Castries
| Castries Castries | ||||||
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| Koordinaten | 14° 2′ N, 60° 59′ W
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| Symbole | ||||||
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| Wahlspruch „Statio Haud Malefida Carinis“ | ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat | St. Lucia | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Castries | |||||
| ISO 3166-2 | LC-02 | |||||
| Höhe | 2 m | |||||
| Einwohner | 3661 (2010 (Census)) | |||||
| Gründung | 1768 | |||||
Castries [engl. <templatestyles src="IPA/styles.css" />] ist die Hauptstadt des karibischen Inselstaats St. Lucia und hat etwa 3.661 Einwohner im Stadtgebiet und 16.134 Einwohner im suburbanen Bereich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />2010 Population and Housing Census Preliminary Report (Updated April 2011). ( vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive; PDF; 325 KB) Central Statistics Office (englisch).</ref> Sie liegt im gleichnamigen Quarter an der Nordwestküste der Insel und ist etwa 65 Kilometer vom martiniqueschen Hauptort Fort-de-France entfernt.<ref name="Britannica_Enzyklopädie">Amy Tikkanen: Castries. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 31. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Castries ist Sitz des Erzbistums Castries.
Geschichte
Castries wurde in den Jahren 1765 bis 1768 von den Franzosen erbaut und 1785 nach Charles Eugène Gabriel de La Croix de Castries, marquis de Castries benannt. 1794 benannte Edward Augustus, Duke of Kent and Strathearn die Stadt nach seiner Mutter Königin Charlotte von England in „Charlottesville“ um. Im April 1796 wurde die Stadt mit Kanonen beschossen und durch das entstandene Feuer vollständig zerstört. Auch in den Jahren 1813, 1927 und 1948 brannte die Stadt zu großen Teilen komplett aus.<ref name="history"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />A Brief History of the City of Castries. ( vom 5. Juli 2013 im Internet Archive) In: castriescitycouncil.org.</ref>
Nachdem im Jahre 1863 das erste kohlebeladene Schiff in den Hafen Castries einfuhr, entwickelte sich in der Stadt eine Kohleindustrie, die jedoch ab 1906 bedingt durch den Krieg und den Bau des Panamakanals 1914, sowie die Weltwirtschaftskrise 1927 wieder abbrach.<ref name="stlucia"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Saint Lucia's History and Culture. ( vom 15. Juli 2010 im Internet Archive) In: stlucia.org.</ref>
Wirtschaft
Der Hafen der Stadt gilt als einer der besten der Westindischen Inseln. Es werden hauptsächlich Bananen, aber auch Zuckerrohr, Rum, Sirup, Kakao, Kokosnüsse, Öle und verschiedene tropische Früchte exportiert. Unweit der Stadt befindet sich der George F. L. Charles Airport.<ref name="Britannica_Enzyklopädie" />
Kultur
1973 wurde das Folk Research Centre (FRC) gegründet, das sich der Dokumentation und der Erforschung der Alltagskultur widmet, u. a. der reichen Tradition der mündlich überlieferten Geschichten der „koudmen“, der afrokaribischen Kreolisch sprechenden (älteren) Inselbewohner. Es verfügt über ein entsprechendes Tonarchiv und über die bedeutendste Bibliothek des Landes. Es bietet Sprachkurse zum örtlichen Kwéyòl an und führt seit 1984 alljährlich Ende Oktober den Jounen Kwéyòl, den Tag des Kreolischen, durch, eines der wichtigsten Volksfeste auf St. Lucia.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />About FRC. ( vom 20. April 2021 im Internet Archive) In: stluciafolk.org, abgerufen am 20. September 2017.</ref> Seit 1999 hat das Folk Research Centre seinen Sitz auf dem Mount Pleasant oberhalb der Altstadt von Castries. 2017 wurde es zu Ehren seines langjährigen Leiters Patrick A. B. Anthony (* 1947) nach ihm benannt.<ref>Catholic News. Port of Spain, 27. August 2017, S. 6.</ref><ref>WACC | Saint Lucia’s Folk Research Centre renamed. Abgerufen am 20. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Söhne und Töchter der Stadt
- William Arthur Lewis (1915–1991), Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften (1979)
- Dunstan St. Omer (1927–2015), Maler
- Derek Walcott (1930–2017), Nobelpreisträger für Literatur (1992)
- Emile Ford (* 1937), Sänger einer britischen Rockabilly-Band der frühen 1960er Jahre
- Julian Robert Hunte (* 1940), Diplomat und Politiker, Präsident der 58. UN-Generalversammlung (2003)
- Kendel Hippolyte (* 1952), Schriftsteller
- Philip Pierre (* 1954), Politiker und Premierminister
- Stephenson King (* 1958), Politiker und ehemaliger Premierminister
- Verneta Lesforis (* 1975), Sprinterin
- Erma-Gene Evans (* 1984), Speerwerferin
- Levern Spencer (* 1984), Hochspringerin
- Darvin Edwards (* 1986), Hochspringer
- Johnson Charles (* 1989), Cricketspieler
- Danielle Beaubrun (* 1990), Schwimmerin
- Chris Boucher (* 1993), Basketballspieler
- Stephanie Devaux-Lovell (* 1995), Seglerin
- Delan Edwin (* 1996), Sprinter
- Julien Alfred (* 2001), Sprinterin und Olympiasiegerin
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Castries City Council ( vom 7. Oktober 2013 im Internet Archive) – Offizielle Website der Stadt
Einzelnachweise
<references />