Zum Inhalt springen

Luras

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. März 2026 um 10:24 Uhr durch imported>Windharp (Abschnittlink korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Luras
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltVorlage:Platzhalterbild
Staat Italien
Region Sardinien
Provinz Gallura Nord-Est Sardegna (OT)
Lokale Bezeichnung Luras / Lurisi
Koordinaten 40° 56′ N, 9° 11′ OKoordinaten: 40° 56′ 0″ N, 9° 11′ 0″ O
 {{#coordinates:40,933333333333|9,1833333333333|primary
dim=10000 globe= name= region=IT-OT type=city
  }}
Höhe 508 m s.l.m.
Fläche 87,03 km²
Einwohner 2.367 (31. Dez. 2024)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).</ref>
Postleitzahl 07025
Vorwahl 079
ISTAT-Nummer 090037
Bezeichnung der Bewohner Luresi
Schutzpatron Nostra Signora del SS. Rosario
Website www.comune.luras.ss.it

Luras ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), galluresisch: Lurisi) ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 2367 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Provinz Gallura Nord-Est Sardegna auf Sardinien.

Name und Lage

Der Name Luras stammt aus dem Lateinischen lura, was Sack bedeuten soll, weil die Felsen der Umgebung an solche erinnern. Der Ort in der historischen Region Gallura liegt auf einer Hochebene voller Felsbrocken auf einer Höhe von 508 m s.l.m., im kahlsten Bereich der Gallura. Die Tancas (Begrenzungsmauern) prägen das Bild. Luras ist etwa 11 km von Tempio Pausania und 38 km von Olbia entfernt.

Die Nachbargemeinden sind Arzachena, Calangianus, Luogosanto, Sant’Antonio di Gallura und Tempio Pausania. Anders als in den anderen Ortschaften der Gallura wird in Luras noch ein ursprüngliches Sardisch aus der Mittelsardischen (logudoresischen) Dialektfamilie gesprochen; warum das so ist, ist unklar.

Geschichte

Einige Historiker gehen davon aus, dass der Ort Luras, in dessen Nähe vorzeitliche Spuren zu finden sind, auf eine Gründung der Etrusker im Jahr 862 v. Chr. zurückgeht, obwohl eine Besetzung Sardiniens durch die Etrusker nicht zu belegen ist. Das erste schriftliche Zeugnis für Luras ist die Carta Pisana aus dem Jahr 1300, in der die Ortschaften des Judikats Gallura aufgelistet wurden. In dieser Zeit und in der darauffolgenden aragonesischen Zeit (bis 1479) entstanden um Luras verschiedene Siedlungen, die später wieder aufgelassen wurden. Später wurde Luras ein Teil der Grafschaft Gallura (bis 1839). Im 19. Jahrhundert begannen die Lureser mit ihren Produkten zu handeln. Dazu gehörten die Berrittas (Kopfbedeckung der sardischen Männer), Wolle, Leder, Kork- und Eisenwaren, Stoffe, Wein und andere landwirtschaftliche Produkte. Heute wird hauptsächlich Landwirtschaft betrieben (Ackerbau, Viehhaltung, Korkeichenanbau und Weinbau, zum Beispiel der Vermentino di Gallura aus der Rebsorte Vermentino).

Sehenswürdigkeiten

In Luras befinden sich die vier Dolmen von Luras. Die Anlagen Alzoledda, Billella, Ciuledda und Ladas sind zum Teil gut erhaltene Dolmen und bestehen aus dem örtlichen Granit.

Datei:Luras - Olivastri millenari (07).JPG
S’ozzastru, seit 1991 Naturdenkmal (Monumento naturale)

1765 wurde die verfallende Pfarrkirche zum Heiligen Jakobus abgebrochen und durch die heutige Pfarrkirche zur Rosenkranzmutter im neuromanischen Stil errichtet. Daneben gibt es mehrere kleinere Kirchen im Ortszentrum und in den Feldern (chiese Campestri)<ref>Le chiese campestri di Luras</ref>

Alte Oleaster (Olea Europea subsp. sylvestris) stehen am Ufer des Lago Liscia, der älteste von ihnen, der von den Luresern S'ozzastru (sardisch für Der Ölbaum) genannt wird, hat einen Umfang von etwa 22 Metern und könnte über 3800 Jahre alt sein. Er ist somit einer der ältesten Bäume Europas. Die anderen zwei alten Ölbäume sind 2500 und 500 Jahre alt.

Museen

In Luras gibt es zwei private Museen. Im Museo Galluras werden Gebrauchsgegenstände früherer Zeiten ausgestellt<ref>Museo Galluras</ref> und die Collezione Forteleoni zeigt Kunstgegenstände aus Kork, die vom Lureser Künstler Tonino Forteleoni (1939–1996) hergestellt wurden.<ref>Collezione Forteleoni</ref>

Verkehr

Die Verbindungsstraße von Calangianus über Luras zur SS 133 (Santa Teresa bzw. Palau) durchquert ein Stück kahlster Gallura. Kein Baum, kein Strauch, nur Tancas (Grenzmauern) durchziehen eine Hochfläche voller Felsbrocken, karger Weideflächen und kleiner Höfe mit Viehhaltung.

Luras besitzt einen Bahnhof an der schmalspurigen Bahnstrecke Sassari–Palau, der in den Sommermonaten vom Trenino Verde bedient wird.

Weblinks

Commons: Luras – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende