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SonntagsBlick

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SonntagsBlick

Datei:Logo SonntagsBlick.svg
Beschreibung Schweizer Sonntagszeitung
Verlag Ringier AG
Erstausgabe 1969
Erscheinungsweise sonntags
Verkaufte Auflage 73'909 Exemplare
(WEMF-Auflagebulletin 2025<ref name="wemf2025">https://wemf.ch/media/wemf_auflagebulletin.pdf.pdf</ref>)
Verbreitete Auflage 74'676 Exemplare
(WEMF-Auflagebulletin 2025<ref name="wemf2025" />)
Reichweite 0,259 (Vj. 0,291) Mio. Leser
(WEMF MACH Basic 2025-2<ref>Printreichweiten: Diese Titel büssen an Reichweite ein. In: persoenlich.com. 30. September 2025, abgerufen am 13. April 2026.</ref>)
Chefredaktoren Reza Rafi<ref>Impressum, blick.ch, abgerufen am 26. Juli 2023.</ref>
Weblink www.blick.ch/sonntagsblick/
ZDB 2630197-0

Der SonntagsBlick ist eine deutschsprachige Schweizer Sonntagszeitung, die wie die Boulevard-Tageszeitung Blick vom Ringier-Verlag herausgegeben wird. Sie erscheint seit 1969. Der Sitz ist in Zürich.

Auflage und Erscheinen

Im Jahr 2023 hatte der SonntagsBlick eine WEMF-beglaubigte Auflage von 90'311 verkauften bzw. 91'255 verbreiteten Exemplaren<ref>WEMF: WEMF Auflagenbulletin 2023. In: WEMF. WEMF, 31. März 2023, abgerufen am 28. Mai 2024.</ref>. Unterdessen sank die Reichweite weiter auf rund 325'000 (WEMF Mach Basic 2023-1).<ref>Nick Lüthi: Reichweitenstudie. Zeitungen von Ringier und Tamedia verlieren kräftig. In: derbund.ch. 4. April 2023, abgerufen am 10. Mai 2023.</ref> Ende Juli 2024 wurde der Verkauf an den inzwischen noch 938 SonntagsBlick-Zeitungsautomaten eingestellt.<ref>Ringier: Die Tage dieser Box sind gezählt. In: persoenlich.com. 28. Juli 2024, abgerufen am 1. Januar 2026.</ref>

Wie alle gedruckten Zeitungen muss der SonntagsBlick seit einigen Jahren eine stark sinkende Auflage hinnehmen. Die verkaufte Auflage fiel seit 2008 um 114'133 von 261'188 auf 148'055 Exemplare, das sind 43,53 %.

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Entwicklung der verkauften Auflage nach WEMF-Auflagebulletins (s. Details 2008<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WEMF-Auflagenbulletin 2008 (Memento vom 21. Mai 2009 im Internet Archive), S. 14.</ref> und 2018<ref name="wemf" />)

Der SonntagsBlick erscheint zusätzlich mit dem «Magazin», das als Lifestyle-Magazin zu verstehen ist.

Die Zeitung wurde vom 1. November 2013 bis 30. April 2016 von Christine Maier als Chefredaktorin geleitet, die danach im Verlag neue Projekte im Bereich Video und TV übernommen hat. Bis August 2016 leitete Philippe Pfister als stellvertretender Chefredaktor die Zeitung,<ref>Christine Maier ab Mai nicht mehr Chefredaktorin des «SonntagsBlick». In: watson.ch. 4. März 2016.</ref> nach seinem Abgang zum Zofinger Tagblatt übernahm Katia Murmann die Leitung interimistisch,<ref>Philippe Pfister verlässt den SonntagsBlick. In: Blick. 16. August 2016.</ref> 2017 bis 2023 war Gieri Cavelty Chefredaktor, seither Reza Rafi. Er ist dem Chefredaktor der Blick-Gruppe, Christian Dorer, unterstellt.<ref>Christian Dorer wird Chefredaktor der Blick-Gruppe. In: Blick. 29. November 2016.</ref>

Konkurrenten sind die NZZ am Sonntag, die SonntagsZeitung und die Zentralschweiz am Sonntag. Die Ostschweiz am Sonntag erscheint seit November 2017 nur noch digital.<ref>Printausgabe der «Ostschweiz am Sonntag» wird eingestellt. In: persoenlich.com. 19. September 2017.</ref>

Borer-Affäre

Für Aufsehen sorgte der SonntagsBlick an Ostern im März 2002, als er über eine angebliche Affäre des Schweizer Botschafters in Berlin, Thomas Borer, mit der 34-jährigen Visagistin Djamila Rowe berichtete, die sich in den Räumen der Botschaft abgespielt haben sollte («Borer und die nackte Frau. Was geschah in der Botschaft?»), die sich nachträglich aber als frei erfunden herausstellte. Rowe hatte für die Schilderung der Sexaffäre vom SonntagsBlick ein Honorar von 10'000 Euro (ca. 15'000 Franken) erhalten,<ref name="spon">Affäre Borer-Fielding: Schweizer Verleger zahlt an Ex-Botschafter. In: Spiegel Online. 14. Juli 2002 (Zitat: «Es habe sich herausgestellt, dass Djamile Rowe ein Informationshonorar von 10.000 Euro bekommen habe»).</ref> was der Schweizer Presserat als «unlautere Methode der Informationsbeschaffung» bezeichnete.<ref>Privatsphäre öffentlicher Personen / Informationshonorare. Schweizer Presserat. 5. Dezember 2002.</ref> Rowe widerrief ihre Aussage im Juli 2002 in einer eidesstattlichen Versicherung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Djamila Rowe: Ich hatte nie Sex mit Borer. (Memento vom 6. November 2011 im Internet Archive) In: B.Z. 8. Juli 2002 (Zitat: «Rowe darin: ‹Da ich durch den enormen psychischen Druck, den […] Michael Ringier […] und seine Mitarbeiter auf mich ausübten, für mich keinen anderen Ausweg mehr sah und aufgrund des hohen angebotenen Geldbetrages willigte ich schließlich ein, bei ihrer veröffentlichten unwahren Geschichte und deren Fortsetzung weiter zur Verfügung zu stehen›»).</ref>

Einer drohenden Abberufung kam Borer durch seine Kündigung auf den 1. Mai 2002 zuvor.<ref>Thomas Borer verlässt EDA. In: Swissinfo. 19. August 2002.</ref> Der Chefredaktor des SonntagsBlicks, Mathias Nolte, trat nach der Aufdeckung des Schwindels im Juli 2002 zurück.<ref>SonntagsBlick-Chef Nolte nimmt den Hut. In: persoenlich.com 11. Juli 2002.</ref> Borer drohte Ringier mit einer Klage in den USA, der Heimat seiner Frau. Der Verleger des Verlags, Michael Ringier, entschuldigte sich darauf auf der Titelseite des Blicks, der die Geschichte des SonntagsBlicks nachgezogen hatte, mit den grösstmöglichen Buchstaben Entschuldigung!<ref name="spon" /> und bezahlte Borer eine Genugtuung von über einer Million Schweizer Franken.<ref>Wer zuletzt kassiert … In: Die Welt. 15. Juli 2002.</ref> Auch den Verlag der Zeitschrift Super-Illu musste er in einem Vergleich entschädigen, da sich die Berliner Korrespondentin des SonntagsBlicks, Alexandra Würzbach, widerrechtlich Nacktphotos von Rowe aus dem Archiv der Super-Illu beschafft und der SonntagsBlick diese abgedruckt hatte.<ref>Abgang des Chefredaktors. In: SWI swissinfo.ch. 11. Juli 2002.</ref> Auch sie verliess in der Folge der Affäre die Zeitung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />«Sonntags-Blick»-Chef Mathias Nolte tritt zurück (Memento vom 17. Januar 2010 im Internet Archive). In: NZZ Online. 11. Juli 2002.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="wemf"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WEMF-Auflagebulletin 2018 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. Januar 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wemf.ch, S. 24 (PDF; 796 kB).</ref> </references>