Zum Inhalt springen

Halbfinger-Geckos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Mai 2023 um 13:00 Uhr durch imported>Myzemil (Die letzte Textänderung von 170.133.0.75 wurde verworfen und die Version 223402302 von Lupe wiederhergestellt. Bitte Quelle angeben.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Halbfinger-Geckos
Datei:Mediterranean house gecko.JPG

Europäischer Halbfinger (Hemidactylus turcicus)

Systematik
ohne Rang: Sauropsida
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Geckos (Gekkonidae)
Gattung: Halbfinger-Geckos
Wissenschaftlicher Name
Hemidactylus
Gray, 1825

Die artenreiche Gattung der Halbfinger-Geckos (Hemidactylus) gehört zur Familie der Geckos (Gekkonidae). Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gattung liegt in Südeuropa, Afrika und Asien. Die einzige europäische Art ist der Europäische Halbfinger (Hemidactylus turcicus), der durch Griechen und Römer im ganzen Mittelmeergebiet und später durch den europäischen Kolonialismus weltweit verbreitet wurde. Die Tiere haben häufig als blinde Passagiere auf Schiffen neue Regionen besiedelt, darunter auch den amerikanischen Doppelkontinent und die Inseln des Pazifik. Besonders weit verbreitet sind der Afrikanische Hausgecko (Hemidactylus brookii) und der Asiatische Hausgecko (Hemidactylus frenatus). Bei einigen weit verbreiteten Arten lässt sich das ursprüngliche Vorkommen nicht mehr feststellen.

Datei:HemidactylusFrenatusRooij.jpg
Zeichnung eines Fußes von Hemidactylus frenatus mit Haftlamellen und Krallen an den Zehen

Merkmale

Halbfinger-Geckos werden zehn bis zwanzig Zentimeter lang. Die Schwanzlänge entspricht dabei der Kopf-Rumpf-Länge. Gemeinsame Merkmale sind die lidlosen Augen und die sowohl mit Haftlamellen als auch Krallen versehenen Zehen. Üblicherweise sind sie braun oder graurosa gefärbt. Ihre Pupillen stehen senkrecht.

Lebensweise

Halbfinger-Geckos leben auf Felsen, Baumstämmen und Trockenmauern. Sie vermehren sich ovipar (legen Eier). In der Gattung gibt es einige Arten, die sich durch Parthenogenese (Jungfernzeugung) fortpflanzen.<ref>Pianka & Vitt (2003), S. 119.</ref> In diesen Arten gibt es nur Weibchen, die sich asexuell vermehren und deren Eier sich aus unbefruchteten Eizellen entwickeln.

Arten

Datei:Hemidactylus agrius 116505607.jpg
Hemidactylus agrius
Datei:Hemidactylus bowringii.jpg
Bowrings Gecko (Hemidactylus bowringii)
Datei:Brook's House Gecko.png
Afrikanischer Hausgecko (Hemidactylus brookii)
Datei:Hemidactylus flaviviridis.jpg
Gelbgrüner Hausgecko (Hemidactylus flaviviridis)
Datei:Hemidactylus mabouia (Dominica).jpg
Hemidactylus mabouia
Datei:Spotted Leaf-toed Gecko Hemidactylus maculatus by Dr. Raju Kasambe DSCN8001 (3).jpg
Gefleckter Halbfingergecko (Hemidactylus maculatus)

Literatur

  • Chris Mattison: Lizards of the World. Facts On File, New York NY u. a. 1989, ISBN 0-8160-1900-2.
  • Eric R. Pianka, Laurie J. Vitt: Lizards. Windows to the Evolution of Diversity (= Organisms and Environments. Bd. 5). University of California Press, Berkeley CA u. a. 2003, ISBN 0-520-23401-4.
  • Manfred Rogner: Echsen. Band 1: Geckos, Flossenfüsse, Agamen, Chamäleons und Leguane. Ulmer, Stuttgart 1992, ISBN 3-8001-7248-8.

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Halbfinger-Geckos (Hemidactylus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien