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Rotschopftangare

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Rotschopftangare
Datei:At Possa da Londra in the Brazilian Patanal (105m) - Red-Crested Cardinal (Paroaria coronata) - (24215259443).jpg

Rotschopftangare (Paroaria coronata)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Tangaren (Thraupidae)
Unterfamilie: Thraupinae
Gattung: Paroaria
Art: Rotschopftangare
Wissenschaftlicher Name
Paroaria coronata
(J. F. Miller, 1776)
Datei:Voyagedanslamr91847orbi 0153a.jpg
Eier
Datei:Red crested cardinal - Hawaii - 2015 10 29.webm
Rotschopftangare in Hawaii

Die Rotschopftangare (Paroaria coronata) oder Graukardinal ist ein südamerikanischer Singvogel aus der Familie der Tangaren.

Merkmale

Die 20 cm lange Rotschopftangare ist an Rücken, Flügel und Schwanz grau, an Brust, Bauch und Halsseiten weiß und an Gesicht, Haube und Kehle rot gefärbt.

Wegen seines vielfältigen und melodischen Gesangs ist er ein beliebter Käfigvogel.

Vorkommen

Der Vogel lebt in offenen Graslandschaften mit vereinzelten Bäumen und Büschen, oft in Wassernähe, in Südwestbrasilien, Nordargentinien, Paraguay, Uruguay und Südostbolivien. Auf Hawaii wurde er eingeführt.

Verhalten

Die Rotschopftangare ist ein geselliger Vogel, der häufig paarweise oder in kleinen Trupps am Boden nach Samen sucht. Den Ruheplatz nimmt er hoch oben auf einem Baum oder Busch ein.

Fortpflanzung

Beim Balzritual spreizt das Männchen seine Schwanzfedern und hüpft, mit Futter oder Nistmaterial im Schnabel, um das Weibchen herum. Das schalenförmige Nest aus Wurzeln und Gras wird unten in Büschen oder kleinen Bäumen gebaut. Beide Elterntiere bebrüten drei bis vier Eier etwa zwei Wochen lang. Mit zwei Wochen sind die Jungvögel flügge. Sie werden aber noch eine weitere Woche von den Eltern gefüttert.

Unterarten

Die Rotschopftangare ist monotypisch.<ref>IOC World Bird list Tanagers and allies</ref>

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung der Rotschopftangare erfolgte 1776 durch John Frederick Miller in Form einer Tafel unter dem wissenschaftlichen Namen Loxia coronata. Zum Verbreitungsgebiet des Typusexemplar nannte er kein Details.<ref name="miller2">John Frederick Miller (1776), Tafel 2</ref> Bereits 1832 führte Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte die Gattung Paroaria für Fringilla cucullata <templatestyles src="Person/styles.css" />Vieillot, ein Synonym zur Rotschopftangare ein.<ref name="bonaparte206">Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte (1832), S. 206</ref> In der Tupí-Guaraní-Sprache wurde ein kleiner gelber, roter und grauer Vogel Tiéguacú paroára genannt.<ref>Paroaria The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname »coronata« leitet sich vom lateinischen coronatus, coronare, corona für gekrönt, krönen, Krone ab.<ref>coronata The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann erwähnte in seinem Werk Die Vögel von Paraguay eine potentielle Unterart Paroaria cristata schulzei <templatestyles src="Person/styles.css" />Brodkorb, 1937 , bei der er aber keine größeren Unterschiede zur Nominatform feststellen konnte.<ref name="laubmann151">Alfred Laubmann (1940), S. 151–152</ref> Brodkorb benannte die für ihn neue Unterart nach seinem Sammler Alberto Schulze.<ref name="brodkorb2">Pierce Brodkorb (1937), S. 2</ref>

Literatur

  • Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: Saggio d'una distribuzione metodica degli Animali Vertebrati a sangue freddo. In: Giornale Arcadico di Scienze Lettere ed Arti. Band 52, 1832, S. 129–209 (biodiversitylibrary.org).
  • Colin Harrison, Alan Greensmith: Vögel. Dorling Kindersley Limited, London 2000, ISBN 978-3-8310-0785-1.
  • Bryan Richard: Vögel. Parragon, Bath 2006, ISBN 978-1-4054-5506-0.
  • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 2. Strecker und Schröder, Stuttgart 1940, S. 151–152 (google.de).
  • John Frederick Miller: Icones Animalium: Various subjects of natural history, wherein are delineated birds, animals and many curious plants, with the parts of fructification of each plant, all of which are drawn and coloured from nature. Published by the author, ?? 1776 (biodiversitylibrary.org).

Weblinks

Commons: Rotschopftangare – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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