Wolperath
Wolperath Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1400)&title=Wolperath 50° 50′ N, 7° 20′ O
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| Höhe: | 207 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 1400 (31. Dez. 2020)<ref>Einwohnerstruktur in Neunkirchen-Seelscheid. In: nk-se.de. Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid, abgerufen am 26. Februar 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 53819 | |||||
| Vorwahl: | 02247 | |||||
Lage von Wolperath in Nordrhein-Westfalen
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Wolperath ist mit 1492 Einwohnern<ref>Einwohnerstruktur in Neunkirchen-Seelscheid. In: nk-se.de. Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid, abgerufen am 5. Juni 2017.</ref> der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis und liegt südöstlich von Neunkirchen.
Am südlichen Ortsausgang befindet sich eine der drei Grundschulen der Gemeinde mit offener Ganztagsschule. An der Straße Richtung Schöneshof liegt der Baseballplatz des Baseball- und Softball-Verein Neunkirchen Nightmares. Außerdem gibt es das Tambour-Corps-Wolperath, das 2004 eine Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften des Deutschen Bundesverband der Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzüge e. V. in der Klasse Spielmannszüge errang.
Westlich des Dorfes im Wahnbachtal liegt die Wahnbachtalsperre.
Geschichte
Erstmals genannt wird der Ort in einer Urkunde aus dem 11. Jahrhundert als Wolverrothe/Woluerothe.<ref>Alfred Schmitz, Leo Lammert: Chronik der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid nach Daten. Mit zeitbezogenen Daten der Weltgeschichte. Heimat- & Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid e. V., 1995, S. 36.</ref><ref>Dieter Siebert-Gasper: Flur-, Orts- und Personennamen in Neunkirchen-Seelscheid. In: Heimatblätter. Jahrbuch des Heimat- & Geschichtsvereins Nk-Se. Nr. 7, 1992, S. 247.</ref><ref>Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins. Band 1, Düsseldorf 1840–1858, S. 257 & 293.</ref> 1166 taucht er als Wolpenderode in einer Kölner Urkunde auf.<ref>Gedruckt bei Erich Wisplinghoff: Urkunden und Quellen zur Geschichte von Stadt und Abtei Siegburg. Band I. 1065–1399. Siegburg 1964. 63 und Lacomblet I S. 293.</ref> In einer römischen Urkunde heißt der Ort am 18. November 1181 Wolpinrode.<ref>Gedruckt bei Lacomblet I, S. 338 und Wisplinghoff I, 77.</ref> Durch das Datum der Erstnennung lässt sich allerdings nicht die Entstehungszeit des Ortes bestimmen. Die Mehrheit der Ortsnamen mit dem Grundwort -rath (bzw. -rod, -rode, -gerode für Orte, die durch Rodung entstanden) stammt aus einer Periode intensiven Landausbaus zwischen 1000 und 1300.<ref>Ausführlich zu Rodungsnamen z. B. Heinrich Dittmaier: Siedlungsnamen und Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes. (Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins. 74. Band) Bonn 1956.</ref> Zum Bestimmungswort lässt sich nicht viel sagen. Vermutlich handelt es sich um einen Personennamen.<ref>57,6 % der Rodungsnamen sind mit einem Personennamen gebildet. Dittmaier S. 257 f.</ref>
Nördlich von Wolperath wurde ein Beil gefunden, das in das jüngere Neolithikum datiert wird.<ref>Heimatblätter 13, 1998, S. 24 & 39.</ref> Im 16. Jahrhundert unterhielt die Wollweberfamilie Worm aus Siegburg in Wolperath ein Sattelgut.<ref>Heimatblätter 9</ref>
1789 bildete Wolperath eine Honschaft des Kirchspiels Neunkirchen.<ref>Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 309 ff.</ref> Von 1806 bis 1813 gehörte der Ort zum Großherzogtum Berg und dort seit 1808 zur Mairie (Bürgermeisterei) Neunkirchen. Innerhalb der Bürgermeisterei Neunkirchen gehörte Wolperath zur Gemeinde Neunkirchen, die 1969 mit der Gemeinde Seelscheid zur Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid zusammengeschlossen wurde.
Verkehr
Durch den Ort führt die Landesstraße 352, die ein Teilabschnitt der Deutschen Alleenstraße ist. Wolperath ist mit der Buslinie 578 (Hennef Bahnhof – Neunkirchen Rathaus – Seelscheid Altenheim) an das Netz des ÖPNV angebunden.
Persönlichkeiten
- Franzleo Andries (1912–1979), Komponist und Texter, lebte lange Zeit in Wolperath.
- Konrad „Conny“ Plank (1940–1987), hatte in Wolperath sein Tonstudio.
Weblinks
- Straßenplan Neunkirchen-Seelscheid inkl. Wolperath auf der offiziellen Website der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid
Einzelnachweise
<references />
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