Aussehens Enaks sowie des Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Enak und Alix bei gleichzeitiger Misogynie des Titelhelden den Comic als Beispiel für die Darstellung latenter Homosexualität.<ref>Andreas C. Knigge: Sex im Comic. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main; Berlin 1985, ISBN 3-548-36518-3, S. 243–244.</ref> Gemeinsam mit Achim Schnurrer behauptet Knigge sogar, dass sich „Martins Ängste vor dem weiblichen Geschlecht [...] in den Träumen seines Helden“ widerspiegelten.<ref>Andreas C. Knigge, Achim Schnurrer: Bilderfrauen, Frauenbilder. Eine kommentierte Bilddokumentation über das Bild der Frau im Comic. Hannover 1979, ISBN 3-88464-010-0, S. 30.</ref> Mit Bezug auf die Antike sieht Harald Havas in Alix die „bekannteste [...] Serie“.<ref>Harald Havas: Comic Welten. Geschichte und Struktur der neunten Kunst. Edition Comic Forum 1992, ISBN 3-900390-61-4, S. 110.</ref>

Literatur

  • Patrick Gaumer: Dictionnaire mondial de la BD. Larousse, Paris 2010, ISBN 978-2-03584-331-9.

Weblinks

  • Alix auf lejournaldetintin.free.fr

Einzelnachweise

<references />