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Lanser See

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Lanser See
Datei:Lanser See.jpg
Der Lanser See von Westen
Geographische Lage Tirol, Österreich
Abfluss Lanser-See-Bach → Viller BachSill
Ufernaher Ort Lans
Daten
Koordinaten 47° 14′ 25″ N, 11° 25′ 6″ OKoordinaten: 47° 14′ 25″ N, 11° 25′ 6″ O
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Höhe über Meeresspiegel 840 m ü. A.
Fläche 2,7 ha<ref name="tiefenkarte">Landesvermessungsdienst: Tiefenkarte Lanser See (PDF; 1,2 MB).</ref>
Länge 220 m<ref name="tiefenkarte" />
Breite 160 m<ref name="tiefenkarte" />
Volumen 133.885 m³<ref name="tiefenkarte" />
Umfang 605 m<ref name="tiefenkarte" />
Maximale Tiefe 10,2 m<ref name="tiefenkarte" />
Einzugsgebiet 1,84 km²<ref name="bgprofil">Bundesministerium für Gesundheit und Amt der Tiroler Landesregierung (Hrsg.): Badegewässerprofil Badesee Lanser See, Nord. Wien 2014 (ages.at [PDF; 1,2 MB]).</ref>
Datei:Lanser See Suedufer.JPG
Das Südufer des Lanser Sees

Der Lanser See ist ein Badesee bei Lans im südöstlichen Mittelgebirge oberhalb von Innsbruck. Der See hat eine Wasserfläche von 2,7 ha und eine maximale Tiefe von rund 10 m.

Geographie

Der Lanser See liegt westlich von Lans unterhalb des Lanser Kopfs auf 840 m ü. A. Es handelt sich um einen Moorsee, der vom nordöstlich gelegenen Seerosenweiher und durch Grundwasser gespeist wird.<ref name="bgprofil" /> Er entwässert im Südwesten über den Lanser-See-Bach. Dieser fließt Richtung Westen durch das Viller Moor nach Vill, wo er in den Viller Bach mündet, der nach circa 2 km in der Sillschlucht in die Sill fließt.<ref name="tiris">TIRIS – Tiroler Raumordnungs‐ und Informationssystem</ref>

Von seiner Entstehung her ist der Lanser See ein Toteissee, das heißt, er ist durch das Abschmelzen eines an dieser Stelle liegenden, sedimentüberdeckten endeiszeitlichen Eiskörpers entstanden.<ref>Geologische Bundesanstalt: Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000. 148 Brenner. Wien 2009.</ref>

Geschichte

Der Lanser See wurde 1328 von Heinrich II. dem Stift Wilten als Gegenleistung für den Aufwand bei seinen Hochzeitsfeierlichkeiten mit Beatrice von Savoyen vermacht. Unter den Bayern wurde der See verstaatlicht und 1808 verkauft. Die erste Badehütte wurde 1847 errichtet. Zugelassen waren ausschließlich Männer. 1908 wurde das Bad vergrößert und ein separates Damenbad eingerichtet. Seit 1935/36 ist der Lanser See ein Familienbad.<ref>Lans. In: geschichte-tirol.com, Datenbank des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“.</ref><ref>Lans auf Literatur-Landkarte Tirol</ref>

Ökologie

Der Lanser See ist ein nährstoffreiches Gewässer und befindet sich in einem stabil eutrophen Grundzustand. Die Sichttiefe beträgt in der Regel weniger als 2 m. Die mikrobiologische Badewasserqualität wurde 2011 und 2012 als gut, 2013 als ausgezeichnet bewertet.<ref name="bgprofil" />

Nutzung

Der Lanser See ist ein kostenpflichtiger Badesee, die Wassertemperatur erreicht im Sommer rund 25 °C<ref name="bgprofil" />. Bei entsprechenden Wetterbedingungen wird der Lanser See im Winter zum Eislaufen genutzt.

Der See ist an die Straßenbahnlinie 6 und die Buslinie J der Innsbrucker Verkehrsbetriebe angeschlossen.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />