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Jean-Pierre Rassam

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Jean-Pierre Rassam (* 14. Oktober 1941 in Beirut, Libanon; † 28. Januar 1985 in Paris) war ein französischer Filmproduzent syrischer Abstammung.<ref>Encyclopædia Universalis: JEAN-PIERRE RASSAM. Abgerufen am 29. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Rassam war seit 1982 mit der französischen Schauspielerin Carole Bouquet verheiratet. Beide hatten zusammen einen Sohn, den später ebenfalls Filmproduzent gewordenen Dimitri Rassam.<ref>Couple de légende : Carole Bouquet et Jean-Pierre Rassam, un deuil impossible. In: elle.fr. 14. Juni 2023, abgerufen am 29. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben

Jean-Pierre Rassam lebte seit 1949 in Frankreich, zunächst in Neuilly, später in Paris.<ref>Die biographischen Angaben sind, wenn nicht im Einzelnen anders angegeben, dem Buch Rassam le magnifique von Mathias Rubin entnommen.</ref> Nach dem Schulabschluss studierte er einige Semester am renommierten Institut Sciences Po. Über seine Verwandtschaft mit dem Produzenten und Regisseur Claude Berri – seine Schwester Anne-Marie hatte Berri im Jahr 1967 geheiratet – und seine Freundschaft mit dem Drehbuchautor Gérard Brach fand er Zugang zu Pariser Filmkreisen. Eine Leitfigur wurde für ihn in dieser Zeit der Filmproduzent Barbet Schroeder, der die unabhängige Gesellschaft „Les Films du Losange“ gegründet hatte.

Rassams erfolgreiche Zeit als Filmproduzent waren die 1970er Jahre. Auf sie folgten Jahre der Alkohol- und Drogenabhängigkeit, aus der er sich weitgehend befreien konnte.

Die Ursache des frühen Todes des nur 43-jährigen Rassam wurde nie zweifelsfrei geklärt. Darstellungen, wonach er an einer Überdosis von Beruhigungsmitteln gestorben sei,<ref>So z. B. Mathias Rubin in Rassam le magnifique (s. Literatur), S. 15: „Rassam est mort d’une absorption excessive de barbituriques“ („Rassam starb an exzessiver Einnahme von Barbituraten“).</ref> widersprach Carole Bouquet noch lange Zeit später und bezeichnete seinen Tod als „einen Unfall“.<ref>Philippe Azoury: Carole Bouquet raconte James Bond, Depardieu, Mitterrand, Warhol et tous les monstres sacrés de sa vie. In: vanityfair.fr. 18. August 2021, abgerufen am 24. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Ni suicide ni overdose comme on l’a dit – on a raconté beaucoup de choses fausses. C’est un accident, ce qui s’est passé. Il ne se ménageait pas, prenait du Gardenal pour se protéger des dégâts de l’héroïne. Mais après des années d’excès, le corps réclame sa dette. (Es war weder Selbstmord noch eine Überdosis, wie behauptet wurde – es wurde viel Falsches gesagt. Was passiert ist, war ein Unfall. Er schonte sich nicht und nahm Gardenal, um sich vor den Folgeschäden des Heroins zu schützen. Doch nach Jahren des Exzesses forderte der Körper seine Schuld ein.)“</ref>

Werk

Gérard Brach hatte sich bereits einen Namen als Drehbuchautor für Roman Polanski gemacht, als er 1970 / 1971 seine beiden eigenen Filme La maison und Le bateau sur l’herbe realisierte. Diese wurden nach der Produktion einiger Kurzfilme die ersten langen Spielfilme, für die Jean-Pierre Rassam als Produzent verantwortlich war. Wenig später folgte Rassams erster großer kommerzieller Erfolg. Gemeinsam mit Maurice Pialat gründete er die „Lido Films“, die die Produktion von Pialats Film Nous ne vieillirons pas ensemble (Wir werden nicht zusammen alt) übernahm, den annähernd zwei Millionen Zuschauer sahen. In der Folgezeit produzierte Rassam Filme unterschiedlichster Genres, von Essayfilmen Jean-Luc Godards bis zu Marco Ferreris „Konsum-Orgie“<ref>Das große Fressen bei Filmdienst (abgerufen am 25. April 2025).</ref> La grande bouffe (Das große Fressen), und mit unterschiedlichstem Publikumszuspruch, so spielte z. B. Robert Bressons Film Lancelot du Lac (Lancelot, Ritter der Königin) die Produktionskosten nicht annähernd wieder ein.

Dennoch sah er sich 1975 finanziell in der Lage, sich um die Übernahme des zum Verkauf stehenden Filmkonzerns Gaumont zu bewerben. Den Zuschlag erhielt allerdings einer der Erben der Familie Schlumberger, Nicolas Seydoux, und neuer Gaumont-Generaldirektor wurde Daniel Toscan du Plantier. Jean-Pierre Rassams letzte Arbeit in den 1970ern war die eines Associate Producers bei Polanskis Film Tess.

Filme (Auswahl)

Literatur

  • Mathias Rubin: Rassam le magnifíque. Flammarion, Paris 2007, ISBN 978-2-0806-8795-1.

Weblinks

Einzelnachweise

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