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Hoodia

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Hoodia
Datei:Hoodia gordonii P1010383.JPG

Hoodia gordonii am Standort in der Karoo

Systematik
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae)
Tribus: Ceropegieae
Untertribus: Stapeliinae
Gattung: Hoodia
Wissenschaftlicher Name
Hoodia
Sweet ex Decne.

Die Gattung Hoodia (Syn.: Trichocaulon <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.) gehört zur Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Die Arten der Gattungen gehören wie Arten vieler Gattungen des Untertribus Stapeliinae zu denen, die im Deutschen Aasblumen genannt werden. Einige Arten werden medizinisch genutzt (siehe Hoodia gordonii). Die Gattung ist nach dem britischen Arzt und Sukkulentensammler William Chamberlain Hood (1790–1879) benannt.<ref name="Burkhardt2018" />

Beschreibung

Datei:Hoodia gordonii GS431.png
Hoodia gordonii, Illustration
Datei:Hoodia juttae (7516914440).jpg
Hoodia juttae
Datei:Hoodia officinalis1MABJ.jpg
Hoodia officinalis
Datei:Hoodia parviflora 2134.jpg
Hoodia parviflora
Datei:Hoodia pilifera subsp. pilifera 1DS-II 3-6211.jpg
Hoodia pilifera
Datei:Hoodia ruschii1MABJ.jpg
Hoodia ruschii

Die Pflanzen sind sukkulent und sehen im Habitus manchen Kakteen oder sukkulenten Euphorbia sehr ähnlich. Die Stämmchen sind niedrig oder doch selten über 60 cm hoch und immer kahl. Sie sind von der Basis her verzweigt mit vielrippigen, dicken Stämmchen, deren Blattpolster in eine scharfe Dornenspitze auslaufen.

Die fünfzähligen Blüten der meisten Arten sind sehr groß. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen und enden mit fünf spitzen Zipfeln. Die fünf Kronblätter sind am Grunde verwachsen zu einer flach ausgebreiteten oder schüsselförmig vertieften Krone und haben meist rötliche Farben. Es werden Kapselfrüchte gebildet.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der südlichen Kap-Provinz über Namibia bis nach Angola und Botswana, es sind also Florenelemente der Capensis. Sie besiedeln trockene und niederschlagsarme (aride) Gebiete, steinige und sandig-lehmige Halbwüsten. Es sind sowohl Gebiete mit Sommer- als auch mit Winterregen. Die Zentren der Artenvielfalt sind Namibia (mit elf Arten) und Südafrika (mit neun Arten).

Taxonomie und Systematik

Die Gattung Hoodia wurde 1844 von Joseph Decaisne in A.P. de Candolle: Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis ... Band 8 Seite 664–665 erstbeschrieben. Decaisne übernahm den Namen von Robert Sweet.

Arten (Auswahl)

Es gibt etwa 13 (bis 20) Hoodia-Arten<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref><ref name="WCSP" />:

  • Hoodia alstonii <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Plowes (Syn.: Trichocaulon alstonii <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.): Sie kommt vom südlichen und südwestlichen Namibia bis zum Nordkap vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia currorii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hook.) Decne.: Mit zwei Unterarten:
    • Hoodia currorii subsp. currorii (Syn.: Hoodia macrantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Dinter, Hoodia gibbosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Nel): Sie kommt vom südwestlichen Angola bis Namibia vor.<ref name="WCSP" />
    • Hoodia currorii subsp. lugardii <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Bruyns (Syn.: Hoodia lugardii <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.): Sie kommt von Botswana bis Limpopo vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia dregei <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.: Sie kommt in der westlichen Capensis vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia flava <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Plowes (Syn.: Trichocaulon flavum <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.): Sie kommt vom südlichen Namibia bis zur westlichen Capensis vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia gordonii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Masson) Sweet ex Decne. (Syn.: Stapelia gordonii <templatestyles src="Person/styles.css" />Masson, Hoodia barklyi <templatestyles src="Person/styles.css" />Dyer, Hoodia burkei <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br., Hoodia longispina <templatestyles src="Person/styles.css" />Plowes): Sie kommt von Namibia bis zum Freistaat vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia juttae <templatestyles src="Person/styles.css" />Dinter: Sie kommt im südlichen Namibia vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia mossamedensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.C.Leach) Plowes (Syn.: Trichocaulon mossamedensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.C.Leach): Sie kommt im südwestlichen Angola vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia officinalis <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Plowes: Mit zwei Unterarten:
    • Hoodia officinalis subsp. delaetiana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dinter) Bruyns (Syn.: Hoodia delaetiana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dinter) Plowes): Sie kommt im südwestlichen Namibia vor.
    • Hoodia officinalis subsp. officinalis: Sie kommt vom südlich-zentralen und vom südlichen Namibia bis zum Freistaat vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia parviflora <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.: Sie kommt vom südwestlichen Angola bis zum nordwestlichen Namibia vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia pedicellata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Schinz) Plowes (Syn.: Trichocaulon pedicellatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Schinz): Sie kommt vom südwestlichen Angola bis zum nordwestlichen und westlich-zentralen Namibia vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia pilifera <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.f.) Plowes: Mit den Unterarten:
    • Hoodia pilifera subsp. annulata <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Bruyns (Syn.: Hoodia annulata <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Plowes): Sie kommt in der Capensis vor.<ref name="WCSP" />
    • Hoodia pilifera subsp. pilifera: Sie kommt in der Capensis vor.<ref name="WCSP" />
    • Hoodia pilifera subsp. pillansii <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Bruyns (Syn.: Hoodia grandis <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Plowes, Hoodia coleorum <templatestyles src="Person/styles.css" />Plowes, Hoodia pillansii <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br., Trichocaulon pillansii <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br.): Sie kommt in der westlichen Capensis vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia ruschii <templatestyles src="Person/styles.css" />Dinter: Sie kommt in Namibia vor.<ref name="WCSP" />
  • Hoodia triebneri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nel) Bruyns (Syn.: Hoodia foetida <templatestyles src="Person/styles.css" />Plowes, Trichocaulon triebneri <templatestyles src="Person/styles.css" />Nel): Sie kommt im zentralen Namibia vor.<ref name="WCSP" />

Artenschutz

Die Gattung Hoodia wurde im Jahr 2004 unter internationalen Artenschutz gestellt (13. Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen). Damit dürfen sowohl ganze Pflanzen als auch Teile und Erzeugnisse daraus (z. B. pharmazeutische Produkte/Nahrungsergänzungsmittel) nur gehandelt werden, wenn eine naturverträgliche Herkunft nachgewiesen wird. Verstöße gegen die bestehende Aus- bzw. Einfuhrgenehmigungspflicht können Bußgeld- und sogar Strafverfahren nach sich ziehen. Selbst im innereuropäischen Handel muss sowohl der Verkäufer als auch der Käufer belegen können, dass das Produkt oder die verarbeitete Pflanze mit den genannten Genehmigungen in die EU gelangt ist. Dies gilt auch bei Einkäufen über das Internet, insbesondere wenn die Sendung aus einem Nicht-EU-Staat kommt.<ref>Regelungen für den Handel mit geschützten Arten – Homepage Bundesamt für Naturschutz.</ref><ref>Verordnung (EG) Nr. 338/97 (EU-Artenschutz-Verordnung) in der konsolidierten Fassung vom 22. August 2005Vorlage:Abrufdatum (Hoodia auf S. 76 gelistet).</ref>

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP">Rafaël Govaerts (Hrsg.): HoodiaWorld Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 8. November 2017.</ref> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1]</ref> </references>

Weblinks

Commons: Hoodia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien