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Josef Valentin Kassin

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Datei:Klagenfurt Kassin Bueste Goethepark 01.jpg
Kassin-Büste im Klagenfurter Goethe-Park
Datei:Kassin Gedenktafel 01.jpg
Kassin-Gedenktafel an seinem Geburtshaus
Datei:Kassin Geburtshaus Klagenfurt 01.jpg
Kassin-Geburtshaus in der Klagenfurter St. Ruprechterstrasse 69
Datei:Klagenfurt St Ruprecht Friedhof Grabstein Kassin Marmormedaillon 26062006 01.jpg
Marmormedaillon auf dem Grabstein des Kassin-Familiengrabes in Klagenfurt-St. Ruprecht
Datei:Maria Saal Ratzendorf Gedenksaeule 1906 Marie von Burger von Kassin 05102010 68.jpg
Reliefbüste Marie Edle von Burger bei Ratzendorf-Maria Saal

Josef Valentin Kassin (* 15. Mai 1856 in St. Ruprecht bei Klagenfurt; † 30. Dezember 1931 in Wien) war ein österreichischer Bildhauer.

Leben

Kassin entstammte einer Familie aus der damals selbständigen Gemeinde St. Ruprecht, die heute ein Ortsteil Klagenfurts ist. Das Geburtshaus trägt die Nummer 69 in der Sankt Ruprechter Straße und ist ein gut erhaltenes zweigeschoßiges Gebäude (siehe Bild). 1871, als Kassin fünfzehn Jahre alt war, verstarb sein Vater, ein angesehener Mann, Bürgermeister von St. Ruprecht und von Beruf Bierbrauer und Landwirt. Josef Kassin besuchte damals gerade die Klagenfurter Realschule.

Als der Bildhauer Franz Pönninger wegen eines neuen Denkmals für Kaiserin Maria Theresia nach Klagenfurt kam, wurde ihm der künstlerisch begabte Kassin vorgestellt. Im Jahr 1873 holte ihn Pönninger nach Wien, wo er zwei Jahre später die Akademie der bildenden Künste besuchen durfte. 1885 erhielt Kassin für die Bronzegruppe Samson und Delila den Rompreis, woraufhin ein fünfjähriger Studienaufenthalt in Italien folgte.<ref>Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 87 f.</ref> Danach wurde Wien zu seinem festen Wohnsitz. Der Bildhauer galt als liebenswürdiger und bescheidener Mensch mit viel Humor, er spielte auch Cello.

In Kärnten war man stolz auf ihn. So erhielt Kassin immer wieder kleinere Aufträge aus seiner Heimat.

Kassin arbeitete in einem höchst merkwürdigen Atelier, unter anderem ein Hort verschiedener Sammelgegenstände, in der Bäckerstraße (ON 20<ref name="Lehmann" />), Wien-Innere Stadt.<ref name="nfp|31|12|1931|23" /> Als Wohnadresse vermerkte Lehmann’s Allgemeinem Wohnungsanzeiger im Jahr des Ablebens Dominikanerbastei 6, Wien-Innere Stadt.<ref name="Lehmann">„Lehmann 1931“, S. 711. In: digital.wienbibliothek.at.</ref>

Geschwächt durch eine schwere Erkältungskrankheit,<ref name="nfp|31|12|1931|23">W. D.: Bildhauer Josef Kassin gestorben. In: Neue Freie Presse, Abendblatt, Nr. 24172/1931, 31. Dezember 1931, S. 3 f. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref> verstarb der Künstler im Alter von 75 Jahren. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem St. Ruprechter Friedhof in Klagenfurt; den einfachen Grabstein schmückt ein Marmormedaillon mit einem Mädchenantlitz, signiert „J. Kassin 1929“.

Bildergalerie

Werke (Auswahl)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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