Raghu Rai
Raghu Rai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 18. Dezember 1942 in Jhang, Britisch-Indien, heute Pakistan; † 26. April 2026 in Neu-Delhi, Indien) war ein indischer Fotograf und Fotojournalist. Er begann seine Karriere 1965<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biographie von Raghu Rai bei Greenpeace ( vom 19. September 2016 im Internet Archive) (italienisch).</ref> und wurde zu einem der einflussreichsten Fotografen seines Landes. Im Jahr 1972 erhielt er den Padma Shri für seine Fotografien des Indisch-Pakistanischen Kriegs von 1971, der zur Entstehung Bangladeschs führte.<ref name="NYT-2026">Jin Yu Young; Suhasini Raj: Raghu Rai, Photographer Who Captured Modern India, Dies at 83. In: The New York Times. 27. April 2026, abgerufen am 28. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1992 wurde er für seine im National Geographic Magazine veröffentlichte Arbeit Human Management of Wildlife in India als „Fotograf des Jahres“ ausgezeichnet.<ref>Raghu Rai • Photographer Profile • Magnum Photos. Abgerufen am 3. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Leben
Raghunath Rai Chowdhry wurde 1942 in Jhang in der Provinz Punjab im ehemaligen Britisch-Indien geboren; seit der Teilung Indiens 1947 liegt der Ort in Pakistan.<ref name="NYT-2026" /> Ursprünglich zum Bauingenieur ausgebildet, wandte er sich 1965 im Alter von 23 Jahren der Fotografie zu.<ref name="NYT-2026" /> Seine Affinität zur Fotografie bekam er durch seinen älteren Bruder, der bereits als etablierter Fotograf tätig war.<ref>Elizabeth Day: Raghu Rai - Interview In: The Guardian. 17. Januar 2010.</ref> 1966 wurde er Chef-Fotograf der in Neu-Delhi erscheinenden englischsprachigen Zeitung The Statesman.<ref name="NYT-2026" /> 1976 wechselte er als Bildredakteur zur in Kalkutta (dem heutigen Kolkata) erscheinenden Wochenzeitschrift Sunday; 1980 ging er zu India Today, wo er als Fotograf und Bildredakteur arbeitete.<ref name="NYT-2026" /> Mit Unterstützung von Henri Cartier-Bresson, dessen Werk ihn dauerhaft beeinflusste, wurde Rai 1977 Mitglied der renommierten Agentur Magnum Photos.<ref name="BBC-2026">Abhishek Dey: Remembering Raghu Rai: The photographer who showed India to itself. In: BBC News. 27. April 2026, abgerufen am 28. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1982 bis 1992 arbeitete Rai für das Magazin India Today als fotografischer Direktor. Von 1990 bis 1997 war er Mitglied der Jury von World Press Photo.
Rai lebte und arbeitete in Neu-Delhi. Einzelausstellungen seiner Werke waren 1997 und 2008 in der National Gallery of Modern Art in Neu-Delhi, 2001 im Bunkamura in Tokio und 2004 in den Musei Capitolini in Rom zu sehen. Daneben wurden seine Fotografien auch in Mailand im Museo Civico di Storia Naturale di Milano, in der Fotogalerie CoalMine in Winterthur, im Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires, in der Prager Leica Gallery und auf dem Fotofestival Rencontres d’Arles gezeigt.<ref>Katalog zur Ausstellung Where Three Dreams Cross: 150 Years of Photography from India, Pakistan and Bangladesh in der Whitechapel Art Gallery (London) und dem Fotomuseum Winterthur, 2010, ISBN 978-3-86930-138-9, S. 350.</ref> Rai starb am 26. April 2026 in Neu-Delhi im Alter von 83 Jahren.<ref>Tom May: RIP Raghu Rai: India’s greatest documentary photographer dies aged 83. In: Digital Camera World. 26. April 2026, abgerufen am 26. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zu den Hinterbliebenen gehörten seine Ehefrau Gurmeet Sangha Rai, seine Töchter Purvai, Avani und Lagan sowie sein Sohn Nitin.<ref name="NYT-2026" />
Werk
Rais Werk gilt als visuelle Chronik des modernen Indien und umfasst politische Reportage, Porträt, Alltagsbeobachtung, religiöse Themen, Landschaften und städtisches Leben.<ref name="BBC-2026" /><ref name="NYT-2026" /> Er fotografierte bedeutende politische Ereignisse und gesellschaftliche Umbrüche ebenso wie Alltagsszenen am Taj Mahal, an Bahnhöfen in Mumbai und an anderen Orten des öffentlichen Lebens.<ref name="NYT-2026" /> Von den 1960er- bis in die 1980er-Jahre begleitete er Indira Gandhi fotografisch durch Wahlkämpfe, Parteisitzungen, internationale Begegnungen und die Zeit innenpolitischer Krisen einschließlich des Ausnahmezustands.<ref name="BBC-2026" /><ref name="NYT-2026" /> Zu den von ihm porträtierten Persönlichkeiten gehörten außerdem Mutter Teresa, der Dalai Lama, Lata Mangeshkar, Satyajit Ray, M. F. Husain und Amitabh Bachchan.<ref name="BBC-2026" /><ref name="NYT-2026" />
Besonders bekannt wurden seine Fotografien des Bhopalunglücks von 1984, darunter die Aufnahme Burial of an Unknown Child, welche das Gesicht eines von Erde bedeckten toten Kindes zeigt.<ref name="NYT-2026" /> Rai kehrte zur Dokumentation der langfristigen Folgen der Katastrophe immer wieder nach Bhopal zurück.<ref name="NYT-2026" /> In einem späteren Dokumentarprojekt für Greenpeace International zeigte er seine Bhopal-Arbeiten und die Aufarbeitung der fortwirkenden Folgen für die Überlebenden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biographie von Raghu Rai bei Greenpeace ( vom 19. September 2016 im Internet Archive) (italienisch).</ref> Zu seinen eindringlichen Reportagen zählen auch Arbeiten über die Jahre der militanten Gewalt im Punjab in den 1980er-Jahren, darunter ein Porträt des Sikh-Separatistenführers Jarnail Singh Bhindranwale.<ref name="BBC-2026" />
Rais Fotografien wurden häufig als Mischung aus Reportage und Kunst beschrieben, weil sie journalistische Unmittelbarkeit mit sorgfältiger Komposition kombinierten.<ref name="BBC-2026" /> Er beschrieb Fotografie als eine spirituelle Auseinandersetzung mit der Welt, bei welcher die Energie eines Augenblicks wichtiger sei als bloße Technik.<ref name="BBC-2026" /> Sein Archiv kann deshalb sowohl als Dokumentation historischer Ereignisse, als auch als fortlaufende Beobachtung des Alltags, der Widersprüche und der kulturellen Vielfalt Indiens verstanden werden.<ref name="BBC-2026" />
Auszeichnungen
- 1972: Padma Shri für seine Fotografien zum Indisch-Pakistanischen Krieg von 1971 und zur Entstehung Bangladeschs<ref name="NYT-2026" />
- 1992: Fotograf des Jahres für Human Management of Wildlife in India<ref>Raghu Rai • Photographer Profile • Magnum Photos. Abgerufen am 3. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 2009: Ordre des Arts et des Lettres des französischen Kulturministeriums<ref name="NYT-2026" />
- 2017: Preis für sein Lebenswerk der indischen Regierung<ref name="NYT-2026" />
Publikationen (Auswahl)
- 1971: Mother Teresa – Faith & Compassion (1971, 1996)
- 1971: Indira Gandhi (1971, 1985)
- 1977: Bihar shows the way
- 1984: The Sikhs (1984, 2002)
- 1985: Raghu Rai’s Delhi (1985, 1992)
- 1985: India (1985)
- 1986: Taj Mahal (1986)
- 1989: Calcutta (1989)
- 1991: Khajuraho (1991)
- 1991: Tibet in Exile (1991)
- 1995: My land and it’s people (1995)
- 1996: Lakshadweep (1996)
- 1998: Men Metal and Steel (1998)
- 2000: Madhya Pradesh (2000)
- 2004: Indira Gandhi – A living legacy (2004)
- 2004: Mother Teresa – A life of dedication (2004)
- 2007: India notes (2005) curated by Magnum Photos
- 2007: Raghu Rai’s India – Reflections in Black & White (2007)
- 2008: Raghu Rai’s India – Reflections in Colour (2008)
- 2008: Calcutta – Kolkata – 2008
- 2008: Delhi – Contrast and confluences – 2008
- 2009: Tibet in Exile – 2009
- 2010: India’s Great Masters – a Photographic journey into the heart of classical music – 2010
- 2010: Bombay – Mumbai – where dreams don’t die – 2010
- 2010: The Indians – 150 years of portraiture in India – 2010
- 2010: Varanasi – Portrait of a Civilization – 2010
Weblinks
- Literatur von und über Raghu Rai im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Vorlage:IMDb/1
- Vorlage:Photo
- Magnum Photos
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Raghu Rai ( vom 28. Juni 2015 im Internet Archive) bei World Photography
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Auge Indiens – Raghu Rai, Meisterfotograf ( vom 14. Juli 2020 im Internet Archive) in der Mediathek von Arte.TV
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Raghu Rai Portrait bei Aicon Gallery ( vom 1. Juli 2012 im Internet Archive)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. bei canonedge.com
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rai, Raghu |
| ALTERNATIVNAMEN | ਰਘੂ ਰਾਏ (Panjabi) |
| KURZBESCHREIBUNG | indischer Fotograf und Fotojournalist |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1942 |
| GEBURTSORT | Jhang, Britisch-Indien |
| STERBEDATUM | 26. April 2026 |
| STERBEORT | Neu-Delhi |