Burzeldorne
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| Burzeldorne | ||||||||||||
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| Datei:Starr 030612-0063 Tribulus terrestris.jpg
Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Tribulus | ||||||||||||
| L. |
Die Pflanzengattung Burzeldorne (Tribulus) gehört zur Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae). Die bekannteste Art ist der Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris).
Beschreibung und Synökologie
Erscheinungsbild und Blätter
Tribulus-Arten sind ein-, zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanzen, die mehr oder weniger niederliegend sind. Oberirdische Pflanzenteile sind oft flaumig behaart.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind gefiedert mit drei bis zwölf Paaren Fiederblättchen. Nebenblätter sind vorhanden.
Blütenstände und Blüten
Die gestielten Blüten stehen meist einzeln in den Blattachseln, manchmal in zymösen Blütenständen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vier- bis fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die vier oder fünf freien Kelchblätter sind eiförmig. Die vier oder fünf freien Kronblätter sind meist gelb. Es sind zwei Kreise mit je vier oder fünf Staubblätter vorhanden; sie sind untereinander frei und auch nicht mit den Kronblättern verwachsen, die des inneren Kreises sind deutlich kürzer; oft sind fünf davon steril. Es ist ein ringförmiger, fleischiger, zehnlappiger Diskus vorhanden. Meist fünf (selten zwei bis vier) Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, ei- bis kugelförmigen Fruchtknoten verwachsen, der durch eine falsche Scheidewand in mehrere Kammern geteilt ist – das unterscheidet die Gattung von allen anderen der Familie. Jede Fruchtknotenkammer enthält in axilärer Plazentation meist zwei bis fünf, selten bis zu zehn hängende Samenanlagen. Der Griffel endet in einer einfachen oder fünflappigen Narbe. Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).
Früchte
Sie bilden Spaltfrüchte, die meist harte Stacheln besitzen, so dass die Früchte an Füßen und Fell von Tieren hängen bleiben und so für eine epizoochore Ausbreitung sorgen.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Tribulus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus 1, S. 386–387<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Als Lectotypus wurde Tribulus terrestris <templatestyles src="Person/styles.css" />L. bei Vail und Rydberg: North American Flora, Volume 25, 1910 S. 109 festgelegt.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Tribulus bezieht sich auf das gleiche lateinische Wort für die Kriegswaffe Krähenfuß aus vier Nägeln oder Stacheln.
Die Gattung Tribulus gehört zur Unterfamilie Tribuloideae innerhalb der Familie Zygophyllaceae. Manchmal wurde sie auch in eine Familie Tribulaceae gestellt.<ref name="GRIN" />
Die paläotropische Gattung Tribulus ist in tropischen und subtropischen Ländern in Asien, Afrika, Südeuropa und im nördlichen Australien weit verbreitet. Sie gedeiht hauptsächlich in ariden und semiariden Gebieten. Die meisten Arten gibt es in der Saharo-Sindischen phytogeographischen Zone. Als invasive Pflanze wurde mindestens eine Art in die Neotropis eingeschleppt.
Es gibt 15 bis 20 Burzeldorn-Arten (Tribulus) (Auswahl):
- Tribulus cistoides <templatestyles src="Person/styles.css" />L. (Syn.: Tribulus lanuginosus <templatestyles src="Person/styles.css" />Blanco, Tribulus taiwanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />T.C.Huang & T.H.Hsieh<ref name="FoC"/>): Sie kommt in Afrika, in Madagaskar, auf den Komoren, in Indonesien, Papua-Neuguinea, Australien, Taiwan und China<ref name="FoC"/> vor.<ref name="GRIN" />
- Tribulus longipetalus <templatestyles src="Person/styles.css" />Viv. (Syn.: Tribulus macropterus <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss.): Es gibt etwa drei Unterarten.<ref name="FoPakistan" /> Die Art kommt in Afghanistan, Südwestasien, Arabien, Sudan, Somalia, Nordafrika<ref name="FoPakistan" /> und in Ecuador sowie Peru vor.<ref name="VascularPlantsAmericas" />
- Tribulus micrococcus <templatestyles src="Person/styles.css" />Domin: Sie kommt in den australischen Bundesstaaten Queensland sowie New South Wales vor.<ref name="GRIN" />
- Tribulus mollis <templatestyles src="Person/styles.css" />Ehrenb. ex Schweinf. (Syn.: Tribulus ochroleucus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Maire) Ozenda & Quézel): Sie kommt von Algerien über die Sahara bis Somalia, der Arabischen Halbinsel und bis Pakistan vor.<ref name="FoPakistan" /><ref name="Euro+Med" />
- Tribulus pentandrus <templatestyles src="Person/styles.css" />Forssk. (Syn.: Tribulus alatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Delile, Tribulus parvispinus <templatestyles src="Person/styles.css" />Presl): Sie kommt in Nord-, Ost- sowie Südafrika, Madagaskar, auf der südwestlichen Arabischen Halbinsel, in Westasien, Iran, Irak, und Pakistan und Indien vor.<ref name="GRIN" /><ref name="FoPakistan" />
- Tribulus subramanyamii <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Singh, Giri & V.Singh
- Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Syn.: Tribulus rajasthanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Bhandari & V.S. Sharma, Tribulus lanuginosus <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Tribulus bicornutus <templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. & Mey., Tribulus robustus <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss. & Noé, Tribulus orientalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Kerner)<ref name="FoPakistan" />
- Tribulus zeyheri <templatestyles src="Person/styles.css" />Sond.: Sie kommt in Venezuela vor.<ref name="VascularPlantsAmericas" />
Quellen
- Tribulus in der Western Australian Flora. (Abschnitt Beschreibung)
- Yingxin Liu, Lihua Zhou: Zygophyllaceae. In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 11: Oxalidaceae through Aceraceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2008, ISBN 978-1-930723-73-3. Tribulus, S. 49 - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitt Beschreibung)
- Yingxin Liu, Lihua Zhou: Zygophyllaceae in der Flora of Pakistan: Tribulus bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung)
- M. Varghese, S. S. Yadav, J. Thomas: Taxonomic Status of Some of the Tribulus Species in the Indian Subcontinent, In: Saudi Journal of Biological Sciences, Band 13, Nummer 1, 2006, S. 7–12. ISSN 1319-562X: PDF-Online. (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung)
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Tropicos"> Tribulus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="VascularPlantsAmericas"> Tribulus bei Tropicos.org. In: Vascular Plants of the Americas. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPakistan"> Yingxin Liu, Lihua Zhou: Zygophyllaceae in der Flora of Pakistan: Tribulus bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Carl von Linné: Species Plantarum, 1, 1753, S. 386–387 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="FoC"> Yingxin Liu, Lihua Zhou: Zygophyllaceae. In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 11: Oxalidaceae through Aceraceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2008, ISBN 978-1-930723-73-3. Tribulus, S. 49 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Euro+Med"> S. Castroviejo (2009): Zygophyllaceae: Datenblatt Tribulus In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> </references>
Weblinks
- Tribulus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Zeichnung aller wichtigen Details der Gattung Tribulus.