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Monte Carasso

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Monte Carasso
Datei:MonteCarasso-coat of arms.svg
Wappen von Monte Carasso
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6513
frühere BFS-Nr.: 5013
Koordinaten: 720549 / 115962Koordinaten: 46° 11′ 4″ N, 9° 0′ 0″ O; CH1903: 720549 / 115962
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Höhe: 237 m ü. M.
Fläche: 9,70 km²
Einwohner: 2872 (31. Dezember 2016)
Einwohnerdichte: 296 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Datei:Monte Carasso.jpg
Augustinerinnenkonvent, Kirche Santi Bernardino e Girolamo
Augustinerinnenkonvent, Kirche Santi Bernardino e Girolamo
Karte
w{w
Datei:Karte Gemeinde Monte Carasso 2010.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. April 2017
Datei:ETH-BIB-Monte Carasso-LBS H1-009094.tif
Werner Friedli: Monte Carasso, historisches Luftbild (1946)
Datei:Chiesa della SS. Trinità (Monte carasso) VI.jpg
Kirche Santissima Trinità, links Turm und Mauer der Fortini della Fame
Datei:Fortini della Fame (Monte Carasso) II.jpg
Festungsanlagen, Fortini della Fame
Datei:SanBernardo40.jpg
Innenraum mit Fresken San Bernardo (2015)
Datei:12. Internationale Sportnacht Davos 2014 (15432811145).jpg
Christa Rigozzi (2014)

Monte Carasso (lombardisch Muncheràss, Muncaràss <templatestyles src="IPA/styles.css" />[muŋkerˈasː muŋkarˈasː]<ref name="lsg">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 608.</ref>) ist ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 1. April 2017 bildete er eine selbständige politische Gemeinde, die zum damaligen Kreis Ticino gehörte.

Geographie

Monte Carasso liegt im Westen der Kantonshauptstadt Bellinzona am Ausgang des tief eingeschnittenen Sementinatales und am rechten Ufer des Tessins in der Magadinoebene. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von 222 m ü. M. am Tessin im Süden bis zum Cima d’Erbea auf 2338 m ü. M. im Norden.

Die Bewohner des in vier Teile gegliederten Dorfes lebten früher vorwiegend in den verschiedenen Fraktionen am Bergfuss, so in Urenn, Gaggio und Pedmunt. Eine Seilbahn führt vom Dorf aus (230 m ü. M.) über den renovierten Weiler Curzútt (600 m ü. M.)<ref>Curzútt (mit Fotos) auf curzutt.ch (abgerufen am 1. März 2017).</ref> zur Alp Mornera auf 1347 m ü. M. Weiter hinauf geht es zu Fuss auf die Alpe Albagno, die auf 1867 m ü. M. liegt und wo auch eine Hütte (capanna) zum Übernachten liegt.

Geschichte

Der Ort wurde 1348 erstmals als Monte Carassio erstmals erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unsicher, könnte aber «Berg beim steilen und tiefen Ort, beim Abgrund» bedeuten.<ref name="lsg" />

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit sass ein ständiger Vertreter des Ortes im Rat von Bellinzona. Das Dorf erhielt 1506 das Fährrecht über den Fluss Tessin. Die Fähre blieb nach der Zerstörung der Torrettabrücke 1515 bis zu deren Wiederaufbau 1815 die wichtigste Verbindung über den Fluss. Die Einwohnerzahl blieb von 1591 (709 Einwohner) bis 1950 (1064 Einwohner) praktisch konstant und verdoppelte sich bis zum Jahr 2000 auf 2133 Einwohner.

Am 2. April 2017 schloss sich Monte Carasso zusammen mit den damaligen Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Moleno, Pianezzo, Preonzo, Sant’Antonio und Sementina der Gemeinde Bellinzona an. Monte Carasso bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Monte Carasso (mit Fotos) (italienisch) auf patriziato.mornera.ch</ref>

Bevölkerung

Vorlage:Säulendiagramm

Wirtschaft

Die Bevölkerung betrieb während Jahrhunderten Weidewirtschaft und Ackerbau. Von Mitte des 19. Jahrhunderts an emigrierten zahlreiche Einwohner nach Übersee. Heute gehört Monte Carasso zur Agglomeration Bellinzona, und im Jahr 2000 waren drei Viertel der Erwerbstätigen Pendler.<ref>Graziano Tarilli: Monte Carasso. In: Historisches Lexikon der Schweiz HLS. 22. Januar 2024, abgerufen am 19. April 2025.</ref>

Sehenswürdigkeiten

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  • Die Pfarrkirche Santi Bernardino und Girolamo wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts an Stelle einer romanischen Betkapelle des 11.–12. Jahrhunderts erbaut. Ihr angegliedert entstand gleichzeitig ein Augustinerinnenkonvent, der sich 1555 vom Frauenkonvent San Maria Elisabetta in Como löste<ref name="Martinoli">Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 52–55.</ref><ref>Pfarrkirche Santi Bernardino e Girolamo in portal.dnb.de (abgerufen am 8. Mai 2016.)</ref>
  • Die Kirche San Bernardo im Ortsteil San Bernardo stammt aus dem 12. bis 13. Jahrhundert und enthält Fresken der Seregneser Meister aus dem 15. Jahrhundert<ref>Kirche San Bernardo (mit Fotos) auf api3.geo.admin.ch/rest</ref><ref name="Martinoli" />
  • Die Kirche Santissima Trinità wurde 1655 vollendet; sie enthält eine Stuckarbeit von Carlo Antonio Nartinelli<ref>Kirche Santissima Trinità (mit Fotos)</ref><ref name="Martinoli" />
  • Im Ort finden sich zahlreiche Bauten des Architekten Luigi Snozzi, der ab den 1980er-Jahren den Dorfkern neu gestaltete: der ehemalige Augustinerinnenkonvent<ref name="Martinoli" />, der heute Primarschule und Kulturzentrum beherbergt (1987/1993), die Turnhalle (1984), die Urnenhalle des Friedhofs (1983/1990), das Haus des Bürgermeisters (1984), Banca Raiffeisen (1984)<ref name="Martinoli" />
  • Wohnhaus Taragnoli in Carà de Pedmúnt<ref name="Martinoli" /> mit Portal<ref name="Martinoli" />
  • Hängebrücke (Ponte Tibetano Carasc) über das Sementinatal, 2015 errichtet, 270 Meter lang<ref>Hängebrücke in Carasc (mit Fotos) auf curzutt.ch/attrazioni</ref>
  • Fortini della Fame

1993 erhielt Monte Carasso den Wakkerpreis für vorbildlichen Ortsbildschutz. 1998 wurde die FONDAZIONE CURZÚTT - SAN BARNÁRD gegründet, um die alte Siedlung auf der Collina Alta oberhalb des Ortes wieder zu beleben.

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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