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Hufeisen-Ragwurz

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Hufeisen-Ragwurz
Datei:Ophrys ferrum-equinum Greece 22.jpg

Hufeisen-Ragwurz (Ophrys ferrum-equinum), Peloponnes

Systematik
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Unterfamilie: Orchidoideae
Tribus: Orchideae
Untertribus: Orchidinae
Gattung: Ragwurzen (Ophrys)
Art: Hufeisen-Ragwurz
Wissenschaftlicher Name
Ophrys ferrum-equinum
Desf.

Die Hufeisen-Ragwurz (Ophrys ferrum-equinum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ragwurzen (Ophrys) innerhalb der Familie der Orchideen (Orchidaceae).

Beschreibung

Datei:Ophrys ferrum-equinum - Edwards vol 33 (NS 10) pl 46 fig 2 (1847).jpg
Illustration aus Edwards’s Botanical Register, Band 33, 1847, Tafel 46, Abbildung 2

Vegetative Merkmale

Ophrys ferrum-equinum subsp. ferrum-equinum ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern. Als Überdauerungsorgane werden Pflanzenknollen gebildet.

Am unteren Teil des Stängels befinden sich bis zu acht lanzettliche Grundblätter.

Generative Merkmale

Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April. Bei Ophrys ferrum-equinum subsp. ferrum-equinum enthält der endständige Blütenstand nur zwei bis acht Blüten.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die rosarote, selten auch weißlichen Kelchblätter (Sepalen) sind meist etwas rückwärts gerichtet. Die dunkelroten Kronblätter (Petalen) sind in ihrer Form schmal dreieckig und sehr fein behaart. Die dunkelbraune oder dunkelviolette Lippe ist rundlich, selten ist sie schwach dreilappig. Am hinteren Rand findet man dichte, kurze und dunkle Haare. Vorn ist ein kleines Anhängsel zu sehen. Das violette bis graublaue Mal befindet sich in der Lippenmitte. Es kann die Form eines Hufeisens haben oder aus zwei isolierten Punkten bestehen. Die Basalschwielen erscheinen schwärzlich.

Ökologie

Bei Ophrys ferrum-equinum handelt es sich um einen sommergrünen Knollengeophyten.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet liegt im östlichen Mittelmeerraum. Man findet Ophrys ferrum-equinum im Süden Albaniens, auf dem griechischen Festland und in Anatolien. Ophrys ferrum-equinum kommt in lichten Kiefernwäldern, Garriguen und auf Magerrasen mit basenreichen Böden vor. Im Gebirge findet man Ophrys ferrum-equinum bis zu einer Höhenlage von 1000 Metern.

Systematik

Die Erstbeschreibung von Ophrys ferrum-equinum erfolgte 1807 durch den französischen Botaniker René Louiche Desfontaines in Annales du Muséum National d'Histoire Naturelle, Band 10, Seite 226.<ref name="Tropicos" /><ref name="WCSP" /> Das Artepitheton ferrum-equinum bedeutet „Hufeisen“.

Es wurde eine größere Anzahl von Varietäten und Unterarten von Ophrys ferrum-equinum beschrieben,<ref name="BaumannKünkeleLorenz2006" /> von denen alle Varietäten und einige Unterarten als Synonyme betrachtet werden.<ref name="WCSP" />

An Unterarten gibt es nur noch (Stand 2011):<ref name="WCSP" />

  • Mandalya-Ragwurz, Amorgos-Ragwurz (Ophrys ferrum-equinum <templatestyles src="Person/styles.css" />Desf. subsp. ferrum-equinum, Syn.: Ophrys andracnitis <templatestyles src="Person/styles.css" />Bory & Chaub., Ophrys aranifera subsp. parnassica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vierh.) Soó, Ophrys argolica subsp. mandalyana <templatestyles src="Person/styles.css" />(B.Baumann & H.Baumann) Kreutz, Ophrys corinthiaca <templatestyles src="Person/styles.css" />Hausskn., Ophrys labiosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Kreutz, Ophrys lesbis var. mandalyana <templatestyles src="Person/styles.css" />(B.Baumann & H.Baumann) P.Delforge, Ophrys ×moreana subsp. dornheckeri <templatestyles src="Person/styles.css" />F.Fohringer, Ophrys ferrum-equinum var. anafiensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Biel, Ophrys ferrum-equinum var. labiosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kreutz) Hennecke, Ophrys ferrum-equinum var. minor <templatestyles src="Person/styles.css" />Biel, Ophrys ferrum-equinum subsp. convexa <templatestyles src="Person/styles.css" />B.Baumann & H.Baumann, Ophrys ferrum-equinum subsp. labiosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kreutz) Kreutz, Ophrys ferrum-equinum subsp. mandalyana <templatestyles src="Person/styles.css" />B.Baumann & H.Baumann): Sie kommt von Albanien über die Kykladen, Sporaden und den Inseln der Ägäis bis zur südlichen und südwestlichen Türkei vor.<ref name="WCSP" /> Als Bestäuber wurde Megachile parietina beobachtet.<ref name="BaumannKünkeleLorenz2006" />
  • Ophrys ferrum-equinum subsp. gottfriediana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Renz) E.Nelson (Syn.: Ophrys gottfriediana <templatestyles src="Person/styles.css" />Renz, Ophrys spruneri subsp. gottfriediana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Renz) Soó, Ophrys ferrum-equinum var. gottfriediana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Renz) Biel,Ophrys ferrum-equinum var. pseudogottfriediana <templatestyles src="Person/styles.css" />Paulus): Sie kommt in Griechenland und auf Inseln in der Ägäis in Höhenlagen von 0 bis 700 Metern vor.<ref name="WCSP" />

Literatur

  • Karl-Peter Buttler: Orchideen, die wildwachsenden Arten und Unterarten Europas, Vorderasiens und Nordafrikas. Mosaik Verlag 1986, ISBN 3-570-04403-3.

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP"> H. Æ. Pedersen, N. Faurholdt, 2007: Ophrys. The Bee Orchids of Europe, S. 1–297. The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Tropicos"> Ophrys ferrum-equinum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="BaumannKünkeleLorenz2006"> Helmut Baumann, Siegfried Künkele und Richard Lorenz: Orchideen Europas mit angrenzenden Gebieten. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2006, S. 152–154. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Hufeisen-Ragwurz (Ophrys ferrum-equinum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien