Zum Inhalt springen

Hinternah

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 20:09 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Hinternah
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1500)&title=Hinternah 50° 31′ N, 10° 48′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1500) 50° 31′ 5″ N, 10° 47′ 37″ O
 {{#coordinates:50,518055555556|10,793611111111|primary
dim=10000 globe= name=Hinternah region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 411 m ü. NHN
Fläche: 6,04 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Hinternah, Stadt Schleusingen. In: GEOindex. Abgerufen im Dezember 2025.</ref>
Einwohner: ca. 1500<ref>Ortsteil Hinternah. In: Webauftritt. Stadt Schleusingen, abgerufen im Dezember 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 248 Einwohner/km²
Eingemeindung: 16. Oktober 1993
Eingemeindet nach: Nahetal
Postleitzahl: 98553
Vorwahl: 036841
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Hinternah ist Ortsteil der Stadt Schleusingen im Landkreis Hildburghausen in Thüringen.

Geografie

Hinternah liegt etwa drei Kilometer östlich der Stadt Schleusingen auf einer Höhe von 400 bis 450 Metern im Tal der Nahe, die vom Rennsteig durch Schmiedefeld am Rennsteig, Schleusingerneundorf und Schleusingen in die Schleuse fließt.

Geschichte

Hinternah wurde erstmals 1189 urkundlich erwähnt. Der Ortsname nimmt Bezug auf den Fluss Nahe. Der Ort war einst im Besitz der Grafen von Henneberg, Besitz am Ort hatten außerdem das Kloster Veßra und das Kloster Frauenwald. Hinternah gehörte zum hennebergischen, später Sachsen-Zeitzer, dann kursächsischen Amt Schleusingen. Der Ort hatte um 1500 rund 180 Einwohner, im Jahr 1611 waren es etwa 650.

Im Dreißigjährigen Krieg ging die Einwohnerzahl auf etwa 180 Personen zurück, und es dauerte rund 200 Jahre bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, bis wieder die Einwohnerzahl von vor dem Dreißigjährigen Krieg erreicht war. Die Einwohner fanden ihr Auskommen in Forstwirtschaft, Viehzucht und Weinhandel. Daneben bestanden mehrere Mühlen, darunter Schneidmühlen und ein Eisenhammer.

1815 kam Hinternah vom Königreich Sachsen an den Kreis Schleusingen der neugebildeten preußischen Provinz Sachsen, bei dem der Ort bis 1945 verblieb. Von 1900 bis 1926 gab es am Ort außerdem eine Glashütte, aus den Schneidmühlen wurden Sägewerke. 1911 wurden 1177 Einwohner gezählt. Da sich am Ort keine nennenswerte Industrie entwickelte, waren bereits um 1900 zahlreiche Einwohner in den Fabriken der umliegenden Orte tätig.

1945 wurde der Ort Teil des Landes Thüringen. Er wechselte 1950 in den Landkreis Hildburghausen, der 1952–1990 zum DDR-Bezirk Suhl gehörte. Auch zu DDR-Zeiten wurde im Ort hauptsächlich Vieh-, insbesondere Hühnerhaltung betrieben. Seit 1953 ist Hinternah anerkannter Erholungsort und erhielt in der DDR zweimal den Titel Das schöne sozialistische Dorf.

Am 16. Oktober 1993 wurde Hinternah in die neue Gemeinde Nahetal eingegliedert.<ref>Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7</ref> Diese schloss sich am 1. August 1996 mit anderen Orten zur Einheitsgemeinde Nahetal-Waldau zusammen.<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.1996</ref> Diese wurde wiederum am 6. Juli 2018 nach Schleusingen eingemeindet.<ref>Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7/2018 vom 5. Juli 2018, S. 274</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Hinternah-Brandtsköppshaus.jpg
Brandsköppshaus

Verkehr

Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 4 von Ilmenau über Schleusingen nach Coburg. Die Anschlussstelle Schleusingen an der Bundesautobahn 73 nach SuhlErfurt und nach Coburg – Nürnberg ist etwa zwei Kilometer entfernt.

Hinternah hatte seit 1904 einen Haltepunkt an der Rennsteigbahn, auf der seit 1998 kein regulärer Personenverkehr mehr stattfindet. Heute wird sie bei unregelmäßig stattfindenden Sonderfahrten von den Dampfbahnfreunden Mittlerer Rennsteig befahren. Die nächstgelegenen regulär bedienten Bahnhöfe sind der Bahnhof Rennsteig (nur an Wochenenden) und der Bahnhof Suhl.

Im Busverkehr ist der Ort in das Liniennetz des WerraBus, einer Marke der RBA Regionalbus Arnstadt GmbH, integriert. Auf der Linie 202 bestehen Verbindungen nach Schmiedefeld am Rennsteig, Schleusingerneundorf, Schleusingen und Hildburghausen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Linienfahrpläne des WerraBus (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. April 2023 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.werrabus.de</ref>

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Mit Hinternah verbundene Persönlichkeiten

Literatur

  • Johann Christoph Waltz: Chronik des Pfarrsprengels Hinternah. Verlag Frankenschwelle, Hildburghausen 2005, ISBN 978-3-86180-180-1

Weblinks

Commons: Hinternah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein