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Cusanuswerk

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Logo des Cusanuswerks
Logo des Cusanuswerks
Vorsitzender des Cusanuswerk e. V.
Ekkehart Reimer<ref>Cusanuswerk: Verein. Abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Leitung
Georg Braungart<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 13. Juni 2018 im Internet Archive)</ref>
Generalsekretär
Thomas Scheidtweiler<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 6. August 2019 im Internet Archive)</ref>
Geistlicher Rektor
Clemens Blattert SJ<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 13. Juni 2018 im Internet Archive)</ref>
Vorstand der Stipendiat:innen
Carla Vogeler, Mariella Weichinger, Clemens Zabel
Vorsitzender des Vorstands der Stiftung
Wim Kösters<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 28. Mai 2018 im Internet Archive)</ref>
Basisdaten
Gründungsjahr: 1956
Stipendiaten: ca. 2300 (Stand: 2020)<ref>Jahresbericht 2020, S. 4. [1] (PDF)</ref>
Website der Geschäftsstelle: www.cusanuswerk.de
Website der Stipendiatinnen

und Stipendiaten:

www.cusanus.net

Die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk ist das Begabtenförderungswerk der römisch-katholischen Kirche in Deutschland, das im Rahmen der staatlich finanzierten Begabtenförderung tätig ist.<ref>Vgl. https://www.bmbf.de/DE/Bildung/Studium/Finanzierung/Stipendien/begabtenfoerderungswerke/begabtenfoerderungswerke_node.html</ref> Zweck des Vereins ist laut Satzung „die ideelle und materielle Förderung begabter katholischer Studenten und Studentinnen aller Fakultäten der deutschen wissenschaftlichen Hochschulen sowie der sich daraus ergebenden Verbindungen.“<ref>Cusanuswerk: Satzung. Abgerufen am 22. Juli 2025</ref> Gemäß Leitbild des Cusanuswerks sollen die Geförderten dazu „befähigt werden, ihre Talente und ihr Gestaltungsvermögen in christlicher Verantwortung dort einzubringen, wo die Zukunft des Gemeinwesens entschieden wird: in Staat, Gesellschaft und Familie, Wissenschaft und Kirche, Wirtschaft, Kultur und Medien.“ Gefördert werden Studierende, Promovierende und Auszubildende, „die ihren christlichen Glauben leben, in ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl handeln und hervorragende akademische bzw. fachliche Leistungen erwarten lassen.“<ref>Cusanuswerk: Leitbild . Abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>

Das Cusanuswerk hat seinen Sitz in Bonn. Mit staatlichen, kirchlichen und privaten Zuwendungen hat das Cusanuswerk rund 10.000 katholische Studierende und Promovierende finanziell und ideell gefördert.<ref>Cusanuswerk: Geschichte. Abgerufen am 23. Juli 2025.</ref>

Namenspatron ist der Universalgelehrte Nikolaus von Kues (1401–1464).

Geschichte

Die Gründung des Cusanuswerks im November 1955 vollzog sich in der bischöflichen Bestellung eines Leiters, des ehemaligen Tübinger Studentenpfarrers und damaligen Stuttgarter Stadtpfarrers Bernhard Hanssler. Dieser trat die Stelle zum 1. Januar 1956 an<ref>Historia Cusanorum - 50 Jahre Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk</ref> und war bis 1970 langjähriger Leiter.<ref>https://www.cusanuswerk.de/startseite/news-archiv/praelat-prof-bernhard-hanssler-23-maerz-1907-11-august-2005</ref> Die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn erfolgte im August 1958.<ref>Registerportal | Startseite. Abgerufen am 23. Juli 2025.</ref>

Das Cusanuswerk war 1998 eines von zehn Begabtenförderungswerken in der Bundesrepublik Deutschland. In jenem Jahr gab es 595 Studierende und 197 Promovierende, die gefördert wurden.<ref> Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu den Förderaktivitäten der Begabtenförderungswerke, BT-Drucks. 19/6324 vom Dezember 2018</ref>

Seit 2002 wird das Cusanuswerk durch die Stiftung Begabtenförderung Cusanuswerk finanziell unterstützt.<ref>Weitere Informationen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. August 2020; abgerufen am 10. Juni 2020.</ref>

Vom 1. Mai 2004 bis zum 30. September 2011 war Josef Wohlmuth Leiter des Cusanuswerks. Seit Oktober 2011 wird das Cusanuswerk von Georg Braungart geleitet.<ref>Cusanuswerk: Deutsche Bischofskonferenz beruft erneut Professor Dr. Georg Braungart als Leiter des Cusanuswerks. Abgerufen am 14. Juli 2024.</ref>

Weihbischof Christoph Hegge, Münster, ist seit 2013 Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Cusanuswerk. Ekkehart Reimer ist seit 2020 Vorsitzender des Vereins Cusanuswerk e.V.<ref>Verein Cusanuswerk e.V. In: Cusanuswerk. Abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>

Bewerbung und Förderung

Nach eigenen Angaben fördert das Cusanuswerk mit staatlichen, kirchlichen und privaten Zuwendungen aktuell rund 2.400 katholische Auszubildende, Studierende und Promovierende ideell und finanziell.<ref>Cusanuswerk: Startseite. Abgerufen am 23. Juli 2025.</ref>

Bewerbung

Zur Aufnahme in die Förderung wird der Bewerber in der Regel von seiner Schule, von einem Hochschuldozenten oder von ehemaligen Stipendiaten vorgeschlagen. Gleichberechtigt ist eine Selbstbewerbung möglich. Die Auswahl erfolgt in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Im Auswahlverfahren werden vor allem die fachliche Leistung und das ehrenamtliche Engagement berücksichtigt. Die Aufnahme ins Cusanuswerk ist bereits zum Antritt des ersten Fachsemesters an der Universität, Fachhochschule, Kunstakademie oder Musikhochschule möglich. Bewerber der Studienförderung müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung noch fünf Semester Regelstudienzeit oder alternativ einen ganzen Masterstudiengang vor sich haben.<ref>Cusanuswerk: Ihr Stipendium vom Cusanuswerk. Abgerufen am 14. Juli 2024.</ref> Alternativ ist auch die Förderung einer Promotion unabhängig von der vorherigen Mitgliedschaft im Cusanuswerk möglich.<ref>Förderung von Promovierenden. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Juni 2019; abgerufen am 10. Juni 2020.</ref>

Finanzierung

Die finanzielle Förderung erfolgt nach den Richtlinien, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung festgelegt werden.<ref>Bundesministerium für Bildung und Forschung Begabtenförderwerke: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 6. September 2015 im Internet Archive)</ref> In der Studienförderung besteht die finanzielle Unterstützung aus der „Studienkostenpauschale“ und einem monatlichen Stipendium. Ähnlich wie beim BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) erfolgt die Berechnung des Stipendiums nach dem Einkommen und Vermögen des Stipendiaten, der Eltern und ggf. der Ehepartnerin oder des Ehepartners. In der Promotionsförderung dagegen werden die Stipendiaten unabhängig vom Einkommen der Eltern gefördert. Zusätzlich können Familienzuschlag und Kinderbetreuungszuschlag beantragt werden.<ref>Cusanuswerk: Förderung von Studierenden. Abgerufen am 14. Juli 2024.</ref> Für Stipendiaten können bei Studien im Ausland Auslandszulagen gewährt sowie Reisekosten und Studiengebühren ersetzt werden.

Ideelle Förderung

Die Förderung umfasst nicht nur finanzielle Zuwendungen, sondern auch regelmäßig stattfindende Bildungsveranstaltungen, ein geistliches Programm sowie eine Jahrestagung.<ref>Cusanuswerk: Bildungsprogramm. Abgerufen am 14. Juli 2024.</ref>

Während ihres Studiums bilden die Stipendiaten in den Hochschulorten eigene Gruppen und haben dort Vertrauensdozenten als Ansprechpartner. Besonderer Wert wird auf soziales Engagement und auf den Erwerb von Auslandserfahrungen gelegt. Zweimal im Jahr treffen sich die Sprecher der Hochschulgruppen auf der Cusanuskonferenz.

Im Rahmen der Künstlerförderung veranstaltet das Cusanuswerk jährlich eine Auswahlausstellung mit Werken der Bewerber. Eine weitere Besonderheit der Künstlerförderung ist die Vergabe des weiterführenden Georg-Meistermann-Stipendiums an Absolventen.

Das Cusanuswerk bietet zudem ein Karriereförderprogramm für Stipendiatinnen aller dreizehn Begabtenförderungswerke an. Im Rahmen des Programms „Talente sichern – Zukunft gestalten“ werden begabte junge Frauen dabei als Mentees von Führungskräften in einem Zeitraum von 18 Monaten bei ihrem beruflichen Werdegang als Nachwuchskräfte beratend begleitet und unterstützt. In programmbegleitenden Seminaren werden die besonderen Anforderungen an Führungsaufgaben und die damit verbundenen beruflichen und privaten Herausforderungen trainiert und reflektiert.<ref>Karriereförderung für Frauen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Juni 2019; abgerufen am 10. Juni 2020.</ref>

Nach der Förderung können sich ehemalige Stipendiaten als „Altcusaner“ an diversen Programmpunkten wie beispielsweise den Fachschaftstagungen des Cusanuswerks beteiligen; sie sind vertreten im gewählten Altcusanerrat und bilden ein großes Netzwerk.<ref>Cusanuswerk: Allgemeines. Abgerufen am 14. Juli 2024.</ref>

Cusanushaus Mehlem

Im März 2012 wurde das Cusanushaus in Bonn-Mehlem auf Initiative des damaligen Geistlichen Rektors Siegfried Kleymann eröffnet.<ref>Cusanuswerk: Cusanushaus Mehlem wurde eröffnet. Abgerufen am 14. Juli 2024.</ref> In diesem geistlichen Studienhaus werden regelmäßig „Ora et labora“-Wochen angeboten: Stipendiaten können sich dort zu einer ungestörten Studienzeit zurückziehen. Darüber hinaus steht das Haus allen Stipendiaten für eine längere Studienzeit, etwa für den Zeitraum von einer bis vier Wochen, zur Verfügung. Damit erhalten eine größere Anzahl Studierender und Promovierender die Möglichkeit zum „Studieren und Beten“.<ref>Startseite. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Juni 2020; abgerufen am 10. Juni 2020.</ref><ref>Katholisch und hochbegabt – Hier lernen die Studenten des Cusanuswerks. Abgerufen am 10. Juni 2020.</ref>

Seit 2019 wird das Cusanushaus Mehlem durch einen eigenen Stiftungsfonds der Stiftung Begabtenförderung Cusanuswerk langfristig unterstützt.<ref>06.12.2019: Stiftungsfonds "Cusanushaus Mehlem" gegründet. Abgerufen am 6. März 2024.</ref> Während der Corona-Pandemie wurde das Haus mit Arbeits-, Wohn- und Schlafräumen sowie Kapelle neugestaltet; seitdem hat hier auch das Geistliche Rektorat des Cusanuswerks seinen Sitz.<ref>Konzept. Abgerufen am 6. März 2024.</ref>

Bekannte ehemalige Cusanusstipendiaten (sogenannte Altcusaner)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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