Sybil Bauer
Sybil Lorina Bauer (* 18. September 1903 in Chicago; † 31. Januar 1927 ebenda) war eine US-amerikanische Schwimmerin. Sie gewann bei den Olympischen Spielen 1924 die Goldmedaille im Rückenschwimmen, zwei Jahre nachdem sie den Rekord eines Mannes im 440-Yards-Rückenschwimmen gebrochen hatte.<ref name="nytimes-220428">Maria Cramer: Before Title IX: How Women’s Sports Teams Got Their Start - The New York Times. In: nytimes.com. 5. Mai 2022, abgerufen am 11. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie stellte fast zwei Dutzend Schwimmrekorde auf.<ref name="nytimes-220428" />
Leben und Wirken
In den 1920er-Jahren war die Tochter norwegischer Einwanderer die dominierende Rückenschwimmerin und hielt sämtliche Weltrekorde in dieser Disziplin. Sie war Studentin an der Northwestern University.<ref name="nytimes-220428" />
Im Oktober 1922 stellte sie einen bemerkenswerten Rekord auf, indem sie über 440 Yards Rücken schneller schwamm als der damalige Männerweltrekordhalter, eine Leistung, die damals großes Aufsehen erregte.<ref name="taz-6000069">Sebastian Moll: Vorzeigeathletinnen im Schwimmen: Schwimmende Sensationen. In: taz.de. 8. April 2024, abgerufen am 8. April 2024.</ref> Sie schaffte dies in einer Zeit von knapp 6 Minuten und 25 Sekunden.<ref name="nytimes-220428" /> Die Leistung der zu diesem Zeitpunkt 19-jährigen Bauer erschütterte die damals gängigen Vorstellungen von den sportlichen Fähigkeiten der Frauen.<ref name="nytimes-220428" />
Bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris wurde sie mit vier Sekunden Vorsprung überlegen Olympiasiegerin über 100 m Rücken. In ihrer sechs Jahre dauernden Karriere schwamm sie 23 Weltrekorde. Ihre Fähigkeiten waren so außergewöhnlich, dass sogar diskutiert wurde, ob sie in den Männerwettbewerben antreten solle, obwohl dieser Vorschlag schnell verworfen wurde.<ref name="taz-6000069" /> Ihre Zeit als Schwimmerin fiel in eine Ära, in der Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereichen neue Wege beschritten, und sie stand im Mittelpunkt dieser Bewegung der new women.<ref name="taz-6000069" />
Eine Krebserkrankung zwang sie bereits im März 1926 zum Rückzug vom Schwimmsport.<ref name="taz-6000069" /> Sie verlobte sich im November 1926 mit Ed Sullivan, starb aber im Januar 1927 an Krebs, bevor es zur Hochzeit kommen konnte. Sie wurde nur 23 Jahre alt. Einer der Sargträger bei ihrer Beerdigung war Johnny Weissmuller.<ref name="taz-6000069" />
Im Jahr 1967 wurde sie in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.
Weblinks
- Sybil Bauer in der International Swimming Hall of Fame (englisch)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
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Einzelnachweise
<references />
1924: Sybil Bauer | 1928: Marie Braun | 1932: Eleanor Holm | 1936: Nida Senff | 1948: Karen Harup | 1952: Joan Harrison | 1956: Judy Grinham | 1960: Lynn Burke | 1964: Cathy Ferguson | 1968: Kaye Hall | 1972: Melissa Belote | 1976: Ulrike Richter | 1980: Rica Reinisch | 1984: Theresa Andrews | 1988: Kristin Otto | 1992: Krisztina Egerszegi | 1996: Beth Botsford | 2000: Diana Mocanu | 2004: Natalie Coughlin | 2008: Natalie Coughlin | 2012: Missy Franklin | 2016: Katinka Hosszú | 2020: Kaylee McKeown | 2024: Kaylee McKeown
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bauer, Sybil |
| ALTERNATIVNAMEN | Bauer, Sybil Lorina |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Schwimmerin |
| GEBURTSDATUM | 18. September 1903 |
| GEBURTSORT | Chicago |
| STERBEDATUM | 31. Januar 1927 |
| STERBEORT | Chicago |
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- Olympiasieger (Schwimmen)
- Olympiateilnehmer (Vereinigte Staaten)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1924
- Schwimmer (Vereinigte Staaten)
- Mitglied der International Swimming Hall of Fame
- US-Amerikaner
- Geboren 1903
- Gestorben 1927
- Frau