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Richard Herzinger

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Richard Herzinger bei einer Podiumsdiskussion in Hamburg, ca. 2005

Richard Herzinger (* 28. November 1955 in Frankfurt am Main; † 5. Oktober 2025 in Berlin<ref>Hannes Stein: Er wusste früher als alle anderen, was auf uns zukommt. In: salonkolumnisten.com. 17. Oktober 2025, abgerufen am 17. Oktober 2025.</ref>) war ein deutscher Publizist.

Werdegang

Herzinger besuchte das Taunusgymnasium in Königstein/Taunus und war dort schon politisch engagiert, als "Jung-Trotzkist"<ref>Marko Martin: Trauer um Richard Herzinger: Freund der Freiheit, Freund Israels. 16. Oktober 2025, abgerufen am 27. April 2026.</ref> noch weit entfernt von seinen späteren Positionen. Er studierte Germanistik an der Freien Universität Berlin und wurde dort mit einer Arbeit über Heiner Müller promoviert.

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Richard Herzinger auf einer Veranstaltung im Jahr 2025

Richard Herzinger arbeitete als freier Publizist in Berlin. Als Autor, Redakteur und politischer Korrespondent war er für Die Zeit, den Berliner Tagesspiegel, die Zürcher Weltwoche und zuletzt fast 15 Jahre lang für Die Welt und Welt am Sonntag tätig. Er schrieb für zahlreiche deutsche und internationale Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem eine zweiwöchentliche Kolumne für das ukrainische Magazin Український Тиждень (Ukrainische Woche), die gleichzeitig im deutschen Online-Magazin Perlentaucher erschien. Auf seinem Webloghold these truths“ erschienen seit 2020 regelmäßig Analysen und Kommentare zum Weltgeschehen. Herzinger vertrat als Publizist in den späteren Jahren (21. Jh.) tendenziell rechtsliberale und antitotalitäre Positionen.

Herzinger verstarb im Oktober 2025.<ref>Thierry Chervel: Richard Herzinger ist tot. In: Perlentaucher. 15. Oktober 2025, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref>

Veröffentlichungen

  • Masken der Lebensrevolution. Vitalistische Zivilisations- und Humanismuskritik in Texten Heiner Müllers. Fink, München 1992, ISBN 3-7705-2811-5.
  • mit Hannes Stein: Endzeit-Propheten oder die Offensive der Antiwestler. Fundamentalismus, Antiamerikanismus und Neue Rechte. Rowohlt, Reinbek 1995, ISBN 3-499-13561-2.
  • Kulturkrieg und utopische Gemeinschaft. Die ‚Konservative Revolution‘ als deutscher antiwestlicher Gegenmodernismus. In: Volker Eickhoff & Ilse Korotin (Hg.): Sehnsucht nach Schicksal und Tiefe. Der Geist der Konservativen Revolution. Picus-Verlag, Wien 1997, ISBN 3-85452-406-4.
  • Die Tyrannei des Gemeinsinns. Ein Bekenntnis zur egoistischen Gesellschaft. Rowohlt, Berlin 1997, ISBN 3-87134-301-3.
  • Republik ohne Mitte. Ein politischer Essay. Siedler, Berlin 2001, ISBN 3-88680-734-7.
  • Kapitalismus als Ethos, In: Kapitalismus oder Barbarei? (Sonderheft Merkur, Heft 9/10, 57. Jahrgang), Klett-Cotta, Stuttgart 2003, ISBN 978-3-608-97051-7.
  • mit Heinrich Vogel: Kontinentaldrift. Bertelsmann, Bielefeld 2003, ISBN 978-3-7639-3153-8.

Weblinks

Einzelnachweise

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