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Dexia

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Dexia

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Dexia Logo 2012.svg
Rechtsform Société anonyme
ISIN BE0003796134
Gründung 1996
Sitz Brüssel, BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien
Leitung Gilles Denoyel (Chairman)
Wouter Devriendt (CEO)
Mitarbeiterzahl 62<ref name="GB2017"/>
Umsatz −462 Mio. Euro (Nettoeinkommen 2017)<ref name="GB2017"/>
Branche Finanzen
Website www.dexia.com
Stand: 31. Dezember 2017

Dexia, ein an den Börsen in Brüssel und Paris notierter Bankkonzern mit Hauptsitz in Brüssel, ist vornehmlich in der Finanzierung der öffentlichen Hand tätig. Dexia wurde 1996 durch die Fusion von Crédit Communal de Belgique (gegründet 1860) und Crédit Local de France (gegründet 1987) geformt. Der Dexia-Börsengang erfolgte am 2. Januar 1997 mit einem Startkurs von 6,86 Euro je Aktie. Aufgrund massiver Probleme des Konzerns im Zuge der Finanzkrise 2011 wird die Bank in mehrere Einheiten aufgespalten.

Die Konzernzentrale ist der Rogier Tower, mit 38 Etagen und 145 Metern in den Jahren 2002 bis 2006 in Brüssel gebaut, der bis 2012 als Dexia Tower bekannt war.

Datei:Dexia Tower (1).jpg
Der illuminierte Rogier Tower bei Nacht

Geschichte

Finanzkrise ab Herbst 2008

Aufgrund der internationalen Finanzkrise erhielt die Dexia Group am 3. Oktober 2008 Staatsbeihilfen von jeweils drei Milliarden Euro von Belgien und Frankreich und 376 Millionen Euro von Luxemburg. Dafür erhielten Belgien und Frankreich Anteile von jeweils 5,7 Prozent an der Dexia.<ref>Dexia#Kapitaal in der niederländischsprachigen Wikipedia</ref>

Die finanziellen Probleme der Dexia ergaben sich insbesondere aus der kurzfristigeren Refinanzierung zu niedrigeren Zinsen von längerfristigen Darlehen an Kommunen. Durch die Austrocknung des Interbanken-Geldmarktes als Folge der Lehmann-Pleite versiegte diese Refinanzierungsquelle. Das Geschäftsmodell und der Zusammenbruch ähnelt damit dem der Depfa Bank in Dublin/Irland, eine Tochtergesellschaft der deutschen Pfandbriefbank Hypo Real Estate (HRE).<ref>Rexer, Steiner, Wüpper: Größenwahn trieb Finanzhaus Dexia in den Ruin. Die Welt Online, 10. Oktober 2011.</ref> Nachdem in den ersten Oktobertagen des Jahres 2008 die Aktiennotierung eingebrochen war, gaben am 9. Oktober 2008 die Regierungen der Staaten von Frankreich, Belgien und Luxemburg eine Garantieerklärung für die Dauer eines Jahres ab, um der Bank die Aufnahme weiterer Kapitalmittel zu ermöglichen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.ftd.de (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2025. Suche im Internet Archive )</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Ook Dexia organiseert luxefeest in Monaco" (Memento vom 14. Oktober 2008 im Internet Archive)</ref>

Im Februar 2009 verkündete die Dexia Bank, dass sie 2008 3,326 Milliarden Euro bzw. 4,2 Milliarden US-Dollar Verlust gemacht hat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Franco-Belgian bank Dexia posts 3.3 billion euros losses for 2008 (Memento vom 23. September 2011 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FY & 4Q 2008 Results (Memento vom 2. Dezember 2010 im Internet Archive; PDF)</ref>

Die EU-Kommission war nicht vom Rettungsplan für die Dexia-Gruppe überzeugt und leitete eine Untersuchung dazu ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EU-Kommissioun: Enquete iwwer Rettungsplang vun der Dexia. (Memento vom 30. Dezember 2009 im Internet Archive) RTL - 13. März 2009, 12:36 - Fir d'lescht aktualiséiert: 19. März 2009, 09:15.</ref> Am 14. Oktober 2009 gab die EU-Kommission die Zustimmung, die Staatsgarantien von Frankreich, Belgien und Luxemburg für die Dexia-Gruppe bis zum 31. Oktober 2010 zu verlängern.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EU-Kommissioun: Accord fir Verlängerung vun Dexia-Garantien. (Memento vom 2. Januar 2010 im Internet Archive) RTL - 31. Oktober 2009, 10:24 - Fir d'lescht aktualiséiert: 3. November 2009, 23:39.</ref> Dexia verkauft mit „Dexia Epargne Pension“ sein Lebensversicherungsgeschäft an BNP Paribas.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.wort.luDexia trennt sich von Lebensversicherung. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Luxemburger Wort, 9. Dezember 2009 18:05 Uhr.</ref> Das geschäftsführende Verwaltungsratsmitglied der Bank Pierre Mariani kündigte an, dass Dexia entschlossen sei, die Staatsgarantien bis Ende 2010 abzulösen.<ref>Helmut Wyrwich: @1@2Vorlage:Toter Link/tageblatt.editpress.luDexia: Ende 2010 ohne Staatsgarantien. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Tageblatt. Zeitung fir Lëtzebuerg, 20. Dezember 2009.</ref> Zum 30. Juni 2010 verzichtete die Dexia vorzeitig auf sämtliche Staatsgarantien.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.tageblatt.luDexia ohne staatlichen Schutzschirm (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Tageblatt. Zeitung fir Lëtzebuerg, 30. Juni 2010.</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.dexia.comdexia.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF) </ref>

Am 4. Oktober 2011 wurden massive finanzielle Probleme der Dexia bekannt, die auch die deutsche Tochter betreffen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liquiditätsprobleme: Staatsgarantien sollen Dexia vor dem Ende bewahren (Memento vom 4. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dexia-Aktie stürzt ab - Belgien verspricht Garantien (Memento vom 6. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Turbulenzen bei der Dexia - Wo steuert die BIL hin? (Memento vom 6. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref><ref>Bericht. In: Handelsblatt, 9. Oktober 2011; abgerufen am 9. Oktober 2011</ref>

Noch drei Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise hat die Bank ihre Altlasten immer noch nicht in den Griff bekommen. Im zweiten Quartal 2011 hatte die Gruppe vier Milliarden Euro Verlust gemeldet. Die Bank, deren Geschäftsmodell auf die Finanzierung öffentlicher Kreditgeber wie Kommunen, Städte und Staaten gerichtet war, hatte sich mit 3,8 Milliarden Euro in griechischen Staatsanleihen und mit einer Milliarde Euro in griechischen Privatanleihen engagiert. Darum hat Dexia im ersten Semester 2011 auf die Griechenlandanleihen einen Wertabschlag von 21 Prozent, das sind 377 Millionen Euro, vorgenommen, nachdem sich die Regierungschefs auf eine Beteiligung des Privatsektors am Schuldenschnitt für Griechenland geeinigt hatten.<ref>Michèle Sinner: Preemptive strike. In: D’Lëtzebuerger Land, 7. Oktober 2011. S. 12f.</ref>

Datei:Dexia logo 2003.svg
Das Dexia-Logo bis Ende Februar 2012

Aufspaltung

Am 10. Oktober 2011 kündigte die Dexia S.A die Aufspaltung der Bank an. Zudem sollen 95 Milliarden Euro an riskanten Wertpapieren in eine Bad Bank ausgelagert werden.<ref>Erstes Opfer der Euro-Krise - Dexia wird verstaatlicht. Reuters, 10. Oktober 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. April 2019; abgerufen am 12. April 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.reuters.com</ref>

Außerdem werde die gesamte Bank von Belgien, Frankreich und Luxemburg mit Staatsgarantien in Höhe von 90 Milliarden Euro ausgestattet, wovon Belgien einen Anteil von 60,5 Prozent tragen wird. Luxemburgs Anteil an diesem Garantieprogramm beträgt 3 Prozent, was auf max. 2,7 Milliarden Euro veranschlagt wird. Zusammen mit den von 2008 verbliebenen Restgarantien bürgt der Staat Luxemburg in diesem Zusammenhang für vier Milliarden Euro, was 9,6 Prozent des Luxemburger Bruttoinlandprodukts im Jahre 2010 entspricht.<ref>Michèle Sinner: Geplant, geplant, geplant. In: D’Lëtzebuerger Land, 14. Oktober 2011. S. 13.</ref> In einem bis Mai 2012 befristeten Übergangsabkommen garantieren Belgien, Frankreich und Luxemburg Anleihen in Höhe von 45 Milliarden Euro.<ref>Staaten garantieren 45 Milliarden Euro Tageblatt, 5. Dezember 2011</ref>

Unternehmen/
Geschäftsbereich
Verkauf Logo
Dexia Banque Belgique Die Bank wurde zum 20. Oktober 2011 von der belgischen Regierung für vier Milliarden Euro übernommen.<ref>Dexia Bank Belgien vom belgischen Staat übernommen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juli 2011; abgerufen am 20. Oktober 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dexia.be</ref> Am 1. März 2012 gab die Dexia Banque Belgique bekannt, sich den Namen Belfius Banque & Assurances zu geben.<ref>Umbenennung von Dexia Belgien in Belfius. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juli 2011; abgerufen am 1. März 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dexia.be</ref>
Das neue Logo der Belfius Banque & Assurances ab März 2012
Das neue Logo der Belfius Banque & Assurances ab März 2012
Dexia BIL Am 20. Dezember wurde bekannt, dass die Investmentgruppe Precision Capital, hinter der das Emirat Katar steht, 90 Prozent an der Banque internationale à Luxembourg (BIL) übernehmen wird. Die restlichen Anteile von 10 Prozent werden durch den luxemburgischen Staat übernommen. Insgesamt beläuft sich der Kaufpreis auf 730 Millionen Euro.<ref>handelsblatt.com</ref>
Das neue Logo der Banque internationale à Luxembourg ab März 2012
Das neue Logo der Banque internationale à Luxembourg ab März 2012
Dexia MA Das Geschäft mit der französischen Kommunalfinanzierung, die Dexia Municipal Agency, wurde von der französischen Dexia-Tochter Dexia Crédit Local abgespalten und mittels der Holding Société de Financement Local (SFIL) zu 75 Prozent vom französischen Staat übernommen, 20 Prozent der Anteile liegen bei der französischen Staatsbank Caisse des Dépôts et Consignations (CDC) und die restlichen 5 Prozent bei der Postbank (La Banque Postale). Die Dexia Municipal Agency wurde in Caisse Française de Financement Local umbenannt.<ref>Verkauf der Dexia MA. (PDF; 21 kB) Abgerufen am 9. Februar 2013.</ref>
Das Logo der neuen Caisse Française de Financement Local
Das Logo der neuen Caisse Française de Financement Local
DenizBank Am 8. Juni 2012 gab die russische Sberbank bekannt, dass sie für ca. drei Milliarden Euro die türkische DenizBank übernehmen wird. Nach der kartellrechtlichen Freigaben wurde die Übernahme am 28. September 2012 abgeschlossen.<ref>Sberbank zahlt Dexia für Denizbank drei Mrd Euro. Reuters, 8. Juni 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. April 2019; abgerufen am 12. April 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.reuters.com</ref><ref>Verkauf der DenizBank abgeschlossen. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 9. Februar 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.denizbank.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Das Logo der DenizBank
Das Logo der DenizBank
RBC Dexia Investor Services Der am 3. April 2012 angekündigte Verkauf des Anteils von Dexia von 50 Prozent an RBC Dexia Investor Services an die Royal Bank of Canada wurde am 27. April 2012 abgeschlossen. Das Unternehmen nennt sich seitdem RBC Investor Services.<ref>Verkauf des 50%-Anteils an RBC Dexia Investor Services. (PDF; 16 kB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Dezember 2013; abgerufen am 9. Februar 2013.</ref>
Das Logo der Royal Bank of Canada
Das Logo der Royal Bank of Canada
Dexia AM Am 13. Dezember 2012 wurde bekanntgegeben, dass Dexia Asset Management für 380 Millionen Euro an den strategischen Investor GCS Capital aus Hongkong verkauft wird.<ref>Verkauf von Dexia AM an GCS Capital. Abgerufen am 9. Februar 2013.</ref>

GCS verkaufte zum selben Preis im September 2013 an New York Life weiter. Aus Dexia AM wurde sodann im Zuge der Neustrukturierung seit dem 13. Februar 2014 die Investor Gruppe Candriam.<ref>Dexia AM wird zu Candriam. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. März 2014; abgerufen am 20. März 2014.</ref>

Dexia Asset Management-Logo
Dexia Asset Management-Logo

Aktionärsstruktur

Die Dexia Group hatte zum Jahresende 2017 folgende Aktionärsstruktur:<ref name="GB2017"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschäftsbericht 2017 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Mai 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dexia.com, abgerufen am 3. Mai 2019 (englisch)</ref>

Anteil Aktionär
52,78 % Belgischer Staat (B)
46,81 % Französischer Staat (F)
0,41 % Institutionelle Investoren und Mitarbeiter

Aktivitäten im Ausland

Datei:Dexia world locations.JPG
Regionen der Aktivität des Konzerns

Weblinks

Commons: Dexia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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