Koterie
Koterie (frz. coterie<ref>Sachs-Villatte, [...] Wörterbuch. Hand- und Schulausgabe. 4. Bearbeitung 1917, Bd. 1, S. 223 übersetzt: Klatschgesellschaft, Sippschaft, Koterie. Siehe auch http://fr.wiktionary.org/wiki/coterie und den Eintrag im Littre coterie in Le Dictionnaire de Français Littré</ref>) ist eine veraltete Bezeichnung für eine abgeschlossene Gruppe (geschlossene Gesellschaft, Kränzchen) und wurde vor allem negativ für eine Clique gebraucht.<ref>Koterie. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 10, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 121.</ref>
Beispielsweise formulierte Karl Marx 1859: „Indessen gab damals Lord Derbys Machtantritt gleichzeitig einer Koterie der herrschenden Klasse das Signal, herbeizustürzen und die Posten zu besetzen, die eben frei geworden waren.“<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Karl Marx - Die Erregung in Irland.] In: mlwerke.redflag.ps. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. Februar 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Marx gebrauchte den Begriff mehrfach in Schriften.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig site:www.mlwerke.de koterie - Google Suche.] In: www.google.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. Februar 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Bei Gottfried Keller liest man: „Denn es dauerte nicht lange, so hörte man nur noch die Worte Honorar, Verleger, Clique, Koterie und was noch mehr den Zorn solchen Volkes reizt und seine Phantasie beschäftigt.“<ref>Gottfried Keller: Die mißbrauchten Liebesbriefe im Projekt Gutenberg-DE</ref>
Während das Wort im Deutschen seit längerem nicht mehr allgemein gebraucht wird, ist das gleichfalls aus dem Französischen entlehnte coterie im Englischen geläufig. Es bezeichnet eine exklusive Gruppe mit einem gemeinsamen Interesse, oft abwertend im Sinne von Klüngel.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Lob der Dummheit: 15 Reportagen mit Sinn.] LIT Verlag Münster via Google Books, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. Februar 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Literatur
- Kerstin Meyer-Hinrichs: Wortgeschichte zu Koterie. In: Wortgeschichte digital. 2021
Weblinks
Einzelnachweise
<references />