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DyStar

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DyStar

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Rechtsform Pte Ltd.
Gründung 1995
Sitz Singapur
Leitung Yalin Xu (Management Director und Präsident der DyStar Gruppe)<ref>[1], abgerufen am 24. März 2023</ref>
Mitarbeiterzahl 2.000
Umsatz 1.000 Mio. US-Dollar
Website www.dystar.com

DyStar mit Sitz in Singapur ist ein weltweit tätiger Anbieter von Farbstoffen, Chemikalien und Dienstleistungen für die Textil- und Lederindustrie. In den letzten Jahren wurde das Produkt- und Serviceangebot auf weitere Industrien (Papier, Plastik und andere Anwendungsbereiche von Spezialchemikalien) ausgeweitet.<ref>About DyStar Group, abgerufen am 30. Oktober 2018</ref> Ursprünglich als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Chemiekonzerne Hoechst, Bayer und BASF betrieben, ist das Unternehmen heute im Besitz der chinesischen Lonsen Gruppe.

Geschichte

Das Unternehmen entstand 1995 als Gemeinschaftsunternehmen der Bayer AG und der Hoechst AG.<ref>Entscheidung der Kommission vom 21/12/1994 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt (Fall IV/M.534 - Bayer AG / Hoechst AG - JV Textile Dyestuffs) gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des RatesVorlage:Abrufdatum, abgerufen am 30. Oktober 2018</ref> Im Jahre 2000 wurde auch das Textilfarbengeschäft der BASF integriert. Durch frühere Akquisitionen und Joint Ventures der Muttergesellschaften wurden unter anderem auch die Textilfarbstoffgeschäfte der Mitsubishi<ref>Christian Kleinschmidt: Der produktive Blick - Wahrnehmung amerikanischer und japanischer Management- und Produktionsmethoden durch deutsche Unternehmer 1950-1985. Akademie Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-05-003657-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>, der Mitsui<ref>Max Eli: Geschäftserfolge in Japan: Wie deutsche Unternehmen die Chancen ergreifen ... Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-322-84550-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> und der Zeneca (vormals ICI)<ref>BASF Geschäftsbericht 1996. BASF, abgerufen am 29. Mai 2024., S. 6</ref> Teil der DyStar-Gruppe.

2004 verkauften die drei Chemiekonzerne ihre Anteile an den amerikanischen Private-Equity-Investor Platinum Equity. In den Folgejahren gab es mehrere kleine Akquisitionen, insbesondere im Bereich Textilhilfsmittel (z. B. Böhme Chemie).<ref>DyStar - Our History, abgerufen am 30. Oktober 2018</ref>

Die deutschen Gesellschaften der DyStar (DyStar Textilfarben GmbH & Co. Deutschland KG, DyStar Textilfarben GmbH und DyStar Holding GmbH) beantragten im September 2009 beim Amtsgericht Frankfurt ein Insolvenzverfahren.<ref>faz.net: Frankfurter Textilfarbenhersteller Dystar stellt Insolvenzantrag, 29. September 2009, abgerufen am 12. Dezember 2012.</ref> Im Dezember 2009 wurde die Übernahme des DyStar-Geschäfts durch den indischen Farbstoff- und Chemikalienproduzenten Kiri Industries Ltd.<ref>Homepage Kiri Industries Ltd. - About Us, abgerufen am 30. Oktober 2018</ref> bekanntgegeben.<ref>faz.net: Kaufvertrag unterzeichnet: Textilfarbenhersteller Dystar geht an Inder Kiri, 10. Dezember 2009, abgerufen am 12. Dezember 2012.</ref> Mit finanzieller Unterstützung der chinesischen Zhejiang Longsheng Gruppe (Lonsen)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage Zhejiang Longsheng Group Co.,Ltd.(Lonsen)- About Us (Memento vom 1. Oktober 2018 im Internet Archive), abgerufen am 30. Oktober 2018</ref> konnten die neu gegründeten Gesellschaften DyStar Colours Deutschland GmbH und DyStar Colours Distribution GmbH durch Erwerb wesentlicher Vermögensgegenstände (Markenrechte, Patente, Software, technische Anlagen und Maschinen, Tochtergesellschaften, Forderungen) der beiden insolventen DyStar-Gesellschaften, im Februar 2010 den operativen Betrieb aufnehmen.<ref>DyStar Colours Distribution GmbH (vormals: Platin 513. GmbH) - Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und Lagebericht, abrufbar im Unternehmensregister</ref> Die neuen Eigentümer verfolgten die Strategie, die Produktion verstärkt an asiatische Standorte in Indien und China zu verlagern und die Produktion an den deutschen Standorten in weiten Teilen einzustellen.<ref>Frankfurter Allgemeine Zeitung: Indischer Konzern kauft Dystar – Kiri übernimmt vier Standorte/300 Stellen fallen weg, 5. Februar 2010 (kostenpflichtig).</ref> Die Farbstoffbetriebe am Standort Leverkusen wurden in den Folgejahren geschlossen und die Produktionsstätte in Brunsbüttel wurde im November 2010 an die Chemie GmbH Bitterfeld Wolfen (CBW) verkauft. Bis zur endgültigen Schließung des Farbenbetriebs Brunsbüttel im März 2015, wurde er als Chemische Fabrik Brunsbüttel GmbH (CFB) weiterbetrieben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NDR.de: Aus für Farbenfabrik CFB in Brunsbüttel (Memento vom 5. April 2015 im Internet Archive)</ref> Im Mai 2011 übernahm Lonsen durch Umwandlung ihrer Wandelschuldverschreibungen in Unternehmensanteile die Mehrheitsanteile und damit die Kontrolle der DyStar-Gruppe.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Competition Authority Sanctioned Zheeijang Lonsheng Group Co Ltd To An Administrative Fine Due To Realization Of An Acquisition Without Obtaining The Necessary Authorization (Memento vom 17. November 2015 im Internet Archive)</ref>

DyStar war Mitglied der ETAD, einem internationalen Verband von Herstellern organischer Farbmittel, der die ökologischen und toxikologischen Maßnahmen seiner Mitgliedsunternehmen koordiniert. 2019 wurde festgestellt, dass wegen der Nichteinhaltung des Ethikkodexes des Verbands die Voraussetzung für eine ETAD-Mitgliedschaft nicht mehr erfüllt war. Vor der endgültigen Entscheidung über den Status des Unternehmens beendete DyStar seine Mitgliedschaft Ende 2019.<ref name="ETAD News">DyStar is no longer an ETAD member. ETAD, 10. Januar 2020, abgerufen am 3. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Standorte

Der Sitz der Firmenzentrale befindet sich in Singapur. Tochtergesellschaften existieren in allen wichtigen Märkten, eigene Vertretungen besitzt das Unternehmen in rund 50 Ländern. DyStar betreibt 17 Produktionsstätten in 12 Ländern.<ref>Sustainability Performance Report 2017-2018, S. 7, abgerufen am 30. Oktober 2018</ref> In Deutschland befindet sich der Hauptstandort in Raunheim<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, 10. Oktober 2012Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> und zwei weitere Standorte in Köln und Ludwigshafen am Rhein.

Produkte

Die Hauptprodukte des Unternehmens sind Farbstoffe (beispielsweise Reaktivfarbstoffe und Indigo), Hilfsmittel und Dienstleistungen für die Textil- sowie die lederverarbeitende Industrie.

Einzelnachweise

<references responsive />

Koordinaten: 1° 19′ 40,9″ N, 103° 44′ 54,2″ O

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