Malassimilation
Unter Malassimilation – von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (schlecht, schädlich, böse) und assimilare (angleichen, ähnlich machen) – wird eine beeinträchtigte, das heißt verminderte Nährstoffausnutzung aufgrund unterschiedlichster Störungen im Verdauungstrakt bezeichnet.<ref>Torsten Schröder, Alina Kistenmacher, Martin Smollich, Christian Sina: Ursachen, Diagnostik und Behandlung der Malassimilation. In: DMW – Deutsche Medizinische Wochenschrift. Band 143, Nr. 10, Mai 2018, S. 704–712, doi:10.1055/s-0043-121013 (thieme-connect.de [abgerufen am 5. Februar 2025]).</ref> Damit handelt es sich um einen Oberbegriff für die „Maldigestion“ und „Malabsorption“.<ref name="eMedpedia">Malassimilationssyndrome. In: DGIM Innere Medizin, eMedpedia, springermedizin.de. Abgerufen am 14. Januar 2024.</ref>
Maldigestion
Bei der Maldigestion (lateinisch „schlechte Verdauung“) liegt eine Störung der (enzymatischen) Spaltung der Nahrung vor.<ref>Lawrence R. Schiller: Maldigestion Versus Malabsorption in the Elderly. In: Current Gastroenterology Reports. Band 22, Nr. 7, 4. Juni 2020, ISSN 1534-312X, S. 33, doi:10.1007/s11894-020-00771-5.</ref> Die Ursachen können im Bereich des Magens (Magenresektion), der Bauchspeicheldrüse (exokrine Pankreasinsuffizienz), der Leber bzw. der Gallenwege liegen sowie angeborene Enzymdefekte wie bei der Laktoseintoleranz sein.<ref name="eMedpedia" />
Malabsorption
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| K90 | Intestinale Malabsorption |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Unter einer Malabsorption (lateinisch „schlechte Aufnahme“) versteht man einen chronischen krankhaften Zustand, bei dem die Aufnahme zuvor schon aufgespaltener (vorverdauter) Nahrungsbestandteile durch die Darmwand in die Lymph- oder Blutbahn (enterale Resorption) vermindert ist.<ref name="eMedpedia" />
Ursächlich können u. a. angeborene Erkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, Überempfindlichkeitserkrankungen (Zöliakie), Infektionen (z. B. Morbus Whipple) oder postoperative Zustände (ausgedehnte Dünndarmentfernung) sein.<ref>F. van der Heide: Acquired causes of intestinal malabsorption. In: Best Practice & Research Clinical Gastroenterology (= Diagnosis and Management of Malabsorption). Band 30, Nr. 2, 1. April 2016, ISSN 1521-6918, S. 213–224, doi:10.1016/j.bpg.2016.03.001 (sciencedirect.com [abgerufen am 5. Februar 2025]).</ref> Eine Malassimilation kann ein Symptom eines Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) sein.<ref></ref>
Erkrankungen, die mit einer Malabsorption einhergehen, werden als Malabsorptionssyndrome bezeichnet.
Leitsymptome sind dabei:<ref name="eMedpedia" />
- Massenstühle (>300 g Stuhlgewicht)
- übelriechende Fettstühle (Steatorrhoe); Flatulenz
- Gewichtsabnahme
- Unterversorgung mit den Vitaminen A, D, E, K, B12, Folsäure sowie mit Mineralstoffen (z. B. Calcium, Eisen), Eiweiß und Spurenelementen
- Muskelschwäche
- Haut- und Schleimhautveränderungen
- Anämie (Blutarmut)
Verschiedene Verfahren der Adipositaschirurgie, der Chirurgie zur Bekämpfung des krankhaften Übergewichts (Adipositas), nutzen die Malabsorption therapeutisch, um krankhaft übergewichtigen Patienten eine nachhaltige Reduktion ihres Übergewichts zu ermöglichen.<ref>Adrian T. Billeter, Lars Fischer, Anna-Laura Wekerle, Jonas Senft, Beat Müller-Stich: Malabsorption as a Therapeutic Approach in Bariatric Surgery. In: Viszeralmedizin. Band 30, Nr. 3, 3. Juni 2014, ISSN 1662-6664, S. 198–204, doi:10.1159/000363480 (karger.com [abgerufen am 5. Februar 2025]).</ref> Bei diesen Patienten wird die Malabsorption durch verschiedene chirurgische Verfahren zur Manipulation des Verdauungstraktes erreicht. Die hierbei durch einzelne Verfahren bedingte Beeinträchtigung in der Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen, Vitamin B12 und besonders zweiwertigen Mineralien führt jedoch zur lebenslangen Verpflichtung der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Die adäquate Nährstoffzufuhr muss daher ärztlicherseits regelmäßig kontrolliert werden.
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />