Zum Inhalt springen

Clemens Pasch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Januar 2026 um 02:44 Uhr durch imported>Graph Pixel (Literatur: Tippfehler korrigiert.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Clemens Pasch (* 19. Juli 1910 in Sevelen; † 12. Juli 1985 in Düsseldorf) war ein deutscher Bildhauer und Maler.<ref name="Lexikon">Pasch, Clemens. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3: K–P. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).</ref>

Leben

Clemens Pasch absolvierte nach der Schulzeit und dem zweijährigen Besuch der Handelsschule eine Ausbildung zum Schildermaler in Düsseldorf, anschließend arbeitete er im Malersaal des Stadttheaters Krefeld. Dort erhielt er 1929 bei dem Maler Fritz Huhnen seine erste künstlerische Ausbildung<ref name="Archiv">Erbengemeinschaft Clemens Pasch (Hrsg.): Clemens Pasch, Ein zeitloses Oeuvre. Die Schönheit der Skulptur – Die Sinnlichkeit der Bilder. Eine Bestandaufnahme. Galerie Heidefeld & Partner, Krefeld 2021, S. 41 f.</ref>. Darauf folgte im Jahr 1930 ein Aufenthalt in Amsterdam als Graphiker.

Im Jahr 1931 lebte Clemens Pasch in Paris und arbeitete als Dekorationsmaler beim Neubau des niederländischen Pavillons der Pariser Kolonialausstellung.<ref name="Buch1">Ulrich Gertz: Clemens Pasch. Das plastische Werk. Hrsg.: Knut Günther. Eduard Roether, Darmstadt 1987, ISBN 3-7929-0159-5.</ref> Nach erfolgreicher Fertigstellung seiner Arbeit folgten Lehr- und Wanderjahre durch Europa, in denen er sich weitere Kenntnisse und Fertigkeiten als Maler, Zeichner und Graphiker aneignete. In Köln meldete er 1936 ein Gewerbe als Gebrauchsgraphiker an und arbeitete die nächsten Jahre in diesem Bereich.

Als er 1939 sein Studium an der Staatliche Kunstakademie in Düsseldorf begann, entschied er sich für den Schwerpunkt Bildhauerei. Da Edwin Scharff bereits Arbeitsverbot hatte, blieb Clemens Pasch für ein Semester bei Joseph Enseling und wechselte anschließend an die Kölner Werkschule.<ref name="Buch1" /> Bei den Bombenangriffen 1941 auf Köln wurde seine Wohnung und sein Atelier mit all seinen Arbeiten vernichtet.

Er siedelte 1942 nach München um und wurde Meisterschüler bei Professor Bernhard Bleeker<ref name="Bleeker">Frank Henseleit: Der Bildhauer Bernhard Bleeker (1881-1968). In: Leben und Werk Bd. I (Seite 275, Pasch, Clemens; studierte 1942-44 bei BB und wurde dessen Meisterschüler). Abgerufen am 13. Februar 2023.</ref> an der Akademie der Bildenden Künste. 1946 kehrte Clemens Pasch nach Düsseldorf zurück und arbeitete bis zu seinem Tode als freischaffender Künstler in seinem Atelier, im Atelierhaus an der Sittarderstraße. 1949 heiratete er die Ärztin Elfriede Bockamp, aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor.

Er erhielt 1952 ein Reisestipendium vom Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen nach Italien. Weitere Arbeitsaufenthalte hatte er in Griechenland und Spanien. 1953 erhielt er ein Stipendium des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)-ars viva

Clemens Pasch war Mitglied in der Rheinischen Sezession, der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft der Neuen Darmstädter Sezession,<ref name="Darmstädter Sezession">Mitglied in der Darmstädter Sezession seit 1974. Abgerufen am 13. Februar 2023.</ref> der Duisburger Sezession<ref name="Duisburger-Sezession">Mitglied der Duisburger-Sezession. Abgerufen am 13. Februar 2023.</ref> und im Verein der Düsseldorfer Künstler.

Der schriftliche Nachlass des Künstlers befindet sich im Rheinischen Archiv für Künstlernachlässe in Bonn.<ref>RAK Bestandsliste. Abgerufen am 13. April 2023.</ref>

Ausstellungen (Auswahl)

Ehrungen

  • 1954 ARS Viva Preisträger<ref name="ArsViva">ARS Viva Preisträger. Abgerufen am 14. Februar 2023.</ref>
  • 2009 Stadt Sevelen (Issum) benennt Clemens-Pasch-Platz (mit Brunnen und sechs Werke des Künstlers) zum Gedenken des Künstlers<ref>Clemens-Pasch-Platz. In: Gemeinde Sevelen. Abgerufen am 13. Februar 2023.</ref>
  • 2012 wurde in Sevelen (Issum) eine Gedenkplatte für Clemens Pasch enthüllt<ref>Gedenkplatte für Clemens Pasch in Sevelen enthüllt. In: Rheinische Post. Abgerufen am 13. Februar 2023.</ref>

Galerie

Literatur

  • Pasch, Clemens. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3: K–P. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
  • Ausstellungskatalog zu einer Einzelausstellung im Kurfürstliches Gärtnerhaus (Hrsg.): Clemens Pasch. Bonn 1961.
  • Ausstellungskatalog Städtische Galerie Schloss Oberhausen (Hrsg.): 2 Düsseldorfer Maler und 1 Bildhauer: Becerra, Zander, Pasch. BONN 1966.
  • Clemens Pasch, Plastiken und Zeichnungen. Galerie Seifert-Binder, München 1971 (Text von Georg von Kováts).
  • Clemens Pasch Zeichnungen. Verheyen&Schulte, Düsseldorf 1981 (Text von Jo Schiffers-Ehlers, Georg von Kováts).
  • Ausstellungskatalog Clemens Pasch. Kunsthaus Bühler, Stuttgart 1985.
  • Ulrich Gertz: Clemens Pasch. Das plastische Werk. Hrsg.: Knut Günther. Eduard Roether, Darmstadt 1987, ISBN 3-7929-0159-5.
  • Clemens Pasch. Ergänzung zum Werkverzeichnis. Erbengemeinschaft Clemens Pasch, 2020.
  • Erbengemeinschaft Clemens Pasch (Hrsg.): Clemens Pasch. Ein zeitloses Oeuvre. Die Schönheit der Skulptur – Die Sinnlichkeit der Bilder. Eine Bestandsaufnahme. Galerie Heidefeld und Partner, Krefeld 2021.

Weblinks

Commons: Clemens Pasch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein