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Blue Origin

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Blue Origin, LLC

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Blue Origin new logo.svg
Rechtsform Limited Liability Company
Gründung 2000
Sitz Kent, Washington, Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Leitung Bob Smith (CEO)<ref>Michael Sheetz: Blue Origin’s new rocket engine will be able to launch ‘100 full missions,’ CEO says. In: CNBC.com. CNBC, LLC, 18. April 2018, abgerufen am 1. August 2018.</ref>
Mitarbeiterzahl über 1500<ref>Eric M. Johnson: Bezos throws cash, engineers at rocket program as space race accelerates. In: Reuters.com. 3. August 2018, abgerufen am 27. August 2018.</ref>
Branche Raumfahrt
Website www.blueorigin.com

Blue Origin (engl. für Blauer Ursprung) ist ein US-amerikanisches Raumfahrtunternehmen, das im September 2000 von Amazon-Gründer Jeff Bezos gegründet wurde. Das Unternehmen konzentrierte sich zunächst auf die Durchführung suborbitaler Flüge mittels wiederverwendbarer Flugsysteme. Die Erkenntnisse aus den Flügen der Suborbitalrakete New Shepard flossen in die Entwicklung der Orbitalrakete New Glenn ein. Außerdem arbeitet Blue Origin an dem Mondlandegerät Blue Moon.

Standorte

Der Hauptsitz befindet sich in Kent (Washington), einem Vorort südlich von Seattle, wo die Forschungs- und Entwicklungsabteilung angesiedelt ist. Das Testgelände befindet sich auf der Corn Ranch in Culberson County (Texas), nördlich der Ortschaft Van Horn.<ref>Megan Gannon: Amazon CEO Jeff Bezos' Secretive Blue Origin Test-Fires Rocket Engine (Video). Space.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. April 2014; abgerufen am 11. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Projekte

New Shepard

Datei:NASA Deputy Administrator Tours Blue Origin.jpg
Unfertige New-Shepard-Crewkapsel am Firmensitz in Kent


Die ursprüngliche Vision des Unternehmens ist die Entwicklung wiederverwendbarer Trägersysteme und Raumfahrzeuge, die senkrecht starten und landen, um Menschen an den Rand des Weltraums zu befördern. Das suborbitale System, das zu Ehren des ersten US-amerikanischen Astronauten Alan Shepard den Namen „New Shepard“ bekam,<ref>Rob Coppinger: FAA report reveals details of Blue Origin space tourism vehicle planned by Amazon.com founder Jeff Bezos. 26. Juni 2006, abgerufen am 11. August 2022.</ref> soll komplett mit Onboard-Computern und somit ohne Bodenkontrolle geflogen werden können. Es besteht aus einem Trägersystem, das die Kapsel auf eine ballistische Flugbahn bringt, sodass drei Passagiere an den Rand des Weltraums befördert werden, und das danach senkrecht landet und wiederverwendet werden kann. Die Landung der Kapsel erfolgt mittels Fallschirmen.

Ein unbemannter Probeflug dieses Fahrzeuges mit einer erzielten Höhe von 100,5 km und erfolgreicher Fallschirmlandung der Crew-Kapsel sowie einer ebenfalls erfolgreichen Senkrechtlandung des Antriebsboosters mittels wiedergezündetem Haupttriebwerk gelang erstmals am 23. November 2015 auf dem texanischen Testgelände. Die Erkenntnisse aus den suborbitalen Flügen fließen in die Entwicklung orbitaler Raumfahrtsysteme ein.<ref>About Blue Origin – Reliable, cost-effective human access to space. Blue Origin, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2014; abgerufen am 25. April 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Blue Origin erhielt für seine New-Shepard-Kapsel die Collier Trophy 2016.

Der erste bemannte Flug erfolgte am 20. Juli 2021. An Bord waren Firmengründer Jeff Bezos, dessen Bruder Mark, die 82-jährige Mary Wallace Funk und der 18-jährige zahlende Tourist Oliver Daemen.<ref>Astrid Dörner: Blue Origin: Ambitionierter Weltraumflug geglückt: Amazon-Gründer Jeff Bezos kehrt sicher zurück zur Erde. In: Handelsblatt.com. 20. Juli 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.</ref> Der Flug dauerte insgesamt rund 10 Minuten und erreichte eine Höhe von 106 km.<ref>Jeff Bezos nach Weltraum-Flug wieder auf der Erde gelandet. 20. Juli 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.</ref> Am 4. August 2022 erfolgte der 6. bemannte Start. Bei diesem Flug in rund 100 Kilometer über der Erde wurden insgesamt 6 Menschen zu Weltraumtouristen.<ref>Amazon-Gründer Bezos schickt weitere sechs Menschen ins All. 4. August 2022, abgerufen am 8. August 2022.</ref><ref>Harsh Vardhan: Blue Origin's NS-22 mission crew floats in space during recent joy ride to space; Watch. 7. August 2022, abgerufen am 8. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:New Shepard spacecraft.jpg
Konzeptstudie des nicht verwirklichten Raumschiffs

Commercial Crew Development Program

Im Rahmen des Commercial-Crew-Development-Programms fördert die NASA Unternehmen, die an bemannten Raumfahrtprogrammen arbeiten. Es wird darauf hingearbeitet, dass private Dienstleister bemannte Flüge zur ISS durchführen können. Im Rahmen der ersten Runde dieses Programms erhielt Blue Origin im Jahre 2010 3,7 Millionen US-Dollar.<ref>Press Release Archives: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CONTRACT RELEASE : C10-004 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Juli 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nasa.gov, NASA</ref> In späteren Runden wurde das Unternehmen nicht mehr berücksichtigt.

New Glenn

Blue Origin arbeitet seit den frühen 2010er Jahren an einer Orbitalrakete mit wiederverwendbarer Erststufe. Hieraus entstand das New-Glenn-Projekt mit den Triebwerken BE-4 und BE-3. Mit einer geplanten Höhe von 96 Metern und einer angekündigten Nutzlastkapazität von bis zu 45 Tonnen zählt die New Glenn zu den größten jemals entwickelten Trägerraketen. Am 16. Januar 2025 brachte New Glenn im Rahmen ihres Erstflugs erfolgreich eine Nutzlast in die Erdumlaufbahn.<ref>Blue Ring Pathfinder. N2YO.com, abgerufen am 18. Januar 2025.</ref> Die für die Wiederverwendung notwendige Landung der Erststufe gelang bei der zweiten Mission am 13. November 2025.<ref>Tariq Malik, Josh Dinner: Blue Origin lands huge New Glenn rocket booster for 1st time after acing Mars ESCAPADE launch for NASA. In: Space.com. 13. November 2025, abgerufen am 13. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Blue Ring

Blue Origin entwickelt das Raumfahrzeug Blue Ring, einen Satellitenbus und Raumschlepper.

Blue Moon

2019 präsentierte das Unternehmen ein seit drei Jahren in Entwicklung befindliches Konzept einer Mondlandefähre unter dem Projektnamen Blue Moon.<ref>Megan Gannon: Amazon CEO Jeff Bezos' Secretive Blue Origin Test-Fires Rocket Engine (Video). Space.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. April 2014; abgerufen am 11. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im April 2020 wählte die NASA drei Gewinner einer Ausschreibung aus, die die Entwicklung einer Mondlandefähre für das Artemis-Programm (Human Landing System, HLS) weiterverfolgen sollen. Ein Konsortium aus Blue Origin, Lockheed Martin, Northrop Grumman und Draper Laboratory ist einer davon und wurde mit 579 Millionen US-Dollar bedacht.<ref>Erin Mahoney: NASA Selects Blue Origin, Dynetics, SpaceX for Artemis Human Landers. 30. April 2020, abgerufen am 13. Januar 2021.</ref><ref>NASA selects three companies for human landing system awards. 30. April 2020, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Blue Origin wird als Konsortialführer das Abstiegsmodul auf Basis des zuvor vorgestellten Blue-Moon-Landers entwickeln. 2021 wurde bekannt, dass es aufgrund eines Rechtsstreits zwischen Jeff Bezos und Elon Musk (SpaceX) zur Verzögerung der geplanten Mond-Artemis-III-Mission kommt. Der Hintergrund: Statt auf die Mondlandefähre Blue Moon setzte die NASA auf die von SpaceX entwickelte Starship-Rakete.<ref>Nils Katzur: Into the Space: Gleich mehrere Länder planen Mars-Missionen. 10. Januar 2022, abgerufen am 8. August 2022.</ref> Im März 2022 kündigte die NASA an, auf der Suche nach einer zweiten Mondlandefähre zu sein. Im Mai 2023 wurde bekannt, dass das Konsortium, angeführt von Blue Origin, ausgewählt wurde, eine zweite Mondlandefähre für die Artemis-Missionen zu entwickeln und zu bauen. Mit dieser Mondlandefähre möchte die NASA ebenfalls weitere Experimente wie z. B. Cryocoolers, welche das Verdampfen von Flüssigsauerstoff und Flüssigwasserstoff verhindern sollen, starten.<ref>NASA Selects Blue Origin for Astronaut Mission to the Moon. Abgerufen am 23. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Mondlandefähre trägt heute die Bezeichnung „Blue Moon MK2“, während unter dem Namen „Blue Moon MK1“ ein unbemannter Mondlander entwickelt wird.<ref>https://www.blueorigin.com/blue-moon</ref>

Orbital Reef

Terawave

Die Satellitenkonstellation Terawave soll 5280 erdnahe Satelliten und 128 in mittlerer Umlaufbahn (MEO) umfassen. Ab 2027 sind Starts eigener Satelliten mit selbst hergestellten Raketen für Konzerne und öffentliche Auftraggeber vorgesehen – nicht dagegen für Privatpersonen. Die 5280 erdnahen Satelliten verarbeiten bis zu 144 Gigabit pro Sekunde in beiden Richtungen. Blue Origin plant mit den Frequenzbändern V und Q (33–50 GHz). Das Ku-Band sowie das von Starlink für Satelliten-Kontakte genutzte Ka-Band (17–31 GHz) ist zu voll für eine weitere riesige Satellitenflotte. Daher richtet sich Terawave an Kunden, die für hohe Bandbreiten viel bezahlen.<ref>Daniel AJ Sokolov: Auch Blue Origin baut Satelliten-Netz: Terawave. 22. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref>

Weblinks

Commons: Blue Origin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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