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Drauradweg

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Drauradweg (R1)
Datei:DravaBike Logo.jpg
Gesamtlänge ca. 710 km
(ItalienItalien 10 km, OsterreichÖsterreich 290 km, SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg 145 km,
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg 265 km)<ref name="dravabike.si">Der Drauradweg in Ziffern, abgerufen am 20. März 2018</ref>
Lage ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Slowenien
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien
Startpunkt Bahnhof Toblach
46° 43′ 29,3″ N, 12° 13′ 31,8″ O
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Zielpunkt Osijek
45° 33′ 11,5″ N, 18° 41′ 27,2″ O
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Bodenbelag asphaltiert, wassergebundene Oberfläche<ref name="drauradweg.com" />
Schwierigkeit leicht – mittel<ref name="adfc-tourenportal"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Drauradweg (Memento vom 21. März 2018 im Internet Archive), auf www.adfc-tourenportal.de, abgerufen am 20. März 2018</ref>
Verkehrs­aufkommen gering<ref name="adfc-tourenportal" />
ADFC-Zertifizierung 5 von 5 Sternen<ref>Drauradweg, ADFC, abgerufen am 30. Januar 2019</ref>  Datei:ADFC Logo 2009.svg
(Toblach – Maribor);
Rest der Strecke nicht zertifiziert
<ref name="drauradweg.com"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lavamünd-Maribor-Varaždin bis nach Legrad (Memento vom 21. März 2018 im Internet Archive), auf Drauradweg.com, abgerufen am 20. März 2018</ref>
Webadresse drauradweg.com
dravabike.si
Routenverlauf
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Bahnhof Toblach
Übergang ItalienÖsterreich
Lienz
Villach
Völkermarkt
Übergang ÖsterreichSlowenien
Dravograd
Štrekna
Radlje ob Dravi
Maribor
Ptuj
Ormož
Središče ob Dravi
Übergang SlowenienKroatien
Varaždin
Draškovec
Murradweg
von der Sticklerhütte
Legrad
Osijek

f

Der Drauradweg (R1) (ital.: Ciclabile della Drava, slow.: Dravska kolesarska pot) ist ein Radfernweg entlang der Drau. Er ist durchgängig von der Quelle der Drau bis zum Zusammenfluss mit der Mur beschildert.

Der Drauradweg ist im österreichischen Teil ein mit fünf Sternen ausgezeichneter Fernradwanderweg, der die Länder Italien (Südtirol), Österreich (Osttirol und Kärnten) mit Slowenien, Kroatien und Ungarn entlang des Flusses Drau verbindet.

In seinem italienischen Teil sind es gerade mal 13 km, in Österreich fährt man gute 270 km, während die anschließenden Kilometer durch Slowenien (144 km), Kroatien (runde 100 km) und Ungarn (etwas mehr als 200 km) 450 km des Streckenverlaufs ausmachen. Gesamt können Radler also 750 km entlang der Drau reisen.

Geschichte

Der Drauradweg wurde im Zuge des Baus von Draukraftwerken in den 1980er Jahren errichtet. Die Dammwege dienten zuerst als Zufahrten zu den Kraftwerksbaustellen. Der erste Abschnitt Spittal an der DrauVölkermarkt erhielt 1990 die Bezeichnung R1. Erweiterungen, Lückenschlüsse und Rastplätze folgten, teilweise als Interreg-Projekt.<ref>Roland Oberdorfer: Der Drauradweg: Ein Beispiel für nachhaltige Entwicklung im Radtourismus. (PDF; 7,2 MB) 2015, S. 5, abgerufen am 22. April 2019.</ref>

Beim Unwetter im Oktober 2018 wurde der Radweg in Osttirol abschnittsweise komplett zerstört.<ref>Drauradweg ab Mitte Mai provisorisch offen. In: tirol.orf.at. 18. April 2019, abgerufen am 22. April 2019.</ref> Ab Ende Mai 2019 war er wieder durchgehend befahrbar.<ref>Raimund Mühlburger: Drauradweg im Osttiroler Pustertal ab 30. Mai wieder durchgängig befahrbar. In: osttirol-heute.at. 18. April 2019, abgerufen am 30. Oktober 2020.</ref>

Streckenverlauf

Der Radweg beginnt am Bahnhof Toblach, nahe der Quelle der Drau, wo er an das Südtiroler Radwegenetz angeschlossen und dort Teil der Radroute 3 „Pustertal“ ist. Er führt dann durch das Pustertal bis Lienz und von dort weiter durch Kärnten an Berg im Drautal, Villach und Völkermarkt vorbei nach Maribor in Slowenien. Von dort geht es weiter nach Kroatien, wo der Weg bis zur Mündung der Mur in die Drau beschildert ist.

Ab Sillian bis Lienz geht es sehr viel bergab. Ab Lienz ist es relativ flach, nach Ferlach wird es zum Teil auch hügeliger.

Die Strecke verläuft weitgehend auf asphaltierten, landwirtschaftlichen Nebenwegen, teilweise auf Radwegen an Bundesstraßen, verkehrsberuhigten Gemeindestraßen oder auf offen gelassenen, gekiesten Naturwegen in unmittelbarer Flussnähe.

Zum genauen Streckenverlauf empfiehlt sich eine Radwegekarte, auch eine Routenführung beim ADFC ist online abzurufen.

Während die italienischen und österreichischen Streckenabschnitte eine optimale touristische Versorgung anbieten, ist der osteuropäische Streckenverlauf durch die pannonische Tiefebene südlich von Budapest trotz bestehender Beschilderung noch wenig touristisch erschlossen.

Eine Anbindung an das österreichische Radfernwegenetz, wie z. B. die Verbindung zum Mur- oder Möllradweg besteht ebenso wie die Verbindung zum ungarischen Teil des Radfernweges entlang der Donau Richtung Schwarzes Meer oder Budapest.

Südtirol

Wenn man nicht die Anreise mit zusätzlichen 70 km über Brixen/Italien entlang der Rienz wählen möchte, beginnt die Reise am Bahnhof von Toblach in Italien. Ein Anschluss an das Südtiroler Radwegenetz besteht und die Beschilderung ist den italienischen Gepflogenheiten angepasst in grünen Schildern mit weißer Schrift.

Es empfiehlt sich, kurz hinter Toblach die gut ausgeschilderte Quelle zu besuchen und sich über den Streckenverlauf, das Wassereinzugsgebiet und die sog. Wasserscheide zwischen Adria und Schwarzem Meer im Toblacher Feld zu informieren.

Osttirol

Datei:Drauradweg2.jpg
Eine Tafel am Drauradweg in Osttirol

In Osttirol ist der Radweg als R1 auf grünen Tafeln mit weißer Schrift ausgewiesen.

Kärnten

Datei:Willkommen in Kärnten, Drauradweg, Oberdrauburg.jpg
Oberdrauburg: Eintritt des Drauradweges nach Kärnten

Der Kärntner Teil des Drauradweges ist 228 km lang.<ref>Statistisches Handbuch des Landes Kärnten – Daten 2021. (PDF) Amt der Kärntner Landesregierung, 2022, S. 97, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref> In Kärnten erfolgt die Beschilderung ebenfalls als R1 auf grünen Schildern mit weißer Schrift.

Der Streckenverlauf im Oberen Drautal ist durch zahlreiche Unterkünfte und Gastronomiebetriebe<ref>Drauradwegwirte. Abgerufen am 23. April 2021.</ref> touristisch gut erschlossen und bietet zusätzliche Ausflugsziele abseits des Radwegs – wie die Ochsenschlucht in Berg im Drautal und den Badesee Greifenburg.<ref>Daniel Stocker: Drauradweg R1. Abgerufen am 7. März 2021.</ref>

Varianten

In Kärnten gibt es folgende Varianten:<ref>R1 - Drauradweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>

  • R1A Amlacher Radweg: Folgt der Drau rechts von Dellach über Amlach nach Lind<ref>R1A - Amlacher Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>
  • R1B Faaker See Radweg: Von Villach über Faaker See und Ledenitzen zum R1C Rosental Radweg<ref>R1B - Faaker See Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>
  • R1C Rosental Radweg: Vom R3 Gailtal-Radweg bei Müllnern über Ledenitzen nach St. Jakob zum Drauradweg<ref>R1C - Rosental Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>
  • R1D Jauntal Radweg: Vom R1 bei Goritschach südlich durch das Jauntal; Rückkehr zum R1 bei Aich<ref>R1D - Jauntal Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>
  • R1E Seeberg Radweg: Vom R1 bei Völkermarkt über das Jaunfeld und durch das Vellachtal nach Eisenkappel<ref>R1E - Seeberg Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>
  • R1F Klopeinersee Radweg: Vom R1 bei Seidendorf über Klopeiner See, Eberndorf und Köpping zum R1D Jauntal Radweg bei Jaunstein<ref>R1F - Klopeinersee Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>
  • R1G Edlinger Radweg: Vom R1 bei Ratschitschach über Mittlern zum R1D Jauntal Radweg bei St. Michael<ref>R1G - Edlinger Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>
  • R1H Wasserhofner Radweg: Vom R1E Seeberg Radweg bei der Draubrücke der B82 Seeberg Straße über St. Lorenzen zum R1F Klopeiner See Radweg bei Wasserhofen<ref>R1H - Wasserhofner Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>
  • R1K St. Martiner Radweg:Vom R1 bei St. Ulrich über St. Niklas und St. Martin zum R1 beim Kraftwerk Rosegg<ref>R1K - St. Martiner Radweg. strassenbau.ktn.gv.at, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref>

Slowenien

Datei:Drauradweg Slowenien.jpg
Beschilderung des Drauradweges in Slowenien, kurz nach der Grenze bei Dravograd

In Slowenien wechselt die Beschilderung zu roten Schildern mit weißer Schrift. Davor waren blaue Schilder mit weißer Schrift üblich, diese sind teilweise noch vorhanden. Die Kennzeichnung erfolgt durchgängig mittels des Dravabike-Logos. Der Abschnitt von der österreichischen Grenze bei Unterdrauburg bis Marburg wird als D3 geführt. Der Abschnitt von Marburg bis Pettau ist Teil des D5. Der Abschnitt von Pettau zur kroatischen Grenze bei Friedau wird als D6 geführt.<ref>Kolesarski projekti KI JIH SOFINANCIRA EVROPSKA UNIJA. (PDF) eu-skladi.si, 2009, abgerufen am 1. April 2023.</ref>

Kroatien

Datei:Beschilderung Drauradweg.jpg
Beschilderung des Drauradweges in verschiedenen Ländern, von einer Infotafel

In Kroatien wechselt die Beschilderung zu blauen Schildern mit weißer Schrift. Der Radweg ist als R1 ausgewiesen und mit dem Dravabike-Logo gekennzeichnet.

Bahnanbindung

Von Wien Hauptbahnhof nach Sillian ist die Anreise per Bahn mehrmals täglich möglich, mit Umsteigen in Lienz oder in Franzensfeste.

Auch der Ausgangspunkt in Toblach ist mit der Bahn (von Lienz, Innsbruck und Bozen) direkt erreichbar.

Die Rückfahrt ist meistens nicht sehr schwer, da der Radweg ab Innichen bis Völkermarkt entlang der Südbahn geht. In Maribor kann man über Graz auch nach Österreich kommen.

Bildergalerie

Weblinks

Commons: Drauradweg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • bikeline Radtourenbuch „Drau-Radweg, Von der Quelle zur Murmündung. Mit Pustertal-Radweg“. 1:50.000, Ortspläne, Übernachtungsverzeichnis. 12. Auflage. Verlag Esterbauer, Rodingersdorf 2020, ISBN 978-3-85000-902-7 (152 S.).

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein

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