Zum Inhalt springen

Durchseuchung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. Dezember 2023 um 22:07 Uhr durch imported>Aka (https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Als Durchseuchung, auch Infektionsprävalenz<ref>Wolfgang Kiehl: Infektionsschutz und Infektionsepidemiologie. Fachwörter – Definitionen – Interpretationen. Hrsg.: Robert Koch-Institut, Berlin 2015, ISBN 978-3-89606-258-1, S. 104, Stichwort Prävalenz</ref> genannt, bezeichnet man den Verbreitungsgrad einer endemischen Infektionskrankheit in einer Population zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dazu zählen auch die Fälle unter den ehemals erkrankten Individuen der Population, in denen die Anzeichen der Erkrankung nicht wahrgenommen oder mit der Erkrankung nicht in Verbindung gebracht wurden, beispielsweise als Ursache einer Fehlgeburt. Es ist auch von Krankheit zu Krankheit verschieden, ob eine vorübergehende oder dauerhafte Immunität erreicht wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Roche Lexikon Medizin (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Juni 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tk.de</ref>

Bei Herpes-simplex-Virus 1 geht man bei Erwachsenen von einer Durchseuchung von weltweit 95 % aus. Beim Dreitagefieber geht man von über 95 % bis zum vollendeten 2. Lebensjahr aus.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tino F. Schwarz: Exanthema subitum: häufige Infektion im Kleinkindesalter (Memento vom 21. Juni 2006 im Internet Archive)</ref> Die Durchseuchung mit Helicobacter liegt derzeit in Deutschland bei rund 40 % bei den über 40-Jährigen.<ref name="aerztezeitung.de">Ärztezeitung: Helicobacter pylori: Plädoyer fürs Testen und Behandeln</ref> In der Zoologie ist die Durchseuchung von Tierarten insbesondere interessant, wenn die Krankheit auch auf den Menschen übertragbar ist. Zum Beispiel beträgt die Durchseuchung der Füchse mit dem Fuchsbandwurm in Bayern und Schwaben durchschnittlich 29 % bis 55 %,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bayern: Weiterhin hohe Durchseuchung mit Fuchsbandwurm (Memento vom 4. September 2006 im Internet Archive)</ref> die Durchseuchung der Zecken mit Borrelien 5 bis 35 Prozent.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Borrelien lauern im Grünen (Memento vom 1. September 2006 im Internet Archive)</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein