Zum Inhalt springen

Stausee Ferden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. Februar 2026 um 22:40 Uhr durch imported>Peteremueller (1000er-Trennzch. nach Anpassung der Vorlage durch Infobox, Typos, Format).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Stausee Ferden
Datei:Lonzastausee k.jpg
Lage Kanton Wallis, Schweiz
Zuflüsse Lonza, diverse Bergbäche
Abfluss Lonza
Grössere Orte am Ufer Ferden
Koordinaten 624507 / 137429Koordinaten: 46° 23′ 16″ N, 7° 45′ 26″ O; CH1903: 624507 / 137429
 {{#coordinates:46,387777777778|7,7572222222222|primary
dim=1000 globe= name= region=CH-VS type=waterbody
  }} 
Daten zum Bauwerk

Sperrentyp Bogenstaumauer
Bauzeit 1975
Höhe des Absperrbauwerks 67 m
Höhe der Bauwerkskrone 1314 m ü. M.
Bauwerksvolumen 34'000 m³
Kronenlänge 126 m
Betreiber KW Lötschen AG, Steg
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 10,6 ha
Stauseelänge 1 km
Speicherraum 1'890'000 m³
Einzugsgebiet 139,2 km²
Bemessungshochwasser 80 m³/s
Quellen:<ref>Geschichtliches zum Lötschental von 1900–1999 auf loetschen.de.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kraftwerk Lötschen AG (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive) auf enalpin.com.</ref>

Der Stausee Ferden ist ein Stausee an der Lonza im Lötschental. Sein Wasserspiegel liegt bei Vollstau auf 1311 m ü. M.<ref name="enalpin">Lötschen AG. Abgerufen am 2. Juni 2025.</ref> Der See liegt zwischen den beiden Ortschaften Ferden und Goppenstein im Kanton Wallis und gehört zur Gemeinde Ferden.

Wetterschäden

Eine durch heftige Schneefälle ausgelöste Lawine im Februar 1999 hatte zwar keine direkten Zerstörungen an der Staumauer hinterlassen, gefährdete aber auf der Luftseite den Abfluss. Zudem wurde die Zugangsgalerie stark beschädigt.<ref>Ralf Braun, Hans P. Kollar, Walter Hauenstein, Wolfgang Hennegriff: Stromwirtschaft im Klimawandel: Auswirkungen der Klimaveränderung auf die Erzeugung von Strom. Facultas, 2009, ISBN 978-3-7089-0436-8, S. 41 (online).</ref>

Kraftwerk Lötschen

Der Stausee ist Teil des Kraftwerks Lötschen der Kraftwerk Lötschen AG. Zu diesem gehört ausser dem See die in 647 m Höhe gelegene Zentrale zur Stromerzeugung. Das angestaute Wasser gelangt über einen 6,85 km langen Druckstollen ins Krafthaus. Dort produzieren zwei Pelton-Turbinen mit einer Nenndrehzahl von 500/min und Generatoren mit einer installierten elektrischen Leistung von zusammen 120 MW im Mittel 328 GWh Strom pro Jahr. Die Fallhöhe beträgt circa 660 m und die Ausbauwassermenge 21,5 m³/s.<ref name="enalpin" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kraftwerk Lötschen AG. Zentrale (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive) auf enalpin.com.</ref>

Durch ein Unwetter im Jahr 2011 musste die Stromerzeugung eingestellt und die Turbinen ausgetauscht werden.<ref>Remy Bütler: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verstopfter Stausee im Wallis (Memento vom 31. Oktober 2011 im Internet Archive). In: SRF Tagesschau. 28. Oktober 2011.</ref>

Angesichts des erwarteten Bergsturzes von Blatten wurde der Stausee im Mai 2025 vorsorglich abgelassen. Aufgrund der extremen Verschmutzung des Lonzawassers mit Bergsturzmaterial musste die Stromgewinnung am 30. Mai, zwei Tage nach der Katastrophe, eingestellt werden.<ref>Bundesrätin Keller-Sutter: «Ihr seid nicht allein». In: Nau.ch. 30. Mai 2025, abgerufen am 30. Mai 2025.</ref> Der stellvertretende Direktor der Enalpin AG, Martin Gattlen, rechnete Anfang Juni 2025 mit Monaten bis mehreren Jahren, bis ein vollständiger Normalbetrieb wieder möglich ist.<ref>Bergsturz in Blatten VS. Stromproduktion in Ferden: «Wird Monate bis Jahre dauern». In: SRF News. 2. Juni 2025, abgerufen am 2. Juni 2025.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />