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Ethnische Muslime

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Als ethnische Muslime werden muslimische Bevölkerungsgruppen von Staaten bezeichnet, die sich über ihre Religion definieren und nicht über ihre teils mit anderen Bevölkerungsgruppen weitgehend gleiche Sprache, teils auch untereinander sehr verschiedenen Sprachen. Zu solchen ethnischen Muslimen zählen:

  • in der Sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawien und in Mazedonien<ref>Vgl. Thede Kahl: "Ethnische Gruppen in der Republik Makedonien und ihre demographischen Eigenschaften" in Gabriella Schubert (Hrsg.): Makedonien. Prägungen und Perspektiven. Harrassowitz, Wiesbaden, 2005. S. 57–80. Hier S. 65f.</ref> slawische Muslime.
  • in der russischen Volkszählung die Angehörigen (auch atheistische) all jener (orientalischen) Völker Russlands, die irgendwann in der Geschichte den Islam angenommen hatten oder kulturell islamisch geprägt wurden, ohne zwangsläufig auch aktive Gläubige sein zu müssen, siehe Islam in Russland
  • in der chinesischen Volkszählung die in der Volksrepublik lebenden chinesischen muslimischen Minderheiten, siehe Islam in China
  • in Sri Lanka die Angehörigen der muslimischen Minderheit, siehe Moors
  • auf den Philippinen die Moros genannte muslimische Minderheit in Süd-Philippinen, siehe Islam auf den Philippinen

Literatur

  • Ekaterina Khodzhaeva: "Muslim Youth Identity: 'Ethnic' versus 'Practising' Muslims" in Hans-Georg Heinrich, Ludmilla Lobova, Alexey Malashenko (eds.): Will Russia Become a Muslim Society. Peter Lang, Frankfurt a. M. u. a., 2011. S. 179–222.

Belege

<references />