Charg
| Charg
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewässer | Persischer Golf | |||||
| Geographische Lage | 29° 15′ 0″ N, 50° 19′ 0″ O
{{#coordinates:29,25|50,316666666667|primary
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dim=8000 | globe= | name=Charg | region=IR-18 | type=isle
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| Länge | 8 km | |||||
| Breite | 4,5 km | |||||
| Fläche | 22,59 km² | |||||
| Höchste Erhebung | Kūh-e Dīdeh Bānī 70 m | |||||
| Einwohner | 10.000 443 Einw./km² | |||||
| Hauptort | Charg | |||||
Charg ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); persisch خارگ, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch خارک {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine bewohnte Insel im nördlichen Teil des Persischen Golf. Sie gehört zu Iran, liegt etwa 30 Kilometer vor der Küste des Festlands, ist rund 6 km lang und 4 km breit und hat etwa 10.000 Einwohner. Die Insel liegt 55 km westlich von Buschehr und 35 km südlich von Ganaveh. Nur wenige Kilometer entfernt liegt eine unbewohnte, kleine Insel - Chargo<ref>(PDF) Study of Coral Reefs Health Status in Kharg and Khargo Islands. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Juli 2023; abgerufen am 15. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Fast alle iranischen Ölexporte laufen über die Insel Charg.
Geschichte
Die Insel wurde von vielen verschiedenen Völkern besiedelt. Im ersten und zweiten Jahrhundert nach Christus waren dies die Palmyrener<ref name=":0">Thomas Fischermann: Iranische Insel Kharg: Die gefährlichste Insel der Welt. In: Die Zeit. 10. März 2026, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 10. März 2026]).</ref><ref>Ahmad Heidari, Lucia Novakova: The Rock-cut Tombs of Kharg Island: Historical Insights and Connections to Characene. In: A N O D O S Studies of the Ancient World 16 Proceeding of the International Conference COMMUNICATION THROUGH THE AGES: PEOPLE, OBJECTS, IDEAS (From the Bronze Age to Late Antiquity) PART II Trnava, 22 – 24 October 2021. Universitas Tyrnaviensis, Facultas Philosophica, 2023, S. 121–136, abgerufen am 10. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und später die Nestorianer. Die Insel diente der Kontrolle der Handelsrouten zwischen Indien und Mesopotamien.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts fanden viele Ausgrabungen Spuren der wechselhaften Besiedelung der Insel. Dies waren Grabkammern mit Reliefs, wie sie auch in Seidenstrassen-Städten Palmyra und Hatra gefunden werden, zoroastrische Feueraltäre, in Fels geritzte Menora, frühchristliche Kreuze und nach Mekka zugewandte Gebetsnischen.<ref name=":0" /><ref>KHARG ISLAND ii. History and archaeology. In: Encyclopaedia Iranica. Abgerufen am 10. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der französische Dominikanermönch Marie-Joseph Steve (1911–2001) führte viele Grabungen durch und fand auch einen Klosterkomplex mit Bibliothek und Refektorium für 20 Mönche aus dem 7. bis 9. Jahrhundert. 1751 überfielen iranische Araber der Huwala die Insel. Zwei Jahre später errichtete die Niederländische Ostindien-Kompanie dort das Fort Mosselsteyn. Dieses fiel 1766 nach einer Belagerung durch persische Piraten. Zweimal, 1838 und 1856, wurde die Insel von Briten in Besitz genommen.<ref name=":0" /><ref>DLOWE: A Strategic Position: British seizures of the Island of Kharg, 1838, 1856. 17. Dezember 2014, abgerufen am 10. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der Iran baute die Insel seit 1956 zu einem zentralen Element seiner Ölwirtschaft aus. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Insel essentiell dafür, quasi alles iranische Öl läuft über die Insel und ihre stark ausgebaute Struktur. 1979 enteignete das Islamische Regime die Besitzer und verstaatlichte die gesamte Infrastruktur.<ref name=":0" /><ref>Hamidreza Yousefi: Kharg: From a Fiery Exile to the Cool Calm of a Treasure Island. In: GlobIS Review | ایرانشناسی در جهان. 9. Februar 2026, abgerufen am 10. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 13. März 2026 wurde Charg erstmals im Irankrieg angegriffen.<ref>https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/116224324444349237</ref> Die US-Regierung gab bekannt, „jedes militärische Ziel“ auf der Insel zerstört zu haben.<ref>US-Angriffe auf iranische Öl-Insel Kharg. In: tagesschau.de. 14. März 2026, abgerufen am 14. März 2026.</ref> Zuvor war durch verbale, militärische Bedrohung und Beschuss die Straße von Hormus durch den Iran gesperrt worden. Öl- und anderer Schiffsverkehr kam Anfang März 2026 zum Erliegen. Durch die Bombardierung von Charg wollte US-Präsident Trump Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zwingen. Auf eine Vernichtung der Ölinfrastruktur habe er „aus Gründen der Anständigkeit“ zunächst verzichtet (original {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)"), schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.<ref>https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/116224324444349237</ref>
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Geologie
Die Grundlage für die reiche Geschichte der Insel ist ihr natürliches Vorkommen an Süßwasser in Form einer Süßwasserlinse, bei der das Süßwasser dem Salzwasser aufliegt.
Wirtschaft
Die Insel liegt in der Nähe mehrerer Ölfelder und ist strategisch bedeutend. Sie verfügt über drei Ölterminals, ein Gaswerk und ein Flugfeld. An den Ölterminals können bis zu zehn Tanker mit einer Tragfähigkeit von 200.000 Tonnen andocken. Für Supertanker bis zu 360.000 Tonnen gibt es ein weiteres Sea-Island-Terminal.<ref name=":0" />
In den 1970er Jahren galt Charg als das modernste Ölterminal der Welt. Die Insel verfügte über eine Süßwassergewinnungsanlage und ein landwirtschaftlich genutztes Gewächshaus zur Versorgung der Einwohner von Charg.
Im Ersten Golfkrieg wurden die Anlagen durch irakische Luftangriffe schwer beschädigt, inzwischen aber wieder repariert.
Im Jahr 2012 liefen 98 % des iranischen Rohölexports über das Kharg oil terminal.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Iran increases oil storage capacity to foil EU sanctions.] Presstv.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Um diese Abhängigkeit von einem einzigen Ölausfuhrhafen zu vermindern, gibt es mindestens seit 2008 Pläne, in Bandar-e Dschask südöstlich der Straße von Hormus einen zweiten großen Erdölhafen zu bauen.<ref>Iran to build new oil export terminals in Persian Gulf.</ref><ref>Iran plans to turn Jask port into its 2nd oil hub.</ref>
2026 wird geschätzt, dass die Insel täglich 1,5 bis 1,6 Millionen Barrel Öl für den Weltmarkt verladen kann.<ref name=":0" /><ref>Clayton Seigle: If Trump Strikes Iran: Mapping the Oil Disruption Scenarios. 18. Februar 2026 (csis.org [abgerufen am 10. März 2026]).</ref>
Das Terminal Kharg wird durch eine Unterwasserpipeline von iranischer Landseite her mit Öl versorgt.
Namensgebend
Nach der Insel war das größte Versorgungsschiff der iranischen Marine benannt. Am 2. Juni 2021 fing die Kharg Feuer und sank bei der Straße von Hormus.
Künstlerische Rezeption
In dem im Jahr 2011 veröffentlichten Mehrspieler-Videospiel Battlefield 3 ist Charg eine Karte bzw. Handlungsort.<ref>Battlefield 3-Guide für Conquest und Rush: Multiplayer-Tipps für alle Maps und die wichtigsten Spielmodi. In: pcgames.de. 15. Dezember 2011, abgerufen am 14. März 2026.</ref>
Weblinks
Fußnoten
<references />