Zum Inhalt springen

Sementina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. April 2026 um 14:26 Uhr durch imported>Freigut (Literatur: HBLS korr.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Sementina
Datei:Sementina-coat of arms.svg
Wappen von Sementina
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6514
frühere BFS-Nr.: 5019
Koordinaten: 719554 / 115847Koordinaten: 46° 11′ 1″ N, 8° 59′ 14″ O; CH1903: 719554 / 115847
 {{#coordinates:46,18348|8,98709|primary
dim=5000 globe= name= region=CH-TI type=city
  }}
Höhe: 224 m ü. M.
Fläche: 8,4 km²
Einwohner: 3217 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 383 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Datei:Fortini della Fame (Sementina).jpg
Sementina: Blick vom Torre della murata
Sementina: Blick vom Torre della murata
Karte
w{w
Datei:Karte Gemeinde Sementina 2010.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. April 2017
Datei:ETH-BIB-Sementina, Pedemonte-LBS H1-025381.tif
Sementina, historisches Luftbild von Werner Friedli (1946)
Datei:Fortini della Fame (Sementina) VIII.jpg
Fortino della fame

Sementina (lombardisch ebenso <templatestyles src="IPA/styles.css" />[semenˈtina]<ref name="lsg">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 825. Die Bedeutung des Namens ist unbekannt.</ref>) ist ein Ortsteil von Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete es eine eigene politische Gemeinde im damaligen Kreis Ticino.

Geographie

Sementina liegt im Westen der Kantonshauptstadt Bellinzona am Ausgang des Sementinatales und am rechten Ufer des Tessin in der Magadinoebene. Zu Sementina gehört auch die Fraktion Piancalardo.

Geschichte

Gräberfelder aus der Eisenzeit und römische Funde weisen auf eine frühe Besiedlung hin. Sementina wurde 1230 erstmals als Somentina urkundlich erwähnt. Das Domkapitel von Como verlieh 1264 seine Güter und Rechte in Sementina an die Familie Muralto, 1277 an die da Gnosca und 1335 an die Orelli von Locarno. 1335 wurden Sementina und Muyro (Moiro), der heutige Dorfteil Sant’Antonio, als Gemeinden erwähnt, 1363 auch der heutige Ortsteil Piancalardo. Das Kapitel Bellinzona übte 1465 das Zehntrecht aus.

Am 2. April 2017 schloss sich Sementina mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Moleno, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo und Sant’Antonio der Gemeinde Bellinzona an. Sementina bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Sementina (mit Fotos) (italienisch) auf patriziato-sementina.ch</ref>

Bevölkerung

Vorlage:Säulendiagramm

Wirtschaft

In Sementina wurden Viehwirtschaft und Ackerbau betrieben. Die Entwässerung der Magadinoebene Ende des 19. Jahrhunderts schützte nicht nur vor Krankheiten und Überschwemmungen, sondern brachte zusätzliche landwirtschaftliche Nutzfläche. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand eine Karton- und Keramikproduktion. Im Jahre 2000 waren über drei Viertel der Erwerbstätigen Pendler.

Sehenswürdigkeiten

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

  • Die 1291 erwähnte Kirche San Michele diente als Ersatz für die letztmals 1285 erwähnte und durch eine Überschwemmung zerstörte Kirche Sant’Eusebio. Im 17. Jahrhundert wurde sie erneuert und vermutlich 1761 erweitert<ref name="Martinoli">Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 50–54.</ref>
  • In den Jahren 1853–1854 wurde südlich von Bellinzona ein Teilstück der von Guillaume-Henri Dufour entworfenen Befestigungslinie, die Fortini della Fame, erstellt. Tessiner, die 1853 aus dem Lombardo-Venezianischen Königreich ausgewiesen worden waren, wurden im Sinne einer Arbeitsbeschaffungsmassnahme beauftragt, zwischen Sementina und Camorino eine Verteidigungslinie zu bauen, die als «Hungerfestungen» (Fortini della Fame) bekannt wurden. Die dem Wildbach Sementina entlang führenden Festungsbauten (Torre della murata) sind in der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung im Kanton Tessin aufgeführt<ref>Festungsanlagen (mit Fotos) auf api3.geo.admin.ch/rest</ref><ref name="Martinoli" />
  • Hängebrücke (italienisch Ponte Tibetano) über das Sementinatal bei Carasc, 2015 erbaut, 270 Meter lang<ref>Hängebrücke in Carasc (mit Foto) (italienisch) auf curzutt.ch</ref>.

Sport

Persönlichkeiten

  • Carlo Jermini (* um 1710 in Sementina; † nach 1743 in Madrid ?), Stuckateur, er ging 1743 nach Madrid zum Architekten Vincenzo Rabaglio (1711–1800) aus Gandria, der das Palacio Real (Riofrio) in Segovia entwarf.<ref>Vorlage:Tessinerkuenstler</ref>
  • Pietro Jermini (* um 1710 in Sementina; † nach 1743 in Madrid ?), Bruder des Carlo, Stuckateur, er arbeitete ab 1743 in Madrid am Hof der spanischen Könige, zusammen mit seinem Bruder Carlo.<ref>Vorlage:Tessinerkuenstler</ref>
  • Antonio Rusconi (* 26. Oktober 1788 in Sementina; † 23. Februar 1852 ebenda), 1809 Offizier in österreichischen, später in holländischen Diensten; 1839 eidgenössischer Oberstleutnant<ref>Celestino Trezzini: Antonio Rusconi. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, S. 766 (PDF Digitalisat, abgerufen am 13. Oktober 2017).</ref>
  • Irene Marcionetti (* 27. April 1905 in Sementina; † 9. Juli 2004 in Locarno), Schriftstellerin<ref>Irene Marcionetti (mit Bild) (italienisch) auf archividonneticino.ch</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein