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John Casablancas

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John Casablancas (* 22. Dezember 1942 in New York, USA; † 20. Juli 2013 in Rio de Janeiro, Brasilien) wurde als Gründer von Elite Model Management bekannt.<ref>John Casablancas, Pioneering Supermodel Agent, Dies at 70. In: The Hollywood Reporter. 20. Juli 2013, abgerufen am 9. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben und Karriere

John Casablancas, geboren 1942 in Manhattan, kam als Sohn spanischer Einwanderer zur Welt. Seine Eltern hatten Spanien während des Bürgerkriegs in den 1930ern verlassen. Die Familie begründete ihren Wohlstand auf dem von seinem Großvater Fernando Casablancas gegründeten Familienunternehmen, das Maschinen für die Textilindustrie herstellte. Er wuchs in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Europa auf.<ref name=":0" />

Casablancas besuchte das teure Privatinternat Le Rosey in der Schweiz und studierte erfolglos an mehreren europäischen Universitäten. In den 1960ern akzeptierte er eine Arbeitsstelle als Marketingmanager bei Coca-Cola in Brasilien, die ihm von einem Freund der Familie vermittelt wurde.<ref name=":0" /> Eine zu dieser Zeit geschlossene erste Ehe scheiterte innerhalb weniger Jahre, das einzige Kind dieser Verbindung ist die Schmuckdesignerin Cecile Casablancas.<ref>Modeling Agency Mogul John Casablancas Dies at 71 in Brazil, Discovered Gisele & Others. In: HispanicallySpeakingNews.com. 20. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Juli 2013; abgerufen am 9. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1967 arbeitete Casablancas in Paris als PR-Manager für ein Architekturbüro, als er die neunzehnjährige Jeanette Christjansen traf. Er begann eine Affäre mit Christjansen, die als Miss Denmark in die Stadt gekommen und mit ihrer Modelagentur unzufrieden war. In der Folge gründete Casablancas zunächst 1969 die Agentur Elysée 3, die Photographen und Models vertreten sollte, aber rasch wieder den Betrieb einstellte.<ref name=":0" /> Zusammen mit seinem ehemaligen Klassenkollegen in Le Rosey, Alain Kittler, gründete Casablancas 1972 Elite Model Management in Paris.

Elite stieg rasch zu den führenden Agenturen in der Branche auf und prägte diese bis in die 1990er. Casablancas gilt als "Entdecker" und Förderer mehrerer Models, die als "Supermodels" weltweit bekannt wurden – etwa Cindy Crawford, Naomi Campbell und Linda Evangelista.<ref name=":1">John Casablancas obituary: Agent whose company, Elite, ushered in the era of the supermodel. In: The Independent. 26. Juli 2013, abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er gilt als Entdecker und Förderer der Karriere des Topmodels Gisele Bündchen. John Casablancas selbst war früher auf den Laufstegen der Modewelt tätig. Casablancas sagte in Interviews, wichtig in der Fashion-Industrie seien Models, die "aufregend" seien und "etwas zu sagen haben"; keine Katalogmodels, die an Disney-Prinzessinnen erinnerten. Elite wurde bekannt als Agentur, die Models "mit Persönlichkeit und Sex Appeal" vermittelte.<ref name=":0" />

Casablancas heiratete Jeanette Christjansen 1978, aus dieser Ehe ging Sohn Julian Casablancas hervor, der später Frontmann der Band The Strokes werden würde.

Casablancas wird zugeschrieben, die Modelindustrie durch eine stärkere Sexualisierung der Models geprägt zu haben.<ref>John Casablancas obituary: Agent whose company, Elite, ushered in the era of the supermodel. 26. Juli 2013, abgerufen am 12. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er wurde wiederholt dafür kritisiert, Geschlechtsverkehr mit jungen und minderjährigen Models gehabt zu haben. Seine Affäre mit Stephanie Seymour im Jahr 1983, als er 41 und sie 15 Jahre alt war, beendete Casablancas Ehe mit Christjansen.<ref name=":0" /> Laut dem Independent sprach Casablancas offen über seine Vorliebe für junge Erwachsene, die eben erst volljährig seien – „child women“, wie er sie nannte.<ref name=":1" /> Der Guardian berichtete 2020, Casablancas habe ebenso wie Männer in seinem Umkreis den Nachwuchswettbewerb Elite Look of the Year genutzt, um Sex mit schutzbedürftigen jungen Models zu haben. Im Bezug auf den Wettbewerb gäbe es zudem Vorwürfe von sexueller Belästigung, Ausbeutung und Vergewaltigung. 2003 wies das Oberste Gericht des Bezirks Los Angeles eine Klage wegen sexuellen Missbrauchs ab, die eine ehemalige Teilnehmerin des Wettbewerbs „Look of the Year“ gegen Casablancas erhoben hatte, da er nicht in Kalifornien ansässig war.<ref>Lucy Osborne, Harry Davies, Stephanie Kirchgaessner: Teen models, powerful men and private dinners: when Trump hosted Look of the Year. In: The Guardian. 14. März 2020, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 12. März 2026]).</ref>

1993 heiratete er ein drittes Mal. Seine dritte Frau, Aline Wermelinger, hatte er beim Elite Look of the Year Wettbewerb im Vorjahr getroffen, als sie 17 Jahre alt war.<ref name=":0" />

1999 kam es zu einem öffentlichten Skandal, nachdem die BBC eine Dokumentation ausstrahlte, die heimlich aufgezeichnete Gespräche von zwei Elite-Managern zeigte, wie sie übergriffige bzw. rassistische Aussagen tätigten. Elite klagte in der Folge die BBC, und es kam zu einer außergerichtlichen Einigung. Im Zuge dieses Skandals verließ John Casablancas im Jahr 2000 Elite Modeling, und zog mit seiner Frau Aline Wermelinger nach Rio de Janeiro.

Er stand dem John Casablancas Modeling and Career Center vor, das zahlreiche Niederlassungen in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Italien und Indonesien unterhält.

Er starb am 20. Juli 2013 im Alter von 70 Jahren in Rio de Janeiro.<ref name=":0">Eric Wilson: John Casablancas, Modeling Visionary, Dies at 70. In: The New York Times. 20. Juli 2013, abgerufen am 9. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Der Vater der Supermodels ist tot. In: Stern.de. 22. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Juli 2013; abgerufen am 9. September 2021.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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