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Memelburg

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Memelburg
Datei:Klaipėdos pilies maketas XVII a..jpg
Modell der Memelburg mit Bastionen (17. Jh.)

Modell der Memelburg mit Bastionen (17. Jh.)

Alternativname(n) Aldajaborg<ref name="genwiki">Memel. In: GenWiki. 26. Oktober 2024, abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref>, Aldeska<ref name="genwiki" />, Neu-Dortmund<ref>Karl Woldemar von Löwis of Menar: Burgenlexikon für Alt-Livland. Hrsg.: Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen in Riga. Walters und Rapa, Riga 1922, S. 82 (lndb.lv [PDF; 28,8 MB]).</ref>, Memele castrum<ref name="tourism">Geschichte von Klaipeda. Klaipėda Tourism, 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. September 2025.</ref>, Mimmelburg<ref name="tourism" />, castrum Memel<ref name="tourism" />, Mumel<ref name="genwiki" />, Mümmel<ref name="genwiki" />, Memmel<ref name="genwiki" />, Glaupeda<ref name="genwiki" />, Klawppedda<ref name="genwiki" />, Cleupeda<ref name="genwiki" />, Klaipeda<ref name="genwiki" />
Staat Litauen
Ort Klaipėda
Entstehungszeit 1252 (Vorgängerbau), 1253
Burgentyp Wasserburg
Erhaltungszustand Ruine
Geographische Lage 55° 42′ N, 21° 8′ OKoordinaten: 55° 42′ 20″ N, 21° 7′ 44″ O
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Die Memelburg war eine Deutschordensburg an der Mündung des Kurischen Haffs in die Ostsee, gelegen im heutigen Klaipėda (deutsch: Memel). Viele Jahrhunderte war sie eine der wichtigsten Grenzburgen des Deutschen Ordens und später des Königreichs Preußen. Ab dem 15. Jahrhundert zur Festung ausgebaut, verlor sie Ende des 18. Jahrhunderts ihre Bedeutung und wurde abgetragen. Nach Ausgrabungen und langen Vorarbeiten, wird die Burg in Etappen wieder aufgebaut.<ref>Dankwart Guratzsch: Die Memelburg soll wiederauferstehen. Litauen will die 1252 errichtete Anlage an der Mündung des Kurischen Haffs für 42 Millionen Euro rekonstruieren. In: Die Welt. 29. Dezember 2008, abgerufen am 11. Dezember 2018.</ref><ref>Klaipėdos piliavietėje atkurta šiaurinė kurtina. In: welovelithuania.com, 30. Juli 2018, abgerufen am 17. September 2019 (litauisch; mit Modelldarstellungen).</ref>

Bei der Burg handelt es sich nicht nur um die älteste Backsteinburg Litauens, sondern auch um die einzige mittelalterliche Burg des Landes, die nicht von Balten, sondern von Deutschen erbaut wurde. Archäologische Ausgrabungen brachten bisher zahlreiche historische Funde zu Tage, die Dank gründlicher Untersuchung das Leben auf der Burg bzw. späteren Festung dokumentieren.<ref>Jurga Petronytė: Batai iš Meksikos, riterių segės ir kitos Klaipėdos pilies įdomybės. In: delfi.lt. 5. April 2020, abgerufen am 3. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Vor dem Eintreffen der ersten Kreuzfahrer war die Region um Memel Siedlungsgebiet kurischer Stämme der historischen Landschaft Pilsaten.<ref name="Meyer">Richard Meyer: Das Memelland. Hrsg.: Der Göttinger Arbeitskreis (= Schriftenreihe. Heft 12). Holzner, Kitzingen 1952, S. 18–26.</ref>

1252 schickte der Hochmeister des Deutschen Ordens seinen Stellvertreter Eberhard von Sayn nach Livland um eine Vereinbarung des Livländischen Landmeisters Andreas von Felben mit dem litauischen Fürsten Mindaugas zu untersuchen. Obwohl dadurch große Gebiete Litauens (ein großer Teil Samogitiens (u. a. die Hälfte der Ländereien von Raseiniai, Betygala und Laukuva), sowie Sudauen und Nadrauen)<ref name="Inga" /> an den Orden gingen, kritisierten einige Ordensmitglieder seine diplomatische Politik gegenüber den Litauern. Es folgte die Absetzung des Landmeisters, dessen Amt übergangsweise von Eberhard von Sayn übernommen wurde. Dieser gab das Bündnis mit Mindaugas jedoch nicht auf und organisierte stattdessen einen Feldzug gegen dessen Feinde in Samogitien.<ref name="Inga">Inga Baranauskienė: Durbės mūšis. Istorija, priežastys, pasekmės. In: zemaitiualka.lt. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2012; abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Unter dem Livländischen Orden

Datei:Klaipeda castle.jpg
Memelburg um 1535. Gut erkennbar sind die frühneuzeitlichen Rondelle.

Einige Monate später, am 1. August 1252, unterzeichneten Eberhard und Bischof Heinrich von Kurland die Gründungsurkunde von Burg und Stadt Memel, wo Heinrich seinen Bischofssitz errichten wollte.<ref name="Annaberg"></ref>

Noch im Jahr 1252 errichtete der Livländische Orden (möglicherweise mit Unterstützung litauischer Arbeiter) eine Holzburg auf einer der sumpfigen Inseln des Mündungsdeltas der Dange. Sie sollte die Region als wichtigste Verbindung zwischen den Territorien des Deutschen Ordens im Süden und des Livländischen Ordens im Norden vor Angriffen aus Samogitien absichern. Auch der Deutsche Orden erhoffte sich dadurch Entlastung. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung war der livländische Ordenszweig nämlich bereits weit nach Süden vorgerückt, während der Deutsche Orden in Preußen noch in intensive Kämpfe mit den einheimischen Völkern der Semba und Schalauer verwickelt war, die von den Samogiten unterstützt wurden.<ref name="Meyer" />

Kurz darauf belagerten die Semba und die Samogiten, für die die Existenz der Burg eine große Gefahr darstellte, erfolglos die Memelburg. Es ist durchaus möglich, dass es sogar zwei Belagerungen (1252, 1253) gab, da gem. Reimchronik der neue livländische Landmeister Anno von Sangerhausen während des Angriffs der Semba im Herbst 1253 in Riga eintraf.<ref name="Inga" />

Da sich das Gelände relativ schnell als stark sumpfig und zu eng für einen weiteren Ausbau der Burg herausstellte, wurde im Frühjahr 1253 ein paar hundert Meter entfernt auf einer besser gelegenen Insel mit dem Bau einer neuen Burg aus Backsteinen begonnen, die bereits Ende desselben Jahres fertiggestellt war. Gemäß Vereinbarung erhielt der Orden zwei Drittel der Burg und der Bistum Kurland ein Drittel. Sie diente dem Livländischen Orden fortan als Vorposten der Mission in Kurland und Litauen und war zudem ein wichtiger militärischer Stützpunkt an der schmalen Grenze beider Ordensgebiete.<ref name="Meyer" /> Außerdem wurde noch im selben Jahr die Komturei Memel gegründet, deren Sitz die Memelburg fortan war; erster Komtur wurde Bernhard von Haren, der bisherige Vogt von Goldingen.<ref name="Inga" />

Neben dem Komtur bestand der Konvent damals mit dem Hauskomtur, dem Fischmeister, dem Schmiedemeister, 5 Ordensbrüdern und 2 Priesterbrüdern aus lediglich 11 Ordensleuten (alles Deutsche).<ref>Hans Paul Karallus, Dr. Pauschmann: 740 Jahre See- und Handelsstadt Memel. In: Memeler Dampfboot - Die Heimatzeitung aller Memelländer. 144. Jg,, Nr. 7. Werbedruck Köhler, Oldenburg 20. Juli 1992 (klavb.lt [PDF; 24,1 MB; abgerufen am 30. März 2026]).</ref>

Die kurländischen Bischöfe haben nur wenige Jahre in Memel residiert und verlagerten ihren Sitz alsbald nach Pilten. Das 1290 errichtete Domkapitel (die sechs Domherren waren Priester im Deutschen Orden) siedelte 1298 nach Windau über.<ref name="Annaberg" />

Nach der Krönung Mindaugas zum König von Litauen, wurden, wie vereinbart, beträchtliche Ländereien an den Deutschen Orden übergeben. Die davon betroffenen Samogiten konnten sich unter ihrem Anführer Alminas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) jedoch der fremden Herrschaft erfolgreich widersetzen und verwickelten den Orden in langwierige, verlustreiche Kämpfe. 1257 rückte eine samogitische Streitmacht sogar bis auf Memel vor und fügte dem Livländischen Orden unter dem neuen Landmeister Burkhard von Hornhausen in einer Feldschlacht eine schwere Niederlage zu. Der verletzte Landmeister konnte sich nur mit großer Mühe bis nach Memel durchkämpfen.<ref name="Inga" />

1258 wurde Memel von rebellierenden Litauern aus Crottingen überfallen; als Racheakt wurde daraufhin deren Burg Crottingen zerstört.<ref name="Meyer" />

Am 14. März 1323 konnten litauische Truppen unter Großfürst Gediminas in die Komturei einfallen und in der Schlacht von Memel die Stadt zerstören. Die Burg jedoch konnte gehalten werden und das feindliche Heer musste sich zurückziehen. Vorausgegangen waren schwere Streitigkeiten und Kämpfe zwischen dem Livländischen Orden und der Kirche, was den Überfall der Litauer begünstigte.<ref name="Meyer" />

Als eine direkte Konsequenz aus diesem verheerenden Angriff sah sich der Livländische Orden gezwungen, 1328 die Komturei Memel mitsamt Burg und Stadt an den Deutschen Orden abzugeben. Da keine direkte Landbrücke mehr nach Kurland existierte und die einzig verbliebene Versorgungsroute über die Kurische Nehrung bzw. das Haff verlief, war dies ein durchaus logischer Schritt.<ref name="Meyer" />

Der Bischof von Kurland verzichtete jedoch erst 1392 auf sein Drittel von Memel, weshalb Burg und Stadt erst seitdem vollständig dem Deutschen Orden unterstanden.<ref name="Annaberg" />

Unter dem Deutschen Orden

Aufgrund seiner exponierten Lage und Funktion als wichtiger Brückenkopf des Deutschordensstaats kam Memel aber auch unter der Herrschaft des Deutschen Ordens nicht zur Ruhe. Die ständige Gefahr von Überfällen aus Litauen hemmte zudem die Stadtentwicklung.<ref name="Meyer" /> So wurde die Burg 1379 von Litauern und Samogiten zerstört, 1393 mit einem Bergfried wiedererrichtet und noch im selben Jahr von Litauern erneut zerstört.

1398 erhielt der Deutsche Orden vom Litauerfürsten Vytautas im Vertrag zu Sallinwerder Samogitien zugesprochen, als Gegenleistung für die Hilfe des Ordens gegen die Goldene Horde. Dieses Gebiet wurde als Vogtei Samogitien in den Orden eingegliedert, was die Lücke zwischen dem Deutschordensstaat zwischen Livland und Preußen schloss. Dadurch hatte Memel ein Hinterland erhalten und war mit einem Mal keine Grenzstadt mehr. Dennoch war die Memelburg immer wieder Angriffen ausgesetzt; so wurde sie 1402 abermals von den Samogiten zerstört.<ref name="Meyer" />

Datei:Panorama of Klaipėda by Juozas Narūnavičius, 1674.jpg
Stadt und Festung im Jahre 1674, Gemälde von Józef Naronowicz-Naroński

Laufend erneuert und erweitert wurde sie vor allem ab 1408 vom Hochmeister Ulrich von Jungingen. Sie behielt auch nach der Niederlage des Deutschen Ordens in der Schlacht bei Tannenberg (1410) ihre Bedeutung. Im darauffolgenden Ersten Frieden von Thorn musste Samogitien 1411 wieder an Litauen abgetreten werden, wodurch Memel wieder zur Grenzfestung wurde. Im Frieden vom Melnosee wurde 1422 die Grenze zwischen dem preußischen Ordensgebiet und Litauen neu geregelt; dieser Grenzverlauf blieb bis 1945 unverändert.<ref name="Annaberg" />

Während des 15. Jahrhunderts wurde die Burg gegen litauisches Geschützfeuer gewappnet und auch für den Einsatz von Feuerwaffen umgerüstet.<ref name=Rimsa />

Im Jahre 1457 überfiel die Stadt Danzig während des Dreizehnjährigen Krieges die Stadt Memel, welche geplündert und zerstört wurde. Danzig erbeutete dabei 14 Kriegsschiffe der Hansestädte Hamburg und Lübeck, die zuvor als Unterstützung mit Truppen und Ausrüstung nach Memel geschickt wurden.<ref name="Meyer" />

Als der Hochmeister Albrecht von Brandenburg 1520 dem polnischen König Sigismund I. den Lehnseid verweigerte, attackierte Danzig Memel mit drei Kriegsschiffen und zerstörte die halbe Stadt. Dabei wurden erneut mit Waren beladene Handelsschiffe erbeutet.<ref name="Meyer" /> Außerdem wurde die für den Schiffsverkehr wichtige Dange-Mündung durch die Versenkung von großen Steinblöcken über lange Zeit blockiert. Erst 1814 konnte diese Barriere entfernt werden; die Steinblöcke wurden dabei u. a. auf dem Süderhuk vergraben und überbaut.<ref name="genwiki" />

Herzogtum Preußen

Teil von Polen-Litauen

Datei:Memel historisch.JPG
Stadt Memel (links) und Memelburg (rechts) um 1684.

1525 trat der letzte Hochmeister des Ordens, Albrecht von Brandenburg, zum Protestantismus über und legte auf Rat Martin Luthers sein Amt als Hochmeister nieder. Er säkularisierte den Deutschordensstaat zum Herzogtum Preußen und führte dieses als Herzog unter polnisch-litauischer Lehenshoheit.<ref name="Annaberg" />

Durch die ständige Verbesserung der Artillerie waren die Verteidigungsanlagen der Memelburg bereits Anfang des 16. Jahrhunderts wieder veraltet. Daher wurde sie zwischen 1516 und 1519 mit Erdwällen und Bastionen befestigt. Zwischen 1538 und 1550 wurde sie durch französische Ingenieure umfassend ausgebaut und erhielt die Form eines unregelmäßigen Vierecks mit nun fünf Rundtürmen. Außerdem wurden Wohn- und Wirtschaftsgebäude entlang der inneren und äußeren Burgmauern errichtet.<ref name=Rimsa />

Nach dem Aussterben der Linie Herzog Albrechts fiel Preußen an die brandenburgischen Hohenzollern, die das Kurfürstentum Brandenburg und dass Herzogtum Preußen fortan in Personalunion als Brandenburg-Preußen verwalteten, jedoch dem polnischen König zur Vasallentreue verpflichtet waren.<ref name="Annaberg" />

Am Ende des Polnisch-Schwedischen Krieges musste Kurfürst Georg Wilhelm die Kontrolle über Memel an Schweden abgeben (von 1629 bis 1635).<ref name="Annaberg" />

Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg konnten die Schweden die Festung 1675 und 1678 nicht einnehmen.<ref name="Annaberg" />

Teil von Brandenburg-Preußen

Datei:Plan und Beschreibung der Vestung und Citadelle Memmel.tif
Lageplan von Memel und der zur Festung ausgebauten Burg von 1742 (linke Bildhälfte). Zum Vergleich rechts die Festung Groß Friedrichsburg in Königsberg.

Durch den Vertragsschluss von Wehlau am 19. September 1657 erlangte das Herzogtum Preußen seine Souveränität von der polnisch-litauischen Krone.<ref name="Annaberg" />

Unter dem „Großen Kurfürsten“ Friedrich Wilhelm wurde die Festung Memel stark befestigt und weiter ausgebaut, sodass Platz für eine Garnison von 400 (Friedenszeit) bzw. 800 Mann (Kriegszeit) geschaffen wurde. Außerdem begann unter ihm eine wirtschaftliche Blüte in der Stadt.<ref name="Annaberg" />

Königreich Preußen und Deutsches Kaiserreich

1709 wurde Memel von einer großen Pestepidemie heimgesucht, die etwa 2.000 Todesopfer – mehr als ein Drittel der Bevölkerung – forderte.<ref name="Annaberg" />

Im Siebenjährigen Krieg wurde die Festung Memel von 29. Juni bis 6. Juli 1757 von einer etwa 10.000 Mann starken russischen Armee unter General Wilhelm von Fermor belagert und eingenommen. Bei der Belagerung von Land- und Seeseite wurden 110 Häuser zerschossen und die Festung Memel schwer beschädigt. Zudem brach nach Ankunft der russischen Soldaten eine verheerende Fleckfieber-Seuche aus, die etwa 8.000 Tote forderte. 1762 zogen die Russen nach dem Separatfrieden mit Friedrich II. aus Memel ab.<ref name="Annaberg" />

Durch die Kriegsschäden und einen Brand schwer beschädigt, wurde die Festung 1763 zum letzten Mal erneuert.

Nach dem Krieg begann ein erneuter wirtschaftlicher Aufschwung in Memel. Vor allem Holz, Flachs und auch Getreide waren gefragt, internationale Krisen und Kriege belebten den Handel zusätzlich. Memel erreichte zu dieser Zeit eine ähnlich große wirtschaftliche Bedeutung wie Königsberg.<ref name="Annaberg" />

Datei:KlaipėdskýHradADanėLetecký.jpg
Luftbild der Burg in Richtung Südwesten mit dem Hafen von Klaipeda (Memel). Das Foto stammt aus 2010, also vor den umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten.

Da die Festungsanlagen ihre strategische Bedeutung verloren hatten, der Platz in der Stadt allerdings für die wachsende Wirtschaft begrenzt war, begann man mit der Verfüllung der Befestigungsgräben. Ab 1770 wurden die äußeren Befestigungsanlagen an die Bevölkerung verkauft oder abgebrochen. Auf den Wällen legten die Einwohner Gärten (auch zum Anbau von Obst und Gemüse) an, während die Wassergräben der Zwischenlagerung von geschlagenen Baumstämmen dienten. Dazu wurde eine Verbindung zwischen Dange und Burggraben ausgehoben, über welche 1855 die „Kettenbrücke“ errichtet wurde.<ref></ref> Die Gebäude innerhalb der Festung fanden zunächst noch Nutzung durch die Stadt. So waren u. a. das Gericht, das Gefängnis, ein Armenhaus und ein Lazarett in der Zitadelle untergebracht.<ref name=Führer >Führer durch Klaipėda und West Litauen. Die ehemalige Burganlage und die Zitadelle. In: krastogidas.lt. Abgerufen am 4. November 2025.</ref> Dabei verfielen die Gebäude jedoch zusehends.<ref name="muziejus">The development of Klaipėda Castle. The History Museum of Lithuania Minor, abgerufen am 4. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zur Erweiterung des Stadtgebiets wurden immer wieder Teile der Festungsanlage eingeebnet. So wurden in den 1840er Jahren die Wassergräben um den nördlichen Ravelin sowie um die nördliche Kontergarde zugunsten des „Neuen Marktes“ verfüllt, bis 1887 folgte der Bereich um die südliche Kontergarde.<ref></ref>

Zwischen 1872 und 1874 wurden die letzten Gebäude der Burg abgerissen, wobei die Steine als Baumaterial für die Gebäude in der Stadt Verwendung fanden. Die Wassergräben der Festung wurden als Holzlager und zur Überwinterung kleiner Boote genutzt.

Zwischen 1903 und 1914 wurden die beiden südlichen Bastionen sowie die östliche, südliche, westliche und die nördliche Kurtine (teilweise) der Festung abgetragen und mit dem gewonnenen Material der Wassergraben teilweise aufgefüllt.

Nachkriegszeit

1946 übernahm die 1945 auf dem Gelände der ehemaligen Lindenauer Werft gegründete Schiffsreparaturgesellschaft das Areal der ehemaligen Festung und errichtete hier Lager- und Werkstatthallen; lediglich die beiden nördlichen Bastionen und ein Teil des nördlichen Festungswalls blieben erhalten.

Erst ab 1967 wurden Burganlage, Stadtbefestigung und Altstadt von der Denkmalschutzbehörde der Litauischen SSR unter Denkmalschutz gestellt.

Archäologische Untersuchungen und erste Restaurierungsarbeiten

1968 fanden unter der Leitung von A. Tautavičius die ersten archäologischen Ausgrabungen auf dem Gelände der Memelburg statt.

Zwischen 1975 und 1981 wurden die Forschungen zur Burggeschichte vom Institut für Denkmalpflege in deutlich größerem Umfang fortgeführt.

1993 wurde die Forschungsarbeit durch das Forschungszentrum für Westlitauische und Preußische Geschichte der Universität Klaipeda unter der Leitung von Prof. Vladas Žulkus auf den neusten Stand gebracht und ergänzt.

Erst 1986 begannen umfangreiche Ausgrabungs- und Sanierungsarbeiten auf dem Burggelände. Dabei wurden die erhaltenen nördlichen Bastionen restauriert, die Überreste freigelegter Bauwerke gesichert, Pflastersteine freigelegt sowie die Mauern des Großen Turms erhöht.

Nach der Unabhängigkeit Litauens verabschiedete die Regierung 1994 einen Erlass zur Sanierung der Burganlage Memel.

Im Jahre 2000 übergab die Republik Litauen das Burggelände an die Stadtverwaltung Klaipeda.

Anlässlich des 750-jährigen Jubiläums der Stadt Memel wurde am 1. August 2002 das Burgmuseum mit der Ausstellung „Schloss und Stadt Klaipeda im 13. bis 17. Jahrhundert“ in der zuvor restaurierten Pforte unter der Friedrich-Bastion eröffnet.

Am 1. August 2006 wurde in der Prinz-Karl-Bastion die Ausstellung „Klaipeda 18. bis 21. Jahrhundert“ eröffnet.<ref>Infotafel Burgmuseum – Pilies teritorija xx a. antroje puseje. Klaipeda.</ref>

Wiederaufbau der Burg

Datei:Klaipėda Castle site in 2025.jpg
Der rekonstruierte Große Segerturm (2025)

Am 5. April 2007 beschloss die Stadt Klaipeda die Memelburg und das umgebende Gelände zu reorganisieren und als Anziehungspunkt für öffentliche Veranstaltungen, Konferenzen und den Tourismus der Stadt wiederherzustellen.

Am 27. September 2007 nahm die Stadt die Rekonstruktion des Burggeländes in den Stadtentwicklungsplan von 2007–2013 auf. Geplant waren dabei u. a. die Wiederherstellung der Festungswälle und Mauern der Memelburg, die Einrichtung eines internationalen Konferenzzentrums sowie die Erweiterung des Burg-Museums.<ref name="Wiederaufbau">Laimonas Bogušas: Klaipėdos miesto fortifikacinė sistema. Piliavietės atkūrimas ir neišlikusios gynybinės sistemos regeneravimo galimybės. In: linkedin.com. 7. April 2020, abgerufen am 29. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Wiederaufbau soll in mehreren Etappen erfolgen:

  1. Sicherung und Rekonstruktion der erhaltenen Festungsbauwerke
  2. Rekonstruktion des großen (auch: „grünen“) Segerturms
  3. Rekonstruktion der Memelburg
  4. Wiederherstellung der restlichen Festungswälle, Bastionen und Festungsgraben

2012 begannen die Arbeiten für die erste Phase. Die teilweise abgetragene nördliche sowie die nicht mehr erhaltene östliche Kurtine wurden wiederhergestellt.<ref name="Wiederaufbau" /> In Letzterer wurde ein modernes Konferenzzentrum mit 300 Sitzplätzen eingerichtet, außerdem wurde das dortige Treibstofflager aus dem Zweiten Weltkrieg zu neuen Ausstellungsräumen umgebaut (Kosten ca. 4,3 Millionen Euro).<ref>Regionu Naujienos: Tęsiami Klaipėdos pilies atgaivinimo darbai. In: www.regionunaujienos.lt. 4. März 2016, abgerufen am 29. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Burghof wurde für Veranstaltungen vorbereitet; dabei wurde der originale Grundriss der Burg mit Pflastersteinen hervorgehoben.

Ende 2025 war die Rekonstruktion des 47 m hohen großen Segerturms beinahe abgeschlossen. Am 14. November wurden erstmals die Türen für Besucher geöffnet. Statt den ursprünglich veranschlagten 6 Millionen Euro wurden letztlich nur 4,5 Millionen Euro benötigt.<ref>Daiva Janauskaitė: Miestą puošiantis Kaipėdos pilies bokštas atveria duris. In: klaipeda.diena.lt. 13. November 2025, abgerufen am 29. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Lediglich die Innenausstattung konnte noch nicht realisiert werden, da die hierfür benötigten Mittel in Höhe von etwa 800.000 Euro bisher nicht genehmigt wurden. Da bereits der Wiederaufbau des einzelnen Turms etwa 4,5 Millionen Euro gekostet hat, gibt es aktuell Zweifel an der Finanzierung der restlichen Gebäude. Dennoch soll an der vollständigen Rekonstruktion der als bedeutendes Kulturdenkmal betrachteten Memelburg festgehalten werden.<ref>Asta Dykovienė: Planuose – pilies atstatymas Skaityti daugiau. In: klaipeda.diena.lt. 26. April 2025, abgerufen am 29. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beschreibung

Erste Burg

Die erste Memelburg war eine einfache Holzburg und wurde auf einer von mehreren kleinen Inseln an der Dange-Mündung errichtet (entspricht heute dem linken Dange-Ufer). Sie bestand aus einer Hauptburg und zwei Vorburgen, die durch Wassergräben und Palisaden geschützt und mit Brücken untereinander verbunden waren. In der Hauptburg befanden sich ein hölzerner, direkt am Ufer des Haffs errichteter Bergfried sowie mehrere Fachwerkhäuser. Die Vorburgen waren wie kleine Inseln angelegt und mit der Hauptburg mittels Brücken verbunden. Geschützt war diese Burganlage durch Palisaden, aufgeschüttete Erdwälle und natürliche Wassergräben.<ref name=Enciklopedija >Vladas Žulkus: Klaipėdos pilis. In: Mažosios Lietuvos Enciklopedija. Abgerufen am 9. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="muziejus" />

Diese wurde jedoch recht unvorteilhaft auf stark sumpfigem Gelände errichtet, das zudem wenig Platz für Erweiterungen bot, sodass sie zugunsten der zweiten Burg aufgegeben wurde.<ref name=Rimsa>Renāta Rimša: Замок Мемель (Клайпеда). In: castle.lv. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Möglicher Standort

Datei:Lageplan Memel um 1600.png
Lageplan von Burg und Stadt Memel um das Jahr 1600 mit eingezeichneten Verläufen der „Alten Dange“ und der „Neuen Dange“, Skizze von Dr. Erich Zurkalowski (1909)

Zur Lokalisierung der ersten Memelburg gibt es mehrere Theorien. Trotz zahlreicher Ausgrabungen ist es bisher nicht gelungen, ihre tatsächliche Lage endgültig und eindeutig zu klären. In der Vergangenheit galt die vorherrschende These, die Burg sei auf dem sumpfigen Boden der Dange-Mündung, in etwa im Bereich der heutigen Festungsanlage bzw. auf der späteren Süderhuk ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) errichtet worden.<ref name="Meyer" />

Durch die Zusammenführung geologischen, archäologischen und kartografischen Materials und den Vergleich mit dem teilrekonstruierten Geländerelief der alten Stadt Memel stellte sich heraus, dass sich die heutige Stadt-Topografie deutlicher von der mittelalterlichen unterscheidet, als bisher gedacht.<ref name="Zulkus" >Vladas Žulkus: Viduramžių Klaipėda: miestas ir pilis – archeologija ir istorija. Žara, Vilnius 2002, S. 22–24.</ref> Die heutige Dange (früher „Neue Dange“) stellte demnach im 13. Jahrhundert nur einen Nebenarm des eigentlichen Flusses dar und erhielt vermutlich erst durch künstliche Eingriffe im Laufe der letzten Jahrhunderte seine jetzige Form.<ref>Dr. Erich Zurkalowski: Die Lage der ältesten Kirchen Memels und das Alter der litauischen Landkirche. In: August Seraphim (Hrsg.): Altpreußische Monatsschrift. Band 46. Thomas & Oppermann, Königsberg 1909, S. 106–109.</ref> Das Flussbett der „Alten Dange“ verlief im 13. Jahrhundert ungefähr entlang der heutigen Straße Didžioji Vandens gatvė (deutsch: Große Wasserstraße) und verzweigte sich dann beim heutigen Theaterplatz in ein etwa 800 m breites Flussdelta. Diese Flussarme bildeten mehrere relativ niedrige, sandige Inseln. Zwei der drei größten Inseln lagen nördlich (rechtes Ufer) der Alten Dange direkt nebeneinander, die dritte südlich des Flusses (linkes Ufer). Der Archäologe Vladas Žulkus verortet dementsprechend die erste Burg am linken Ufer der Alten Dange auf der südlichen der drei Inseln.<ref name="Zulkus" />

Zweite Burg

Die zweite Burg wurde bereits ein Jahr später (1253) auf der nordwestlichen der drei großen Inseln angelegt. Es wurden Stein- und Holzgebäude errichtet (darunter auch eine Kapelle), die einen rechteckigen Burghof umschlossen. Die Existenz von Wehrtürmen ist in dieser Bauphase noch nicht belegt. Das Verteidigungssystem bestand dabei aus einer Ziegelmauer mit einem umlaufenden Wassergraben, davor lag ein Erdwall mit einer vorgelagerten Palisade.<ref>Vladas Žulkus: Viduramžių Klaipėda: miestas ir pilis – archeologija ir istorija. Žara, Vilnius 2002, S. 31.</ref> Vor dieser wurde ein weiterer Wassergraben angelegt. Gleichzeitig entstand auf einer vorgelagerten Insel eine Siedlung (die spätere Stadt Memel), zunächst hauptsächlich für das Burgpersonal.

Durch archäologische Ausgrabungen im nördlichen Teil des Burggeländes lässt sich für die Burg aus dem 14. Jahrhundert in diesem Bereich eine fragmentarische Rekonstruktion anstellen; der südliche Teil der Burganlage, wo sich auch der Hauptteil der Burg befand, konnte bisher noch nicht untersucht werden. So wurden die Fundamente zweier Wehrtürme freigelegt. Einer davon könnte ein Torturm gewesen sein, da bei ihm Spuren eines 2,5 m breiten Tores und eines Steinpflasters gefunden wurde. Beidseitig dieses Tores befanden sich zwei kleine, etwa 1,3 m breite Räume – vermutlich für die Torwachen. Er befindet sich in der Nordost-Ecke der Burg und war ca. 10,5 m lang. Das Fundament des Turms ist flach, er hatte kein Kellergeschoss und war nur ein oder zwei Stockwerke hoch. Das Steinpflaster erstreckte sich vom Tor aus offenbar in Richtung der um 1395 erbauten Brücke. Ähnliche Türme aus dem 14. Jahrhundert finden sich auch in den Ordensburgen Elbing ("Hausturm"), Marienburg und Papau. In der Nordwest-Ecke der etwa 70 m langen nördlichen Burgmauer stand im 14. Jahrhundert ein ähnlicher Turm, dessen Größe jedoch nicht ermittelt werden konnte. Die Fundamente reichen nur in eine Tiefe von ca. 0,8 m.<ref>Vladas Žulkus: Viduramžių Klaipėda: miestas ir pilis – archeologija ir istorija. Žara, Vilnius 2002, S. 30.</ref>

Nach dem verheerenden Angriff von 1379, bei welchem Burg und Siedlung von Litauern und Samogiten niedergebrannt und zerstört wurden, ging der Wiederaufbau aufgrund fehlender Mittel äußerst schleppend voran. Erst 1393 war der Bergfried (wieder-)errichtet nur um im selben Jahr erneut niedergebrannt zu werden.<ref name="muziejus" />

Dieser Bergfried wirft heute große Fragen auf. Der als massiver, freistehender und quadratischer Wehrturm beschriebene Bergfried kann 1393 nicht neu erbaut worden sein, da im Ordensstaat derartige Türme nur von 1270 bis 1360 errichtet wurden. Möglich scheint, dass ein bereits bestehender Bergfried lediglich wieder aufgebaut wurde. V. Žulkus vermutet, dass 1393 ein neuer Turm errichtet wurde, in welchem zunächst u. a. ein Gefängnis und ab 1525 die Gemächer Herzog Albrechts untergebracht waren. 1546 wurde er abgerissen. Historische Zeichnungen verorten den Turm in der östlichen Ecke der Burg, direkt neben dem Hauptgebäude. Die Seitenlänge betrug womöglich etwa 12,5 m.<ref>Vladas Žulkus: Viduramžių Klaipėda: miestas ir pilis – archeologija ir istorija. Žara, Vilnius 2002, S. 29.</ref>

Seit 1399 wurde der Wiederaufbau der Burg vom Deutschen Orden stark forciert. 1407 waren die Befestigungsanlagen wieder instandgesetzt. 1408 und 1409 besuchte der Hochmeister Ulrich von Jungingen die Burg und brachte zur Unterstützung der Arbeiten den Ordens-Baumeister Nikolaus Fellenstein mit. So konnte der Wiederaufbau 1409 abgeschlossen werden.<ref name="Infotafel">Infotafel Burgmuseum – Klaipeda Castle (1399–1441). Klaipeda.</ref>

Den ständigen Angriffen durch die Litauer und den damit verbundenen Reparaturarbeiten zum Trotz, wurde ab 1422 der Ausbau der Außenbefestigung weiter vorangetrieben. Ein weiterer Wassergraben sowie zusätzliche Wälle und Fluttore wurden errichtet.<ref name="Infotafel" /><ref name="muziejus" />

Galerie

Siehe auch

Datei:Klaipeda Castle panorama.jpg

Literatur

  • Bernhart Jähnig: Die Entwicklung der Sakraltopographie von Memel im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Das Preußenland als Forschungsaufgabe. Eine europäische Region in ihren geschichtlichen Bezügen. Festschrift für Udo Arnold (= Einzelschriften der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung. Band 20). Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 2000, ISBN 3-932267-23-0, S. 209–226 (zuerst erschienen in litauischer Sprache; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).

Weblinks

  • Geschichte von Klaipėda. In: klaipeda-tourism.lt. Klaipėda Tourism, 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Januar 2014;.
  • Lage in Klaipėda. (GIF) In: krantas.lt. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. September 2007; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Einzelnachweise

<references />

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