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Eternit-Werke

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Swisspearl Österreich GmbH (ehemals Eternit Österreich GmbH)

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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1894
Sitz Vöcklabruck, Oberösterreich
Mitarbeiterzahl 320 (2026)
Umsatz 134,9 Mio. Euro
Branche Baustoffe
Website https://www.swisspearl.com/at

Die Swisspearl Österreich GmbH (ehemalige Eternit Österreich GmbH) produziert am Standort Vöcklabruck Dach- und Fassadenelemente aus Faserzement. Das dort seit 1894 angewendete Verfahren wurde am Standort entwickelt und patentiert. Das Unternehmen gibt an, Marktführer für Steildächer in Österreich zu sein. Es beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und bildet am Standort auch Lehrlinge aus.

Im Januar 2025 übernahm Swisspearl Österreich die Creaton Steildach GmbH. Damit erweiterte das Unternehmen sein Sortiment, das zuvor primär aus Faserzementprodukten bestand, um Tondachziegel und Fassadenziegel.

Die Swisspearl Österreich GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Swisspearl Group mit Sitz in Niederurnen (Schweiz). Die Unternehmensgruppe beschäftigt europaweit rund 2.400 Mitarbeiter an acht Produktionsstandorten. Das Unternehmen produziert seit über 130 Jahren Baustoffe aus Faserzement.

Geschichte

Datei:Eternit.svg
Historisches Logo
Datei:1905 Anzeige Eternit Hatschek.jpeg
Anzeige der Eternit-Werke aus dem Jahre 1905
Datei:Gmunden - Zementwerk Hatschek.JPG
Zementwerk Hatschek an den Gemeindegrenzen von Gmunden, Altmünster und Pinsdorf

1894 kaufte Ludwig Hatschek die Hadernpapierfabrik Kochmühle in Vöcklabruck. Er entwickelte Faserzementprodukte unter dem Markennamen Eternit, welchen er von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ewig, herleitete – eine Asbestpappe mit Portlandzement als Binder. Das Produkt verband Leichtigkeit mit Wasserundurchlässigkeit, es war preiswert und unbrennbar.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Eternit als das „beste Dach der Gegenwart“ beworben, das „feuer- und sturmsicher, wetterfest, reparaturlos, leicht, vornehm und billig“ sei.<ref>(Zeitungsannonce).Österreichische Monatsschrift für den öffentlichen Baudienst, Jahrgang 1905, S. 267 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ofb</ref>

Die Gesundheitsgefahren durch Asbest wurden erst später bekannt. Anfang der 1990er Jahre wurde auf asbestfreie Produktion umgestellt.

Nach dem Tod des Gründers Ludwig Hatschek folgte ihm sein Sohn Hans Hatschek an der Unternehmensspitze nach. Während der Wirtschaftskrise 1934 war der Mitarbeiterstand der Firma mit 14 Angestellten am niedrigsten. Ende des Zweiten Weltkrieges kam die Produktion infolge Rohstoffmangels kurzfristig zum Erliegen. Unter Hans Hatschek und seinem Teilhaber Hans Czerwenka (1875–1961), der seit 1896 im Unternehmen tätig war, wurde das Werk wiederaufgebaut und erweitert. 1947 betrug der Mitarbeiterstand bereits wieder 345.

Hans Hatschek starb 1956. Sein Teilhaber Kommerzialrat Hans Czerwenka starb 1961. Dessen Sohn Oskar Czerwenka verkaufte 1990 seine Firmenanteile an die Familie Hatschek.

Seit dem Jahr 2009 gehört die Eternit Österreich GmbH und die FibreCem Deutschland GmbH vollständig dem Schweizer Unternehmer Bernhard Alpstaeg<ref name="swisspor-2">Meilensteine der Unternehmensgeschichte. Swisspor Management, abgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> bzw. der von ihm gehaltenen Swisspearl Group, welche zum Firmengeflecht der Swisspor-Gruppe gehört.<ref name="swisspor-1">Unternehmensstruktur. Swisspor Management, abgerufen am 25. Dezember 2013.</ref>

Seit 2014 wird die gesamte Fassaden- und Dach-Produktpalette der Eternit Österreich GmbH unter dem Namen Swisspearl auf dem deutschen Markt vertrieben. Auia Deutschland ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Eternit Österreich. Mit Wirkung 24. Mai 2016 wurde die Rechtsform von einer Aktiengesellschaft auf eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung geändert.

Hans Hatschek und Hatschek-Stiftung

Hans Hatschek (1890–1956), Sohn von Ludwig Hatschek, trat nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Mäzen hervor. Nach ihm sind im Bezirk zahlreiche Straßen sowie das ehemalige, von ihm gestiftete Gebäude des Landeskrankenhauses Vöcklabruck benannt. Während der 1964/65 errichtete Zubau am 12. März 2006 gesprengt wurde, blieb die von Heinrich Schmid und Hermann Aichinger 1927–1931 errichtete sogenannte „Hatschek-Stiftung“ als nunmehriges Offenes Kunst- und Kulturhaus Vöcklabruck<ref>Offenes Kunst- & Kulturhaus Vöcklabruck. Abgerufen am 12. November 2014</ref><ref>Behind the scenes. OKH Vöcklabruck, Kleiner Rundgang durch das neue Kunst- und Kulturhaus Vöcklabruck. dorftv.at, Video vom 13. Mai 2012, abgerufen am 12. November 2014.</ref> großteils<ref>sagen.at: Fotogalerie „Hatschek-Stiftung“ Vöcklabruck. Abgerufen am 12. November 2014</ref> bestehen und wird für kulturelle Veranstaltungen und ein Jugendzentrum genutzt. Hatschek ist Ehrenbürger von Vöcklabruck.

Produkte

Die Produktpalette reicht von Dach- und Fassadensystemen bis zu Pflanzengefäßen und Interieur. Ein Drittel der Produkte werden exportiert.

Auszeichnungen

Bereits im Jahr 1958 erhielt das Unternehmen die Staatliche Auszeichnung und darf seither das Bundeswappen im Geschäftsverkehr verwenden. Die Eternit Österreich GmbH erhielten im März 1996 das Austria Gütezeichen.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>