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Aage Haugland

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Aage Haugland (* 1. Februar 1944 in Kopenhagen; † 23. Dezember 2000 in Lillerød) war ein dänischer Opernsänger (Bass, auch Bassbariton) norwegischer Abstammung. Insbesondere in den 1980er Jahren war er als akzentfreier Interpret von deutschsprachigen (Wagner, Strauss) und russischen Partien (Mussorgski, Schostakowitsch) international gefragt.

Leben und Wirken

Aage Haugland wurde in Kopenhagen geboren, seine Eltern Åge Haugland (1914–1986) und Anne Lise geb. Grunnet (1921–2008)<ref>Anne-Lise Haugland. In: Dødsannoncer i Danmark. Abgerufen am 25. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1" /> stammten aus Norwegen. In der Kindheit sang er als Solist im Copenhagen Boys’ Choir. Nachdem er zunächst an der Universität Kopenhagen ein Medizinstudium begonnen hatte, studierte er Gesang bei unter anderem Mogens Wöldike und Kristian Riis in Kopenhagen. In Oslo gewann er 1968 einen Gesangswettbewerb und debütierte dort im selben Jahr an der Norwegischen Oper Oslo in Bohuslav Martinůs Oper Komödie auf der Brücke. Ab 1973 war er Ensemblemitglied der Königlichen Oper Kopenhagen und entfaltete seine internationale Karriere.<ref name=":1">Aage Haugland. In: lex.dk. 23. April 2023, abgerufen am 24. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":0">Aage Haugland. In: Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Band 1. K. G. Sauer, München 2003, ISBN 3-598-11598-9, S. 1988.</ref>

Regelmäßig trat er in Oslo und auch an der Königlichen Oper Stockholm auf. Gastspiele führten ihn an bedeutende Opernhäuser wie das Londoner Royal Opera House (Debüt: 1975 als Hunding in Die Walküre), die English National Opera, die Mailänder Scala (als König Heinrich in Lohengrin und Boris Timofejewitsch in Lady Macbeth von Mzensk<ref>Siehe Aage Haugland im Archiv des Teatro alla Scala</ref>), das Teatro La Fenice, die Grand Opera Paris, die Opéra Bastille und das Grand Théâtre de Genève.<ref name=":0" />

An der New Yorker Metropolitan Opera hatte er sein Debüt 1979 als Ochs in Der Rosenkavalier und trat dort in Folge in über 130 Vorstellungen auf (unter anderem in der Titelrolle in Boris Godunow, im Wagner-Fach als König Heinrich, Marke, Klingsor, Hunding und Fafner, als Dikoj in Katja Kabanowa, als Gremin in Eugen Onegin und als Don Fernando in Fidelio). An der Wiener Staatsoper debütierte er 1984 als Waarlam in Boris Godunow; insgesamt gab er dort bis 1991 dreißig Vorstellungen: als Waarlam, Titurel in Parsifal, Doktor in Wozzeck, Iwan Chowansko in Chowanschtschina und Hunding in der Walküre.<ref name=":0" /><ref>Aage Haugland im Archiv der Metropolitan Opera (suche unter Key Word Search)</ref><ref>Vorlage:Genitiv-s Auftritte an der Wiener Staatsoper</ref>

Bei den Bayreuther Festspielen war er in den Saisons 1983 bis 1986 als Hagen in Götterdämmerung und als Fafner (Das Rheingold und Siegfried) zu hören.<ref>Aufführungsdatenbank. In: Bayreuther Festspiele. Abgerufen am 24. April 2024.</ref> Bei den Salzburger Osterfestspiele 1994 und 1998 sang er Warlaam in Boris Godunow und 1997 den Doktor in Wozzeck. Den Warlaam verkörperte er ebenfalls bei den Salzburger Festspielen (1994), wo er 1982 und 1983 bereits als Rocco in Fidelio aufgetreten war. Auch gastierte er beim Maggio Musicale Fiorentino.<ref name=":0" /><ref>Archiv der Osterfestspiele Salzburg</ref><ref>Suche Aage Haugland im Archiv der Salzburger Festspiele</ref>

Haugland wirkte bei verschiedenen Uraufführungen mit. An der Hamburgischen Staatsoper sang er 1995 die Rolle des Jason bei der Uraufführung von Rolf Liebermanns Oper Freispruch für Medea. 1998 wirkte er bei der Uraufführung von Bent Lorentzens Pergolesis Heimservice an der Jütländischen Oper Aarhus mit. Im Jahr 2000 sang er den Commander in der Uraufführung der Oper The Handmaid’s Tale von Poul Ruders am Opernhaus Kopenhagen.<ref name=":0" />

Außerdem war Haugland ein gefragter Konzertsänger.<ref name=":0" /> 1985 wurde er zum königlichen Kammersänger ernannt.<ref name=":1" /> Neben seinen Kollegen Martti Talvela und Matti Salminen galt er, aufgrund seiner mächtigen und sinnlichen Stimme sowie seiner großen Bühnenpräsenz, als eindrucksvollster und vielseitigster skandinavischer Bass seiner Generation.

Haugland war seit 1970 mit Anette Munk-Andersen verheiratet.<ref name=":1" /> Er starb im Dezember 2000 an einer Krebserkrankung<ref>Aage Haugland. In: ClassicalM. Abgerufen am 24. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und wurde in Lillerød beerdigt.<ref name=":1" /><ref>Aage Haugland (1944-2000). In: Find a Grave. Abgerufen am 24. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Opernrepertoire (Auswahl)

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Quellen<ref name=":1" /><ref name=":0" /><ref>Aage Haugland bei Operabase</ref>

Diskografie (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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