Zum Inhalt springen

Ferdinand Kattenbusch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Februar 2025 um 07:17 Uhr durch imported>Zweioeltanks (Die letzte Textänderung von 2A02:810B:F1B:C700:7DFF:DA90:B532:675F wurde verworfen und die Version 251140394 von Bartleby08 wiederhergestellt. Belege fehlen, formal unzureichend).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Ferdinand Friedrich Wilhelm Kattenbusch (* 3. Oktober 1851 in Kettwig/Ruhr; † 28. Dezember 1935 in Halle (Saale)) war ein deutscher evangelischer Theologe, Ordinarius, Dekan einer Theologischen Fakultät und Universitätsrektor.

Datei:Ferdinand Kattenbusch.jpg
Ferdinand Kattenbusch
Datei:Grab Ferdiand Kattenbusch.jpg
Das Grab von Ferdinand Kattenbusch und seiner Ehefrau Wilhelmine geborene Scheid im Familiengrab auf dem Laurentiusfriedhof (Halle)

Leben

Kattenbusch studierte 1869 in Bonn und Berlin und ab 1870 in Halle Evangelische Theologie. Hier wurde er Seminar-Senior bei August Tholuck. Nach dem Theologischen Examen wurde er 1873 Repetent in Göttingen, wo er 1875 den Grad eines Lic. theol. erwarb. 1876 habilitierte er sich für das Fach Systematische Theologie und wurde 1878 als Ordinarius an die Universität Gießen berufen, wo er Dekan der Theologischen Fakultät und Rektor der Ludwigs-Universität wurde. In Gießen trat er (wie schon zuvor in Bonn und Halle und 1906 in Göttingen<ref>Philister-Verzeichnis des Göttinger Wingolf, Göttingen 1919, S. 7</ref>) dem Wingolf bei; gerade zum Gießener Wingolf, wo er die längste Zeit seines Lebens wirkte, hielt er eine besondere lebenslange Bindung (Biername/Spitzname Kabu). 1904 wurde Kattenbusch Nachfolger seines Lehrers und Wingolfsbruders Albrecht Ritschl in Göttingen, 1906 nahm er einen Ruf als Ordinarius an die Theologische Fakultät in Halle an, wo er 1913/14 Rektor der Universität wurde. Er wurde zum Wintersemester 1921/22 emeritiert und starb hochgeehrt in Halle. Kurz zuvor hatte er in einem Artikel<ref>In: Die Kirche und das dritte Reich, Fragen und Forderungen deutscher Theologen, S. 57–64.</ref> vor dem Nationalsozialismus gewarnt und zu Toleranz und Nächstenliebe gegen den aufkommenden Hass aufgerufen.

Ferdinand Kattenbuschs letzte Ruhestätte liegt auf dem hallischen Laurentiuskirchhof.

Bedeutung

Kattenbusch veröffentlichte überwiegend historische und konfessionskundliche Arbeiten. Sein Buch zum Glaubensbekenntnis „Das Apostolische Symbol“ gilt als wichtige quellenkundliche Untersuchung; es erlebte bis in die 1960er Jahre mehrere Auflagen. Joseph Kardinal Ratzinger sagte über die Forschungen zum Glaubensbekenntnis „Das entscheidende Standardwerk ist hierzu nach wie vor F. Kattenbusch …“

Sein Lehrbuch zur Konfessionskunde führte (gemäß seinem Vorschlag) zur Umbenennung der Symbolik in Konfessionskunde (als einer deskriptiven Disziplin), als deren Begründer Kattenbusch gilt<ref>Vgl. Peter Hauptmann: „Konfessionskunde“. In: TRE 19 (1990), S. 431–442, hier v. a. 433f.</ref>.

Von 1910 bis 1934 gab er die Fachzeitschrift Theologische Studien und Kritiken heraus.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein