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Ullrich Fichtner

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. November 2025 um 18:54 Uhr durch imported>Apokatastasis1 (Leben und Wirken: Buchtitel einheitlich kursiv formatiert. Aktuelles Buch: https://www.penguin.de/buecher/ullrich-fichtner-die-macht-der-musik/buch/9783421070487).
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Ullrich Fichtner, 2013 in Frankfurt am Main

Ullrich Fichtner (* 8. Mai 1965 in Hof) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Leben und Wirken

Ullrich Fichtner machte nach seinem Abitur zunächst ein Volontariat bei der Frankenpost in Hof und studierte anschließend Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in Bremen und Berlin. Parallel zu seinem Studium arbeitete er für den Weser-Kurier, die Frankfurter Rundschau und die Nachrichtenagentur Associated Press.

Seine erste Festanstellung führte ihn zur Wendezeit in das Berliner Büro der Associated Press. 1994 wurde er Nachrichtenredakteur bei der Frankfurter Rundschau, ab 1996 einer der Korrespondenten in Berlin. Von 2000 bis 2001 schrieb er für das Zeit-Dossier und seit 2001 ist er Reporter beim Spiegel. Mit seinem 2004 veröffentlichten Buch Tellergericht. Die Deutschen und das Essen wurde Fichtner einem breiten Publikum bekannt. In den Jahren 2011 und 2012 war er Auslandskorrespondent in New York und von Februar 2014 bis März 2016 leitete er gemeinsam mit Matthias Geyer das Gesellschaftsressort. Ab April 2016 war er, wie schon in den Jahren 2002 bis 2010, Reporter des Gesellschaftsressorts mit Dienstsitz in Paris.

Ab dem 1. Januar 2019 sollte er gemeinsam mit Steffen Klusmann und Barbara Hans die Chefredaktion bilden.<ref>"Spiegel"-Chef Brinkbäumer abgesetzt - Steffen Klusmann kommt tagesspiegel.de, 22. August 2018</ref> Seine Ernennung wurde allerdings bis zum Abschluss der Untersuchung des Fälschungsskandals um Claas Relotius ausgesetzt.<ref>Teile der designierten "Spiegel"-Führung lassen Verträge ruhen sueddeutsche.de, 28. Dezember 2018</ref> Als Leiter des Gesellschaftsressorts hatte er Relotius 2014 zum Spiegel geholt und bis 2016 seine Arbeiten betreut.<ref>Hat der Spiegel ein Compliance-Problem? / Debatte um Verantwortung für Relotius-GAU horizont.net, 27. Dezember 2018</ref><ref>Stolpert Print-Chef Ullrich Fichtner über die Relotius-Affäre? Der Spiegel und die offenen Fragen im Betrugsskandal meedia.de, 27. Dezember 2018</ref> Am 20. März 2019 teilte der Spiegel-Verlag mit, dass Fichtner, auch wenn er laut der Untersuchungsergebnisse keine persönliche Schuld an den Betrugsfällen trägt, auf die Position des Chefredakteurs verzichtet. Als Reporter mit besonderen Aufgaben bleibt er aber an die Chefredaktion angebunden.<ref>Konsequenz aus Relotius-Affäre: designierter Spiegel-Chefredakteur Ullrich Fichtner bekommt Posten nicht meedia.de, 20. März 2019</ref> Im Abschlussbericht der Untersuchung wurde ihm vorgeworfen, er sei Hinweisen nicht nachgegangen und habe die Aufklärung verzögert.<ref>Der Fall Relotius spiegel.de, 25. Mai 2019</ref><ref>„Die Reaktionen waren langsam und mangelhaft“ welt.de, 24. Mai 2019</ref><ref>Warum der Relotius-Bericht für den „Spiegel“ so verheerend ist uebermedien.de, 24. Mai 2019</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen

Veröffentlichungen

  • Tellergericht. Die Deutschen und das Essen. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2004, ISBN 3-421-05586-6.
  • Billionenpoker. Wie Banken und Staaten die Welt mit Geld überschwemmen – und uns arm machen. (Hrsg.), Deutsche Verlags-Anstalt, München 2012, ISBN 978-3-421-04576-8.
  • Geboren für die großen Chancen: Über die Welt, die unsere Kinder und uns in Zukunft erwartet. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2023, ISBN 978-3-421-07015-9.
  • Die Macht der Musik. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2025, ISBN 978-3-421-07048-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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