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Sorbose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von D- & L-Sorbose
Fischer-Projektion, offenkettige Darstellung
Allgemeines
Name D-(+)-Sorbose, L-(−)-Sorbose
Andere Namen
  • (3R,4S,5R)-1,3,4,5,6-Pentahydroxy-2-hexanon
  • (3S,4R,5S)-1,3,4,5,6-Pentahydroxy-2-hexanon
  • Xylo-2-Hexulose
  • Vorlage:SNFG-Symbol
Summenformel C6H12O6
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 201-771-8
ECHA-InfoCard 100.001.611
PubChem 6904
ChemSpider 6638
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 180,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

163–165 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

550 g·l−1<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Sorbose (kurz: Sor) ist ein Monosaccharid mit sechs Kohlenstoff-Atomen. Dieser Zucker gehört zur Gruppe der Ketohexosen.

L-Sorbose ist ein Zwischenprodukt bei der Synthese von Vitamin C nach Reichstein. Bei diesem Verfahren wird zunächst Glucose zu Sorbit reduziert und anschließend mit Sorbose-Bakterien zur L-Sorbose oxidiert. Die L-Sorbose wird unter Zugabe von Aceton weiter oxidiert, wobei nach der anschließenden Abspaltung des Acetons und einer Wasserabspaltung das Vitamin C entsteht.

Eigenschaften

Wie bei jedem Zucker (außer Dihydroxyaceton) gibt es zwei enantiomere Formen, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten.

D-Sorbose – Schreibweisen
Keilstrichformel Haworth-Schreibweise
Datei:D-Sorbose Keilstrich.svg Datei:Alpha-D-Sorbofuranose.svg
α-D-Sorbofuranose
Datei:Beta-D-Sorbofuranose.svg
β-D-Sorbofuranose
Datei:Alpha-D-Sorbopyranose.svg
α-D-Sorbopyranose
Datei:Beta-D-Sorbopyranose.svg
β-D-Sorbopyranose

In wässriger Lösung kommt es teilweise zu einem intramolekularen Ringschluss, so dass sich ein Gleichgewicht zwischen der Ketoform und den beiden Ringformen (Furanose-Form und Pyranose-Form) einstellt, wobei die Sorbose dann fast ausschließlich in der Pyranoseform vorliegt.

Literatur

  • Z. Li, Y. Gao, H. Nakanishi, X. Gao, L. Cai: Biosynthesis of rare hexoses using microorganisms and related enzymes. In: Beilstein journal of organic chemistry. Band 9, 2013, S. 2434–2445, doi:10.3762/bjoc.9.281. PMID 24367410. PMC 3869271 (freier Volltext).
  • J. Hirabayashi: On the origin of elementary hexoses. In: The Quarterly review of biology. Band 71, Nummer 3, September 1996, S. 365–380, PMID 8927690.

Weblinks

Commons: Sorbose – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />