Tom Tailor
| Tom Tailor GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | TT LOGO RZ 65mm RGB Blau.svg | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 26. Januar 1962 |
| Sitz | Hamburg-Niendorf, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 3435 (2024)<ref name="urTT2024">Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024. Abgerufen am 12. Januar 2026.</ref> |
| Umsatz | 588,03 Mio. Euro (2024)<ref name="urTT2024" /> |
| Branche | Textilien |
| Website | www.tom-tailor.de/ |
| Stand: 31. Dezember 2024 | |
Die Tom Tailor Investment GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg-Niendorf ist die Holdinggesellschaft des Modeunternehmens Tom Tailor. Das Sortiment umfasst Bekleidung und Accessoires für Männer und Frauen sowie Schuhe und Home-Artikel.
Geschichte
Tom Tailor wurde am 26. Januar 1962 in Hamburg von Uwe Schröder und Hans-Heinrich Pünjer zunächst als Importfirma für Frotteetücher und Cordhosen aus Indien unter dem Namen Henke & Co gegründet.<ref>Yvonne Weiß: Wie Uwe Schröder Tom Tailor erfand. Hamburger Abendblatt, 10. März 2015, abgerufen am 3. März 2019.</ref> Das Sortiment wurde danach schrittweise um Unterwäsche und Hemden für Herren erweitert. Die erste Cordhose wurde 1964 unter dem Namen „Tom“ vermarktet. Der Name „Tom“ wurde von den Gründern schließlich um den englischen Begriff „Tailor“ (deutsch: Schneider) erweitert. Die erste vollständige Herrenkollektion wurde 1972 auf den Markt gebracht.<ref name=":0"/> Die Vorstellung der ersten Sportswear-Kollektion unter dem neuen Markennamen „Tom Tailor“ erfolgte im Jahr 1979.<ref name=":0"/> 1989 erfolgte die Umfirmierung zur Tom Tailor Sportswear Handels GmbH. 1994 wurde das erste Tom Tailor-Ladengeschäft eröffnet. 1999 wurde die erste Damenkollektion als Tom Tailor-Women-Linie eingeführt.<ref name=":0">Unsere Story - Jeder Look hat eine Geschichte. Tom Tailor GmbH, abgerufen am 28. Januar 2022.</ref>
2005 wurde die Holdinggesellschaft Tom Tailor Holding GmbH gegründet. Diese wurde 2007 in die Tom Tailor Holding AG umgewandelt. Deren Aktien wurden ab 2010 an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie an der Hamburger Börse gehandelt.<ref>Beate Kranz: Tom Tailor will nach Börsengang schneller wachsen. Hamburger Abendblatt, 2. März 2010, abgerufen am 25. Juni 2014.</ref><ref>Deutsche Börse entscheidet über Zusammensetzung ihrer Indizes/Änderungen werden zum 21. Dezember 2015 wirksam. Deutsche Börse, 23. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Dezember 2015; abgerufen am 23. Dezember 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 2017 wurde die Tom Tailor Holding AG in die Tom Tailor Holding SE umgewandelt.
Im Jahr 2007 startete die Produktlinie Tom Tailor Denim.<ref name=":0" />
Im August 2012 wurde die Handelskette Bonita<ref>Fabeau: Tom Tailor übernimmt Bonita. Fashion Network, 21. Juni 2012, abgerufen am 28. Januar 2022.</ref> übernommen. Die Tom Tailor Group wurde damit zum siebtgrößten Modeunternehmen in Deutschland.<ref>Carina Kontio: Die besten Arbeitgeber in der Modebranche. Handelsblatt, 23. August 2012, abgerufen am 28. Januar 2022.</ref>
2016 gab es 468 Tom-Tailor-Filialen und mehr als 1000 Geschäfte der Marke Bonita. Außerdem gab es 200 Franchise-Filialen und 3000 Shop-in-shop-Verkaufsstellen. Aufgrund von wirtschaftlichen Problemen sollten 2017 bis zu 300 eigene Filialen, davon 150 der Marke Bonita Woman und 70 der einzustellenden Marke Bonita Man, geschlossen werden.<ref>Hamburg: Tom Tailor schließt bis zu 300 Filialen. In: rp-online.de. 21. Oktober 2016, abgerufen am 18. Januar 2025.</ref>
2019 wurde das Sortiment um die Produktlinien „My True Me“ und „nine to five“ erweitert, welche Übergrößen und Office-Mode anbieten.<ref name=":0"/> Beide Linien wurden dann in „Tom Tailor Casual Women“ umbenannt.
Am 8. Juni 2020 sagten die Bundesregierung und die Bundesländer Hamburg und Nordrhein-Westfalen eine Bürgschaft in Höhe von 100 Millionen Euro für die Tom Tailor GmbH zu, nicht jedoch für die ebenfalls zur Tom Tailor Holding gehörende Bonita GmbH, die Damenmode vertrieb.<ref>Bürgschaft über 100 Millionen Euro: Staatshilfen sichern Modemarke Tom Tailor. Die Welt, 9. Juni 2020, abgerufen am 28. Januar 2025.</ref> Damit war nicht für die Tom Tailor Holding, sondern nur für die Tom Tailor GmbH<ref>Staatshilfen sichern Tom Tailor: Die Modekette ist schon seit längerer Zeit angeschlagen - nun gewähren Bundesregierung und die Länder Hamburg und Nordrhein-Westfalen eine Bürgschaft von 100 Millionen Euro. Für Bonita aber gibt es keine guten Nachrichten. Der Spiegel, 9. Juni 2020, abgerufen am 28. Januar 2025.</ref> eine Staatshilfe von 100 Millionen Euro mit einer Laufzeit von vier Jahren verbunden.<ref>Bund und Länder sichern Modemarke Tom Tailor mit Staatshilfen in Millionenhöhe ab. In: stern.de, 9. Juni 2020, abgerufen am 18. August 2022.</ref>
Aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Probleme wegen der COVID-19-Pandemie bei dem Teilkonzern Bonita wurde im Jahr 2020 die gesamte Gruppe umstrukturiert: Die Bonita GmbH beantragte am 8. Juni 2020 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.<ref>Modeunternehmen Bonita schlüpft unter den Schutzschirm. Legal Tribune Online, 10. Juni 2020, abgerufen am 28. Januar 2022.</ref> Das Verfahren wurde am 1. September 2020 eröffnet und Ende März 2021 aufgehoben. Am 8. Juni 2020 stellte die Tom Tailor Holding SE beim zuständigen Hamburger Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.<ref>Tom Tailor erhält Staatshilfen und beantragt Insolvenzverfahren. manager magazin, 9. Juni 2020, abgerufen am 9. Juni 2020.</ref> Das Insolvenzverfahren wurde am 15. Juli 2020 eröffnet. Im September 2020 übernahm der chinesische Mischkonzern Fosun International die Tom Tailor GmbH vollständig.<ref>TOM TAILOR-Aktie fällt: Fosun übernimmt Modekette TOM TAILOR. finanzen.at, 19. September 2020, abgerufen am 19. September 2020.</ref> Seit dem 30. Dezember 2021 ist die Tom Tailor Investment GmbH & Co. KG die neue Holdinggesellschaft der Tom Tailor Group.
Im Januar 2022 wurde die Produktlinie Tom Tailor Kids wieder eingegliedert. Der mit dem bisherigen Lizenznehmer bestehende Lizenzvertrag wurde 2021 einvernehmlich beendet. Die erste eigene Kollektion kam im Frühjahr 2022 auf den Markt.<ref>All under one roof: Tom Tailor integrates kidswear business as in-house division. Presse Portal, 4. Mai 2021, abgerufen am 4. Mai 2021.</ref>
Daten
2010 erwirtschaftete Tom Tailor einen Umsatz von 347,7 Mio. Euro.<ref>Tom Tailor Geschäftsbericht 2010. Tom Tailor GmbH, 9. November 2011, abgerufen am 28. Januar 2022.</ref> Im Jahr 2019 betrug der Konzernumsatz 670,8 Mio. Euro.<ref>Ulrike Wollenschlaeger: Tom Tailor macht wieder Gewinn. TextilWirtschaft, 30. August 2021, abgerufen am 28. Januar 2022.</ref>
Die Marke „Tom Tailor“ ist in über 400 eigenen Einzelhandelsgeschäften sowie über eigene Onlineshops erhältlich. Darüber hinaus wird die Marke über rund 170 Franchise-Stores, 2.400 Shop-in-Shop-Flächen (bei Großkunden) und 7.100 Multi-Label-Verkaufsstellen vertrieben. Insgesamt ist die Marke „Tom Tailor“ in über 30 Ländern und an über 11.000 Verkaufsorten der Welt vertreten. Zu den Kernabsatzmärkten gehören Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, die Niederlande, Südosteuropa und Russland.<ref name=":1">Facts & Figures. Tom Tailor GmbH, abgerufen am 28. Januar 2022.</ref>
Das Management besteht aus dem CEO Gernot Lenz und dem CFO Christian Werner.<ref name=":1"/> Vorsitzende des Aufsichtsrates der Tom Tailor GmbH ist Junyang (Jenny) Shao.
Kritik
STRG F und zenith haben Baumwolle von Tom-Tailor-Produkten analysiert. Die Analysen zeigten, dass Tom Tailor, entgegen eigener Behauptungen, Baumwolle aus Xinjiang bezieht. In Xinjiang gibt es Umerziehungslager der chinesischen Regierung, in denen Minderheiten zum Ernten und Weiterverarbeiten von Baumwolle gezwungen werden.<ref>Manuel Daubenberger, Florian Guckelsberger: Das Geschäft mit der blutigen Baumwolle. In: zenith. 5. Mai 2022, abgerufen am 6. Oktober 2022.</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-01
- Bekleidungsmarke
- Produzierendes Unternehmen (Textilbekleidung)
- Handelsunternehmen (Textilbekleidung)
- Franchiser
- Unternehmen im CDAX
- Handelsunternehmen (Hamburg)
- Hamburg-Niendorf
- Unternehmensgründung 1962
- Zwangsarbeit in der Volksrepublik China