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Mettlen TG

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TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Mettlenf zu vermeiden.
Mettlen
Datei:Wappen-CH-TG-Mettlen.jpg
Wappen von Mettlen
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton ThurgauDatei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG)
Bezirk: Weinfeldenw
Politische Gemeinde: Bussnangi2
Postleitzahl: 9517
frühere BFS-Nr.: 4925
Koordinaten: 726613 / 266046Koordinaten: 47° 31′ 59″ N, 9° 7′ 13″ O; CH1903: 726613 / 266046
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dim=5000 globe= name= region=CH-TG type=city
  }}
Höhe: 480 m ü. M.
Fläche: 3,74 km²<ref name="Areal" />
Einwohner: 535 (31.12.2018)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2018</ref>
Einwohnerdichte: 143 Einw. pro km²
Website: www.bussnang.ch
Datei:Mettlen von Süd.jpg
Mettlen TG
Mettlen TG
Karte
w{w

Mettlen ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Ortschaft<ref name="Einwohner" /> in der Gemeinde Bussnang im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Von 1803 bis 1995 war Mettlen eine selbstständige Ortsgemeinde, die zur Munizipalgemeinde Bussnang gehörte. Im Zuge der Thurgauer Gemeindereform schloss sich Mettlen 1996 der politischen Gemeinde Bussnang an.<ref name="StatistikTG" />

Geographie

Mettlen liegt an der stark befahrenen Strasse KonstanzBürglenWil (SG) an der südlichen Abdachung der Thur in einem Talkessel, wo sich der Iitobelbach und der Waldibach zum Furtbach vereinen. Das Dorf umschliesst neben der Hauptsiedlung auch die Höfe Waldi, Altegg und Itobel.<ref name="HLS" />

Geschichte

Datei:ETH-BIB-Mettlen bei Busnang-LBS H1-013131.tif
Mettlen im Jahr 1950

Mettlen wurde 844 oder 845 erstmals als Mittalono urkundlich erwähnt.<ref>StiASG, Urk. II 165. Online auf e-chartae, abgerufen am 12. Juni 2020.</ref> Im Frühmittelalter war das Kloster St. Gallen in Mettlen begütert. 1155 überliess Eberhard von Mettlen dem Domkapitel Konstanz seine Güter. Die Vogtei über Mettlen kam 1221 von den Toggenburgern an die Freiherren von Bürglen. Bis 1798 teilte Mettlen nun das Schicksal der Herrschaft Bürglen. Das Niedergericht Mettlen umfasste unter anderem Mettlen, Oberbussnang, Reuti, Wertbühl, Puppikon sowie teilweise Weingarten und Waldi. Das Ammannamt war lange Zeit in der Hand der Familie Eberhard.<ref name="HLS" />

Kirchlich gehörte Mettlen zu Wertbühl. Die Reformierten gingen ab 1529 nach Bussnang zur Kirche, bevor sie 1834 der Kirche Schönholzerswilen zugeteilt wurden.<ref name="HLS" />

Korn- und Weinbau dominierten, im 19. Jahrhundert erfolgte der Übergang zur Vieh- und Milchwirtschaft. Die Tongrube westlich des Dorfs wurde jahrzehntelang von der Ziegelei Istighofen ausgebeutet. 1870 bis 1920 arbeiteten viele Handsticker im Dorf, 1903 liess sich eine Schifflistickerei nieder. Die Esge AG im Gebäude der ehemaligen Schuhfabrik produziert seit 1963 mit Erfolg elektrische Geräte (Bamix).<ref name="HLS" />

Wappen

Datei:Wappen-CH-TG-Mettlen.jpg
Datei:Karte Gemeinde Mettlen 1995.png
Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1995

Blasonierung: Von Weiss und Schwarz gespalten, belegt mit einem schreitenden rot-weiss gespaltenen Hirsch.<ref name="Gemeinde">Bussnang – die Gemeinde mit Zug Auf der Webseite der Gemeinde Bussnang, 2009, S. 15 (PDF; 5,0 MB)</ref>

Der Hirsch ist das Wappentier der Herren von Mettlen. Die weiss-roten Farben erinnern an den bischöflichen Hof von Konstanz, Weiss und Schwarz sind die Farben der Stadt St. Gallen,<ref name="Gemeinde" /> der Besitzerin der Herrschaft Bürglen.<ref>Gregor Spuhler: Bürglen (TG). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. Februar 2005.</ref>

Bevölkerung

Datei:Mettlen Schulhaus.jpg
Schulhaus
Bevölkerungsentwicklung von Mettlen
Jahr 1850 1900 1950 1970 1990 2000 2010 2018 2023
Ortsgemeinde 366 390 359 264 329
Ortschaft 350 368 535<ref group="Anm." name=":0">mit Aussenhöfen</ref> 545<ref name=":0" group="Anm." />
Quelle <ref name="HLS" /> <ref name="Statistik2005" /> <ref name="Statistik2012" /> <ref name="Einwohner" /> <ref name=":0">Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung 2024. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 10. Juni 2024.</ref>

Von den insgesamt 545 Einwohnern der Ortschaft Mettlen am 31. Dezember 2023 waren 100 bzw. 18,3 % ausländische Staatsbürger. 165 (30,3 %) waren evangelisch-reformiert und 195 (35,8 %) römisch-katholisch.<ref name=":0" />

Schulen

Mettlen gehört zur Volksschulgemeinde Nollen. In Mettlen besteht ein Kindergarten. Die Primarschule und die Oberstufe werden in Schönholzerswilen besucht.<ref>Primarschulgemeinden. Auf der Webseite der Gemeinde Bussnang, abgerufen am 20. Februar 2020</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Mettlen Steingarten.jpg
Steingarten bei Mettlen

Ein Steingarten mit 67 Findlingen aus einer Mettler Kiesgrube dokumentiert den eiszeitlichen Gletschertransport von Gesteinen aus dem Schweizer Gebirgsmassiv. Welt-Icon

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   |globe=
   |name=Steingarten
   |region=CH-TG
   |type=landmark
  }}<ref>Freizeit. Auf der Webseite der Gemeinde Bussnang, abgerufen am 20. Februar 2020</ref> Der Steingarten befindet sich auf dem Rundgang des Waldlehrpfades. Die historische Schmiede besteht seit 2016 nicht mehr.

Dorfmuseum

Datei:Mettlen Dorfeingang von Wil.jpg
Restaurant «Schäfli»

Das im Jahr 1991 eröffnete Ortsmuseum Mettlen befindet sich im Untergeschoss der Firma Esge und vermittelt einen Einblick in das Dorfleben und Handwerk eines typischen thurgauischen Dorfes um das Jahr 1900. Es zeigt eine Dorfschule, die damaligen Berufe des Gewerbes, einen Krämerladen, die wenigen erhalten gebliebenen Zeugnisse der Textilindustrie und vermittelt einen Einblick in die Land- und Forstwirtschaft sowie die Stromversorgung der damaligen Zeit. Diverse Fotografien zeugen vom regen Dorfleben in Mettlen.<ref>Dorfmuseum Mettlen. Auf der Webseite der Gemeinde Bussnang, abgerufen am 20. Februar 2020</ref>

Kunsthandwerk

In Mettlen befinden sich das Atelier Yvodom sowie ein Steinbildhauer-Atelier im Dorfzentrum.

Weblinks

Commons: Mettlen TG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Areal"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatistik. Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. (Memento vom 12. April 2016 im Internet Archive) Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau.</ref> <ref name="StatistikTG">Vorlage:Statistik TG 1850–2000</ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Statistik2012">Vorlage:Orte TG 2010</ref> <ref name="HLS">André Salathé: Mettlen TG. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>

Anmerkungen

<references group="Anm." />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein