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Alitzheim

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Alitzheim
Gemeinde Sulzheim
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(648)&title=Alitzheim 49° 56′ N, 10° 20′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(648) 49° 56′ 10″ N, 10° 19′ 41″ O
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Höhe: 228 m ü. NHN
Fläche: 6,91 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 648 (21. Dez. 2021)<ref>Ortsteil Alitzheim. In: Gemeinde Sulzheim. Abgerufen am 14. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 97529
Vorwahl: 09382
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Alitzheim ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Sulzheim im unterfränkischen im Landkreis Schweinfurt in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Alitzheim hat eine Fläche von 6,907 km². Sie ist in 927 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 7540,49 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Alitzheim (091018). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref>

Geografische Lage

Das Kirchdorf Alitzheim liegt in der weiten Ebene, die sich zwischen Main und Steigerwald von Gerolzhofen bis nach Schweinfurt ausdehnt (Steigerwaldvorland). Seine rund 650 Hektar große Flur ist zu einem Zehntel mit Wald bedeckt. Wegen der Nähe größerer Seen, wie des Alten und des Hörnauer Sees, war Alitzheim bis in die 1960er Jahre das einzige Storchendorf des damaligen Landkreises Gerolzhofen.

Geschichte

Alitzheim wurde erstmals im Jahre 1127 im Stiftungsbrief des Zisterzienserklosters Ebrach als „Alotzheim“ urkundlich erwähnt. Archäologische Funde beweisen jedoch, dass der Ort um das Jahr 600 in einer dem Hörnauer Wald abgewonnenen Mark als „Heim des Adalolf oder Adelolf“ entstanden ist. Später teilten sich das Hochstift Würzburg, das Kloster Fulda, die Grafen von Höchstadt und Graf Gebhard von Sulzbach die Herrschaft. Von letzterem hatte Iring von Pleichfeld/Püssensheim bis zu seinem frühzeitigen Tod (vor 5. Mai 1137) dessen Anteil zu Lehen, verkaufte dieses aber an das Kloster Ebrach. Sein gewaltsamen Tod verzögerte jedoch die vereinbarte Übergabe.<ref>StAWü, Kloster Ebrach Urkunden 2</ref> Bis 1137 wandelten die Zisterzienser das Dorf zu einem ihrer Amtssitze um.

Im Jahr 1553 verwüsteten die Truppen des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Ansbach die Alitzheimer Gemarkung und drohten der Bevölkerung mit Brandschatzung. Alitzheim war im 17. Jahrhundert eines der Zentren des Hexenbrennens. Im Dreißigjährigen Krieg scheiterten die kaiserlichen Gallatschen Reiter an der starken Befestigung der Stadt Gerolzhofen und steckten Alitzheim und einige weitere Orte der Umgebung in Brand.

Erneut wurde der Ort im Zweiten Weltkrieg zerstört. Am 10. April 1945 versuchte eine SS-Junkerschule aus München den amerikanischen Vormarsch zu bremsen und begann auf die anrückenden Panzerverbände zu schießen. In der Folgezeit wurde das Dorf von den amerikanischen Soldaten beschossen. Später entwickelten sich Straßenkämpfe, bei denen mehrere Gebäude ein Raub der Flammen wurden.<ref>Treutwein, Karl: Von Abtswind bis Zeilitzheim. S. 13 f.</ref> Der Ort wurde am 1. Januar 1972 nach Sulzheim eingemeindet.<ref></ref>

Baudenkmäler

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Die Alitzheimer St.-Martin-Kirche.

Wahrzeichen des Ortes mit seinen derzeit etwa 630 Einwohnern ist die im Jahre 1731 eingeweihte Barockkirche mit ihrem markanten Turm und ihrer künstlerisch wertvollen Ausstattung. Bei der von 1986 bis 1988 durchgeführten Renovierung stieß man bei Grabungen auf Fundamente bzw. Pfostengruben von vier Vorgängerkirchen, deren älteste auf das 9. Jahrhundert datiert wird. Danach wurde im 11. Jahrhundert eine chorlose Saalkirche errichtet.<ref>Claus Ahrens: Die frühen Holzkirchen Europas. Darmstadt 2001. S. 7.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Alitzheim wird von der Kreisstraße SW 40 durchquert. Sie mündet in die unmittelbar östlich des Orts verlaufende Staatsstraße 2272. Außerdem liegt der Ort an der Bundesstraße 286 und an der inzwischen stillgelegten Bahnstrecke Kitzingen–Schweinfurt.

Vereine

  • Die Sportstätte des DJK Alitzhein besteht seit 1999 und dient Veranstaltungen aller Art neben dem Sportheim auf dem Sportgelände an der Bahnhofstraße
  • Theatergruppe
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Musikverein 1968 Alitzheim e. V.
  • Gesangverein Sängerlust 1910
  • KLJB Alitzheim

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Karl Treutwein: Von Abtswind bis Zeilitzheim. Geschichtliches, Sehenswertes, Überlieferungen. Volkach4 1987.

Weblinks

Commons: Alitzheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Sulzheim (Unterfranken) Vorlage:Hinweisbaustein