Zum Inhalt springen

Hugh Laurie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. Januar 2026 um 11:37 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Fix Links auf www.bpi.co.uk).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Hugh Laurie at Montreux Jazz Festival.jpg
Hugh Laurie (2012)

James Hugh Calum Laurie, CBE (* 11. Juni 1959 in Oxford, Oxfordshire<ref name="bio" />) ist ein britischer Schauspieler, Filmproduzent, Drehbuchautor, Komiker, Schriftsteller sowie Pianist, Gitarrist und Sänger. International bekannt wurde er besonders durch seine Darstellung des Dr. Gregory House in der Fernsehserie Dr. House.

Leben

Nach seinem Schulabschluss am Eton College nahm Laurie an der Universität Cambridge ein Studium am Selwyn College auf (Abschluss in Anthropologie und Archäologie).<ref name="bio">Biografie in der IMDb, abgerufen am 19. November 2007</ref> Während des Studiums stieß er zu den Cambridge Footlights, einer Theatergruppe der Universität, die schon für viele britische Schauspieler und Entertainer den Ausgangspunkt einer erfolgreichen Karriere darstellte. Von 1980 bis 1981 leitete Laurie die Gruppe. Bei den Cambridge Footlights lernte er Emma Thompson kennen, mit der er eine Beziehung hatte und auch heute noch gut befreundet ist. Emma Thompson stellte Laurie 1980 das neue Theatergruppenmitglied Stephen Fry vor, Lauries späteren Partner in mehreren britischen Fernseh-Produktionen.<ref>Stephen Fry: Columbus war ein Engländer – Geschichte einer Jugend. Rowohlt, Hamburg 2000, ISBN 3-499-22645-6.</ref> Laurie bezeichnet Stephen Fry als seinen besten Freund.

Bei der britischen Ruder-Juniorenmeisterschaft 1977 belegte Laurie, der Sohn des Olympiasiegers von 1948 Ran Laurie, den ersten Platz im Zweier mit Steuermann, bei den Junioren-Weltmeisterschaften im selben Jahr belegte er in dieser Disziplin den vierten Platz. Noch heute ist Laurie Mitglied des exklusiven Leander Club. Laurie gehörte auch zum Cambridge-Achter im traditionsreichen Oxford and Cambridge Boat Race, der 1980 vom Oxford-Team mit eineinhalb Meter Vorsprung geschlagen wurde. Zudem erklärte er 2005 in einer Late-night-Show, mit dem Boxen begonnen zu haben.<ref>Erklärung auf youtube.com</ref>

Laurie ist ein passionierter Pianist und tritt zusammen mit anderen Prominenten als Sänger und Keyboarder der Wohltätigkeits-Rockgruppe Band From TV auf, in der die Schauspielkollegen Teri Hatcher (Gesang), Jesse Spencer (Geige) und James Denton (Gitarre) mitwirken.

Seit 1989 ist Laurie verheiratet. Mit seiner Frau, Jo Green, hat er drei Kinder. Sein jüngstes Kind und einzige Tochter Rebecca hatte eine Rolle im Film Wit (2001).<ref name="bio"/> Am 23. Mai 2007 wurde Laurie von Königin Elisabeth II. für seine Verdienste in der Schauspielkunst zum Officer des Order of the British Empire (OBE) ernannt<ref name="bio"/> und am 21. November 2018 zum Commander des Order of the British Empire (CBE).<ref>Hugh Laurie made a CBE BBC, 21. November 2018</ref>

Künstlerischer Werdegang

1981 gewann Lauries Theatertruppe beim Edinburgh Festival Fringe den Perrier Comedy Award.

Von 1986 bis 1995 bildeten Hugh Laurie und Stephen Fry in der BBC-Sketch-Serie A Bit of Fry & Laurie ein erfolgreiches Comedy-Duo. Für die vier Staffeln dieser Reihe, die in insgesamt 26 Episoden ausgestrahlt wurde, schrieb Laurie auch die Drehbücher.

Hugh Laurie wurde durch zahlreiche Engagements einem breiten Publikum bekannt, zunächst hauptsächlich in britischen Comedy-Serien, wie z. B. der Blackadder-Reihe. Hugh Laurie ist ein großer Verehrer des Schriftstellers P. G. Wodehouse und übernahm Anfang der 1990er in der ITV-Verfilmung der Buchreihe Jeeves and Wooster die Rolle des Bertie Wooster neben Stephen Fry als Kammerdiener Jeeves. Daneben besetzte er auch Rollen in Spielfilmen, darunter in den Filmkomödien Peter’s Friends, 101 Dalmatiner und Maybe Baby und in Kinderbuchverfilmungen von Stuart Little. Zugleich übernahm Laurie immer wieder Rollen jenseits des Comedy-Genres, wie etwa in einigen Episoden der Spionage-Serie Spooks, in der Jane-Austen-Verfilmung Sinn und Sinnlichkeit und in der Neuverfilmung von Der Flug des Phoenix. 2003 spielte er die Hauptrolle in der britischen Fernsehserie Dr. Slippery (OT: Fortysomething). Für seine Titelrolle des Dr. Gregory House in der Krankenhaus-Serie Dr. House (2004–2012), in der er mit amerikanischem Akzent spricht, wurde er siebenmal für den Emmy Award nominiert und 2006 und 2007 mit dem Golden Globe Award ausgezeichnet. Für die im September 2008 in den USA begonnene 5. Staffel erhielt Laurie für die Darstellung des Dr. House pro Folge 400.000 Dollar; also rund neun Millionen Dollar pro Jahr.<ref>Fernsehzeitung TV Today, Nr. 22/08, ISSN 0948-2717, S. 79.</ref> Zum Start der 8. und letzten Staffel stieg sein Gehalt auf 700.000 Dollar pro Episode an.<ref>Serienjunkies.de: „Wie viel verdienen die TV-Stars in der neuen Season?“ 13. August 2011, abgerufen am 15. August 2011.</ref> Zudem spielte er 1986 im Musikvideo zum Titel Experiment IV von Kate Bush und 1992 zusammen mit John Malkovich im Musikvideo Walking on Broken Glass von Annie Lennox mit.

Hugh Laurie arbeitet auch als Schriftsteller. Im Jahr 1996 veröffentlichte er einen Roman (The Gun Seller), der bei Erscheinen in Großbritannien in die Bestsellerlisten kam. In Deutschland erschien das Buch 1999 unter dem Titel Der Waffenhändler, das im März 2008 unter dem Titel Bockmist neu aufgelegt wurde. Hugh Laurie arbeitet an seinem zweiten Roman: The Paper Soldier.

Am 29. April 2011 erschien sein Debütalbum Let Them Talk bei Warner Music. Bei der Aufnahme arbeitete er unter anderem mit Irma Thomas und Tom Jones zusammen.<ref>‘House’ star Hugh Laurie’s blues album ‘Let Them Talk’ out in May. Tom Jones and Dr John feature on the record. In: NME. 23. März 2011, abgerufen am 25. November 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das zweite Album Didn’t It Rain folgte am 6. Mai 2013.

Diskografie

Studioalben

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Livealben

Singles

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Weitere Singles

  • 2011: Winin’ Boy Blues
  • 2011: Hallelujah, I Love Her So
  • 2013: Wild Honey

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

Platin-Schallplatte

2× Platin-Schallplatte

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Filmografie (Auswahl)

Filme

Fernsehserien

Synchronisation

Im deutschen Sprachraum wird Laurie in den Fernsehserien Dr. House, Dr. Slippery und im Film Street Kings (2008) sowie in der Serie Chance von Klaus-Dieter Klebsch synchronisiert.

Auszeichnungen

Golden Globe Awards
  • 2006: in der Kategorie „Best Performance by an Actor in a Television Series“
  • 2007: in der Kategorie „Best Performance by an Actor in a Television Series“
  • 2017: in der Kategorie „Best Supporting Actor – Series, Miniseries or Television Film“
People’s Choice Awards
  • 2008: in der Kategorie „Favorite Male TV Star“
  • 2009: in der Kategorie „Favorite Male TV Star“
  • 2010: in der Kategorie „Favorite TV Drama Actor“
  • 2011: in der Kategorie „Favorite TV Drama Actor“
  • 2011: in der Kategorie „Favorite TV Doctor“
Satellite Awards
  • 2005: in der Kategorie „Outstanding Actor in a Series“
  • 2006: in der Kategorie „Outstanding Actor in a Series“
Screen Actors Guild Awards
  • 2007: in der Kategorie „Outstanding Performance by a Male Actor in a Drama Series“
  • 2009: in der Kategorie „Outstanding Performance by a Male Actor in a Drama Series“
Television Critics Association
  • 2005: in der Kategorie „Individual Achievement in Drama“
  • 2006: in der Kategorie „Individual Achievement in Drama“
Teen Choice Awards
  • 2007: in der Kategorie „TV Actor: Drama“

Veröffentlichungen

  • The Gun Seller.
    • Deutsche Ausgabe: Der Waffenhändler. Übersetzt von Ulrich Blumenbach. Haffmans, Zürich 1997, ISBN 3-251-00361-5.
    • Neuauflage: Bockmist. Übersetzt von Ulrich Blumenbach. Heyne, München 2008, ISBN 978-3-453-43324-3.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Hinweisbaustein