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Provieh

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PROVIEH e. V.
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Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1973
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründer Olga Bartling und Margarete Bartling (verstorben<ref name="taz" />)
Sitz Kiel, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Motto respektiere leben
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Schwerpunkt Nutztierschutz
Aktionsraum weltweit
Vorsitz Valerie Maus
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder 4.300 (2022)<ref name="jb-2022">Jahresbericht 2022 In: provieh.de, abgerufen am 15. November 2023.</ref>
Website provieh.de
Datei:Wir haben es satt 2013 demo 19.01.2013 13-51-54.jpg
Links ein Schild von Provieh an der "Wir haben es satt!"-Demonstration in Berlin 2013

Provieh e. V. (Eigenschreibweise: PROVIEH) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Kiel. Er ist nach eigenen Angaben der älteste und zugleich größte Tierschutzverein für artgemäße Nutztierhaltung in Deutschland und setzt sich gegen industrielle Intensivtierhaltung ein.

Vereinsgeschichte

Am 15. Juni 1973 gründeten die Schwestern Margarete Bartling, eine frühere Oberlandwirtschaftsrätin im Agrarministerium von Schleswig-Holstein, und Olga Bartling, damalige Leiterin der Heikendorfer Volkshochschule, den Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung (VgtM) e. V. in Heikendorf. Er ist damit laut Taz der älteste Verein Deutschlands, der sich für die Rechte von Nutztieren einsetzt.<ref name="taz">ESTHER GEISSLINGER: Die leisen Anwälte der Käfighennen. In: Die Tageszeitung: taz. 8. Juli 2006, ISSN 0931-9085, S. 15 (taz.de [abgerufen am 28. November 2023]).</ref>

Am 3. Dezember 1992 verlieh der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung des Landes Schleswig-Holstein, Berndt Heydemann, dem VgtM e. V. den Umweltpreis des Ministers für Natur, Umwelt und Landesentwicklung für vorbildliche Arbeit in den Bereichen Natur und Umwelt. 1993 wurden die Schwestern Bartling von Bundespräsident Richard von Weizsäcker in Würdigung ihrer Verdienste um das allgemeine Wohl mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2003 feierte der Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e. V. sein 30-jähriges Bestehen und erhielt den Namenszusatz PROVIEH.

2016 erhielt Provieh e. V. das Verbandsklagerecht. Damit kann der Verein „tierschutzrelevante Entscheidungen von Behörden gerichtlich überprüfen“ lassen.<ref>„Tierschutzorganisation PROVIEH erhält Verbandsklagerecht“, in: Agrarheute.com, 4. April 2016</ref> 2017 verabschiedete sich der Verein von dem Namen „Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung“ und hieß somit nun PROVIEH e. V. 2023 feierte PROVIEH 50-jähriges Jubiläum.

Vereinsorganisation

Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Kiel. Der Vereinsvorstand ist ehrenamtlich tätig.<ref name="taz" /> Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Nachlässen. Seit 1999 gehört er dem Deutschen Spendenrat an.<ref name="foodmafia281">Marita Vollborn, Vlad D. Georgescu: ProVieh – VgtM e. V. (Verein gegen Tierquälerische Massentierhaltung), in: dies.: Food-Mafia, Campus Verlag, Frankfurt a. M. u. a. 2014, ISBN 978-3-593-50122-2, S. 281</ref>

Ziele und Tätigkeiten

Der Verein versteht sich als wissenschaftlich orientierter Fachverband.<ref name="foodmafia" /> Er fordert für alle Nutztiere eine art-, bedürfnis- und verhaltensgerechte Unterbringung sowie Vermeidung von Schmerzen und Leiden. Durch Verbraucheraufklärung, Protestschreiben, Petitionen, Stellungnahmen sowie Änderungsvorschläge für Richtlinien und Gesetze versucht er dies durchzusetzen.<ref name="foodmafia">Marita Vollborn, Vlad D. Georgescu: ProVieh – VgtM e. V. (Verein gegen Tierquälerische Massentierhaltung), in: dies.: Food-Mafia, Campus Verlag, Frankfurt a. M. u. a. 2014, ISBN 978-3-593-50122-2, S. 280–283</ref> Von Anfang an war ein zentrales Thema die artgerechte Hühnerhaltung. Der Verein brachte Petitionen und Gutachten auf den Weg, die schließlich dazu beitrugen, dass die Käfighaltung von Legehennen verboten wurde.<ref name="taz" /> Laut Marco Rimkus, Professor an der Hochschule Emden/Leer, bringt Provieh den „Aspekt des Tierwohls mit der Bedeutung der Tierhaltung für den menschlichen Organismus“ in Verbindung. So verpflichten sich die Mitglieder des Vereins einer Entwicklung entgegenzuwirken, die zu einer rücksichtslosen Ausbeutung des Nutztieres als ‚Produktionsmittel‘ geführt habe, die fragwürdig in Hinblick auf eine gesunde Ernährung der Bevölkerung sei.<ref>Marco Rimkus: Welternährung, Nutztierschutz und Lebensmittelsicherheit, Logos Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-8325-3893-4, S. 46</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />